Die seit 2023 gesperrte Sportanlage an der Fritschestraße wird grundlegend erneuert. Mit einer auf die schwierigen Bodenverhältnisse abgestimmten Bauweise soll der Standort ab Sommer 2027 wieder dauerhaft für Schulen und Vereine nutzbar sein.

Die alte Sportfläche musste 2023 wegen Rissen, Unebenheiten und Setzungen im Untergrund dauerhaft gesperrt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Singlespeedfahrer, CC0
© Titelbild: Ahner Landschaftsarchitektur
Die umfassende Sanierung der Sportanlage an der Fritschestraße in Charlottenburg-Wilmersdorf hat begonnen. Damit startet eines der aufwendigeren Sportstättenprojekte im Bezirk, nachdem der Platz bereits seit 2023 nicht mehr genutzt werden konnte. Grund für die Schließung waren erhebliche Schäden am Untergrund, die einen sicheren Trainings- und Spielbetrieb unmöglich machten. Nun soll eine technisch angepasste Lösung den Standort langfristig sichern.
Das rund 6.000 Quadratmeter große Gelände wird gemeinsam von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sowie der landeseigenen Grün Berlin saniert. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes Berlin.
Sportanlage im „Nassen Dreieck“: Schwieriger Baugrund erforderte neue Lösung
Die Sportanlage liegt im sogenannten „Nassen Dreieck“, einem Bereich mit torfigem und setzungsempfindlichem Untergrund. In den vergangenen Jahren kam es dort immer wieder zu Rissen, Unebenheiten und Einsackungen der Spielfläche. Mehrere Instandsetzungsversuche konnten die Probleme nicht dauerhaft beheben, sodass der Platz schließlich vollständig gesperrt werden musste.
Bereits im Herbst 2025 liefen vorbereitende Arbeiten. Unter anderem wurde der bestehende Kunstrasen zurückgebaut, wobei Sand- und Granulatfüllungen für eine spätere Wiederverwendung aufbereitet wurden. Parallel dazu entwickelten die Planer ein Sanierungskonzept, das gezielt auf die geologischen Besonderheiten des Standorts abgestimmt ist.
Regenwasser soll den Untergrund stabilisieren
Im Mittelpunkt der nun begonnenen Hauptbauarbeiten steht die Stabilisierung des Baugrunds. Dafür werden zunächst die vorhandenen Tragschichten aufgenommen und zwischengelagert. Anschließend kommen Geogitter zum Einsatz, die Lasten gleichmäßig verteilen und künftigen Setzungen entgegenwirken sollen. Danach werden wiederverwertbare Materialien erneut eingebaut und durch neue wasserdurchlässige Tragschichten ergänzt.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist das Regenwassermanagement. Niederschläge sollen künftig direkt auf der Fläche versickern, anstatt über technische Anlagen abgeleitet zu werden. Dadurch bleibt der Untergrund gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt, was erneute Setzungen verhindern soll. Gleichzeitig kann auf zusätzliche Be- und Entwässerungssysteme verzichtet werden. Das reduziert den technischen Aufwand und erleichtert den späteren Betrieb der Anlage.
Sportstandort Fritschestraße: Wiedereröffnung für Sommer 2027 vorgesehen
Mit Abschluss der Arbeiten soll an der Fritschestraße wieder ein barrierearmer Sportstandort zur Verfügung stehen, der sowohl den Anforderungen des Schulsports als auch des organisierten Vereins- und Wettkampfbetriebs entspricht. Die Anlage soll unter anderem für Training, Nachwuchsarbeit und den Spielbetrieb des Berliner Fußballverbandes genutzt werden.
Nach aktueller Planung soll die Sanierung im Sommer 2027 abgeschlossen sein. Ziel des Projekts ist es, den Sportstandort dauerhaft zu sichern und ihn durch die an die besonderen Bodenverhältnisse angepasste Bauweise widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Schäden zu machen.
Quellen: Gruen Berlin GmbH
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