Nach rund sieben Jahren Bauzeit kehrt der Prater in der Kastanienallee zurück. Den Auftakt macht am 3. September die kommunale Prater Galerie mit einer Ausstellung über Künstlerinnen, Widerstand und gesellschaftliche Fragen.

Die Theateranlage im hinteren Bereich des „Prater Garten“ ist frisch saniert. Das Theater der Volksbühne soll ab Oktober zur neuen Spielzeit wieder im Prater-Gelände spielen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Nach Jahren hinter Bauzäunen kehrt der Prater in Prenzlauer Berg in den Kulturbetrieb zurück. Am 3. September 2026 eröffnet die kommunale Prater Galerie an ihrem traditionellen Standort in der Kastanienallee wieder. Das Theater der Volksbühne soll im benachbarten Saal zur kommenden Spielzeit folgen.
Das Kulturhaus war seit 2019 wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Arbeiten am denkmalgeschützten Ensemble kosteten rund zwölf Millionen Euro. Bereits 2024 war die Sanierung weitgehend abgeschlossen, der Wiedereinzug der Volksbühne verzögerte sich jedoch unter anderem wegen Fragen des Denkmalschutzes.
- Bezirk: Pankow
- Adresse: Kastanienallee 7–9, Prenzlauer Berg
- Wiedereröffnung: 3. September 2026
- Ausstellung: „Courage: Schwestern im Geiste“
- Ausstellungszeitraum: 4. September 2026 bis 3. Januar 2027
Prater Galerie: Ausstellung zum Neustart ist bis Januar zu sehen
Die Galerie selbst nimmt nun als erster Teil des Ensembles wieder ihren Betrieb auf. Zur Eröffnung am 3. September wird die Ausstellung „Courage: Schwestern im Geiste“ vorgestellt. Sie ist vom 4. September 2026 bis zum 3. Januar 2027 zu sehen und beschäftigt sich mit künstlerischen Positionen von Frauen, die sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen.
Zu sehen sind Arbeiten von acht Künstlerinnen, darunter Yevgenia Belorusets, Christa Jeitner, Magdalena Jetelová und Gundula Schulze Eldowy. Thematisiert werden unter anderem Repression, Exil, Solidarität und feministische Bewegungen. Historische und aktuelle Arbeiten sollen dabei unterschiedliche politische und gesellschaftliche Kontexte miteinander verbinden.
Die Ausstellung ist Teil der Reihe „Publik Machen“ des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Im Mittelpunkt steht die Geschichte des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR, das internationale Kunstausstellungen organisierte und dabei auch Werke aus osteuropäischen Ländern nach Ost-Berlin brachte.
Kastanienallee: Prater setzt auf zeitgenössische Kunst
Die Prater Galerie besteht aus drei Bereichen: der physischen Galerie, dem digitalen Angebot „Prater Digital“ und der kulturellen Bildung. Inhaltlich soll der Blick sowohl auf die Kunstgeschichte Ost-Berlins als auch auf aktuelle Positionen aus einem postsozialistischen, postmigrantischen und internationalen Kontext gerichtet werden.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst aus Osteuropa. Die kommunale Galerie möchte dabei auch mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Akteuren aus dem gesellschaftlichen Umfeld zusammenarbeiten. Die Wiedereröffnung markiert damit den ersten Schritt für den erneuten Kulturbetrieb im Prater. Das Theater der Volksbühne soll ab Oktober folgen.
Prater Galerie
Quellen: Bezirksamt Pankow, Berlin.de, Wikipedia
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