Nach monatelangen Arbeiten ist der Platz des 4. Juli in Lichterfelde wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die ehemals weitgehend versiegelte Fläche wurde entsiegelt, begrünt und soll künftig sowohl die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern als auch einen Beitrag zur Klimaanpassung leisten.

Eine Visualisierung zeigt, wie der Platz des 4. Juli nach seiner Umgestaltung aussehen sollte.

Eine Visualisierung zeigt, wie der Platz des 4. Juli nach seiner Umgestaltung aussehen sollte. Inzwischen wurden die Maßnahmen umgesetzt, eine offizielle Übergabe findet am 4. Juli statt. / © Visualisierung: Grün Berlin GmbH

© Titelbild: manuel frauendorf fotografie

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Wo über Jahrzehnte vor allem Asphalt das Bild prägte, ist in Berlin-Lichterfelde ein neuer Grünraum entstanden. Nach Abschluss der Bauarbeiten und einer anschließenden Entwicklungsphase für die Vegetation wurde der Platz des 4. Juli Anfang Juni wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Umgestaltung soll nicht nur die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern, sondern auch einen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels leisten.

Schon vor Wochen war die grundlegende Struktur der neuen Anlage bereits erkennbar, die Vegetation hingegen befand sich noch im Aufbau. Um die Entwicklung der frisch eingesäten Wiesen zu schützen, blieb das Areal nach Abschluss der Bauarbeiten im Dezember zunächst eingezäunt. Mit dem Rückbau des Schutzzauns ist der Platz nun wieder zugänglich.

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Platz des 4. Juli: Entsiegelung auf rund 12.000 Quadratmetern

Im Zuge der Neugestaltung wurden große Teile der bisherigen Asphaltflächen zurückgebaut und entsiegelt. Auf rund 12.000 Quadratmetern entstand eine extensive Grünanlage mit regional angepassten Wildwiesen. Ergänzt wird sie durch 39 neu gepflanzte Bäume, darunter Feld-Ahorn, Weißdorn und Wildapfel. Zwei zusätzliche Blühwiesenbereiche sollen die Artenvielfalt fördern und Lebensräume für Insekten schaffen.

Die Maßnahmen verfolgen zugleich wasserwirtschaftliche Ziele. Regenwasser kann künftig direkt auf den entsiegelten Flächen versickern, wodurch die Kanalisation entlastet wird. Auch entlang des benachbarten Parkfriedhofs Lichterfelde wurden Wegeflächen entsiegelt und durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt. Weitere Begrünungsmaßnahmen erfolgten im Umfeld des angrenzenden Wohnquartiers.

Die Entsiegelung des Platzes des 4. Juli hat das Erscheinungsbild des Standorts grundlegend verändert. Wo einst Asphalt dominierte, prägen heute Wiesenflächen und erste blühende Pflanzen das Bild.

Am Platz des 4. Juli in Lichterfelde sind die Veränderungen inzwischen deutlich sichtbar: Auf der früher weitgehend versiegelten Fläche wachsen erste Wildblumen. / © Foto: manuel frauendorf fotografie

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Ausgleich für Eingriffe beim Ausbau der Dresdner Bahn

Die Umgestaltung des Platzes des 4. Juli steht im Zusammenhang mit dem Ausbau der Dresdner Bahn südlich des Bahnhofs Südkreuz. Für die dort erforderlichen Eingriffe in Natur und Landschaft mussten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geschaffen werden. Die Entsiegelung und Begrünung des Platzes zählt zu diesen Projekten.

Geplant und umgesetzt wurde die Maßnahme von Grün Berlin im Auftrag der DB InfraGO AG und in Abstimmung mit dem Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Die Baukosten beliefen sich auf rund 1,17 Millionen Euro und wurden gemeinsam von der Deutschen Bahn und dem Land Berlin finanziert.

Die offizielle Wiedereröffnung des Platzes ist für den 4. Juli vorgesehen. Dann soll die neugestaltete Fläche auch im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt werden.

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Platz des 4. Juli

Quellen: Grün Berlin GmbH

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