An der Wuhlheide hat sich das Straßenbild innerhalb weniger Wochen grundlegend verändert. Von der östlichen Rampe der früheren Brücke ist nichts mehr übrig. Doch abgeschlossen sind die Arbeiten an der großen Kreuzung in Oberschöneweide damit noch lange nicht.

Auch auf den Flächen neben der früheren Wuhlheide-Brücke laufen Bauarbeiten. Der Rückbau der Rampen ist mit Arbeiten an den angrenzenden Verkehrsflächen verbunden. / Foto: © ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Wo Anfang September noch schwere Bagger auf der östlichen Rampe standen, ist die frühere Wuhlheide-Brücke inzwischen vollständig aus dem Straßenbild verschwunden. An der Kreuzung in Treptow-Köpenick arbeitet jedoch weiterhin schweres Gerät. Nun beginnt sichtbar die nächste Phase der Arbeiten.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Kreuzung Rummelsburger Straße / Treskowallee / Edisonstraße / An der Wuhlheide
- Projektstatus: erste Rampen abgerissen, Arbeiten an den Verkehrsflächen laufen
- Bauwerk: zwei jeweils 90 Meter lange Rampen
Noch vor drei Wochen hatte an der Wuhlheide der sichtbare Abriss der ersten Rampe begonnen. Inzwischen ist auch dieser Teil der ehemaligen Brücke vollständig verschwunden. Vor Ort prägen nun große offene Flächen, Absperrgitter und Baumaschinen das Bild. Bagger und Lkw transportieren weiterhin Schutt und Abbruchmaterial ab.
Wuhlheide-Brücke: Eine der 90 Meter langen Rampen ist verschwunden
Den eigentlichen Überbau und die Pfeiler der ehemaligen Wuhlheide-Brücke ließ das Land bereits im Mai und Juni 2025 im Zuge einer Notmaßnahme beseitigen. Vorausgegangen waren gravierende Risse und erhebliche Materialdefizite. Nach Angaben der Senatsverwaltung waren Dauerhaftigkeit und Tragfähigkeit des 1989 errichteten Bauwerks massiv beeinträchtigt.
Die Rampen blieben nach der Notmaßnahme zunächst stehen. Sie griffen konstruktiv in den Baugrund ein, weshalb ihr Abriss deutlich umfangreichere Arbeiten an den angrenzenden Verkehrsflächen erforderte. Der jetzig Rückbau wird deshalb mit dem Umbau der Kreuzung verbunden.
Dabei handelte es sich keineswegs um kleine Bauwerksteile. Beide Rampen waren bzw. sind jeweils 90 Meter lang und 9,50 Meter breit. Ihre Gesamtfläche beträgt rund 1.710 Quadratmeter. Widerlager und Stützwände bestehen aus Stahlbeton.

Vor dem Abriss prägte die verbliebene Rampe der Wuhlheide-Brücke noch den Kreuzungsbereich in Oberschöneweide. Im Sommer 2026 begannen die Arbeiten zum vollständigen Rückbau./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Wuhlheide beginnt bereits die Neuordnung der Verkehrsflächen
Die eigentlichen Arbeiten an den Rampen waren offiziell am 27. Juli gestartet. Zunächst richteten die Firmen jedoch die Baustelle ein und änderten die Verkehrsführung. Erst Ende August und Anfang September begann der weithin sichtbare Betonabbruch der östlichen Rampe. Die westliche Rampe hingegen steht noch immer unberührt an der Kreuzung. Für die gesamte Maßnahme veranschlagte die Senatsverwaltung im Juli eine Dauer von rund vier Monaten.
Auf den nun frei gewordenen Bereichen der östlichen Rampe haben bereits Arbeiten für die künftige Gestaltung begonnen. Die Senatsverwaltung will dort einen durchgängigen Mittelstreifen herstellen.
Bis die Arbeiten abgeschlossen sind, müssen Autofahrer weiter mit Engstellen rechnen. Auf der Rummelsburger Straße und An der Wuhlheide steht während der Maßnahme höchstens ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung. Die Wege für den Fuß- und Radverkehr bleiben dagegen weitgehend erhalten. Eine großräumige Umleitung sieht die Verkehrsverwaltung nicht vor.
Wuhlheide-Brücke: Abriss und Umbau der Kreuzung
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Verkehrsinformationszentrale Berlin
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11 Kommentare
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Hier wäre es durchaus mal nötig den Radstreifen Richtung Köpenick zu sanieren. Links Autos, Rechts Fußgängerweg und der Radweg eine absolute Zumutung. Das Teil hat den Namen Radweg nicht mal verdient.
Fahr doch durch die Wuhlheide.
Da hast du einen einwandfrei asphaltierten Radweg…
Wer suchet der findet.
Im Moment muss man leider selbst als Karlshorster auf diesen Radweg Richtung Köpenick ausweichen, weil der gut befahrbare Radweg am Skaterkreis seit einem halben Jahr gesperrt ist. Da gibt’s nichts zu finden, vor allem mit Fahrradanhänger und ohne Fußgänger zu stören.
Einen schönen Kreisel wünsche ich mir. Ohne Ampeln. Autofahrer kommen damit gut zurecht. In allen Ländern werden Kreisverkehre gebaut. Damit fließt der Verkehr besser als mit Ampeln.
Ein Kreisverkehr ist nicht geplant und macht hier keinen Sinn, da zu große Verkehrsströme. Und wenn Opa U 85 an der Einfahrt zum Kreisel steht und hinten in Karlshorst ein Auto sieht wartet der und wartet…ich bin Ü 65 und warte nicht ewig.
Opa U ist ja immer mehr eine Ausnahme.
Ich finde einen Kreisel prinzipiell auch die eleganteste Lösung.
und… Es gibt ganz andere Kreisel mit wesentlich mehr Verkehrsströmen ;)
ABER! Das Problem ist ja im öffentlichen Bereich, dass fast ausschließlich auf die Beschaffungskosten geschaut wird und nicht aif langfristige Kosten…
Eine Ampel ist erstmal(!) günstiger, Mittelfristig aber nicht mehr.
Welche Auswirkungen hat die neu geplante Regelung auf den Straßenbahnverkehr??
Überall in grossen Städten gibt es Kreisverkehr, das wäre doch mal eine Möglichkeit hier einen zu errichten.
Bis zu bestimmten Verkehrsmengen sind Kreisel eine sinnvolle Lösung. Wenn aber eine bestimmte Größenordnung überschritten wird, blockieren sich alle Richtungen gegenseitig. Dann ist eine LSA besser geeignet.
Die deutschen können Kreisverkehr nicht richtig. Sehr wohl funktionieren auch große Kreisel mit großem aufkommen. Siehe England dazu gehören auch drei/4 Spuren, direkt abbiegen und blinken! Das kapiert man in Deutschland aber nicht. Es wäre viel besser mehr Kreisverkehre zu etablieren!
Einfach lächerlich, sich vor der Sinnhaftigkeit eines Kreisverkehrs hinter der Lüge von abgeblich zu großen Verkehrsströmen zu verschanzen.
Bestes Gegenbeispiel, liebe geistige Billigheimer: Triumpfbogen Paris. 110.000 Fahrzeuge pro Tag. Aus aller Welt, alle Altersgruppen.
Sind wir hier in Deutschland denn tatsächlich derart hinüber, dass wir nichtmal mehr das hinbekommen, was andere Nationen seit dutzenden Jahren ohne Geheule… einfach nur machen?