In der Uhlandstraße 77 hat sich seit dem Sommer einiges verändert. Wo im Juli noch der Abriss des Vorderhauses das Bild bestimmte, laufen die Arbeiten inzwischen auf dem freigeräumten Grundstück weiter. Inzwischen ist auch klar, wie das Ensemble später aussehen soll.

Nach dem Abriss des Vorderhauses ist das Grundstück an der Uhlandstraße 77 weitgehend geöffnet; der rückwärtige Bestand bleibt Teil des Projekts. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: David Borck Immobilien
An der Uhlandstraße 77 in Berlin-Wilmersdorf verändert sich das Grundstück nun grundlegend. Das frühere Vorderhaus ist abgerissen, an seiner Stelle soll ein Neubau mit Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen. Anders sieht es im Hof aus: Dort bleibt der vorhandene Altbau erhalten und wird umfassend saniert. Insgesamt soll so ein Ensemble mit 42 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten entstehen.
- Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
- Adresse: Uhlandstraße 77, 10717 Berlin
- Projektstatus: In Ausführung
- Wohnungen: 42
- Gewerbeeinheiten: 2
- Baubeginn: 2026
- Fertigstellung: für 2027 vorgesehen
Der Abriss des Vorderhauses hatte im Sommer 2026 den eigentlichen Umbau des Grundstücks eingeleitet. Inzwischen ist dieser Abschnitt weitgehend abgeschlossen. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt des Projekts vom Rückbau auf die Vorbereitung und Umsetzung des Neubaus. Direkt an der Uhlandstraße soll die zuvor geschlossene Blockrandbebauung mit einem neuen Vorderhaus wieder ergänzt werden.

Anstelle des abgerissenen Vorderhauses soll an der Uhlandstraße ein neuer Wohn- und Gewerbebau entstehen. / © Visualisierung: David Borck Immobilien
Uhlandstraße 77: Neubau und Altbau werden zu einem Ensemble
Das Konzept sieht zwei unterschiedliche Eingriffe vor: An der Straße entsteht ein neues Vorderhaus, während das bestehende Gebäude im Hof kernsaniert wird. Die CAPELLA-Gruppe hatte den offiziellen Bau- und Vertriebsstart im Mai 2026 bekannt gegeben. Geplant sind 42 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten. Die vermietbare Wohnfläche beziffert der Entwickler auf 2.375 Quadratmeter.
Die Wohnungen verteilen sich auf drei Kategorien: Neubau, Altbau und Studio. Nach der aktuellen Projektseite entfallen 22 Einheiten auf den Neubau – inklusive Gewerbe. Sie verfügen über ein bis drei Zimmer und rund 32 bis 115 Quadratmeter. Hinzu kommen 17 Altbauwohnungen mit ein bis drei Zimmern und etwa 35 bis 95 Quadratmetern sowie fünf Studios mit jeweils einem Zimmer und rund 35 Quadratmetern.

Die Neubauwohnungen der Uhland 77 sollen moderne Grundrisse mit offenen Wohnbereichen und privaten Freiflächen erhalten. / © Visualisierung: David Borck Immobilien
Visualisierungen zeigen Fassade und begrünten Innenhof
Und wie wird der Neubau einmal aussehen? Zur Uhlandstraße ist eine helle, symmetrisch gegliederte Fassade vorgesehen. Abgerundete Formen prägen die mittleren Fassadenbereiche und die oberen Geschosse. Das Erdgeschoss hebt sich durch eine andere Materialwirkung von den darüberliegenden Wohnetagen ab.
Auch der Hof soll umfassend verändert werden. Die Visualisierungen zeigen begrünte Flächen zwischen den Gebäuden sowie Balkone am sanierten Bestand.
Zum Konzept gehören zudem Balkone, Aufzüge, Fahrradstellplätze und eine Tiefgarage. Für die Wohnungen werden unter anderem Eichenparkett, Fußbodenheizung und großzügige Fensterflächen genannt.

Neben Neubauwohnungen umfasst das Projekt Uhland 77 auch sanierte Altbauwohnungen und kompakte Studios. / © Visualisierung: David Borck Immobilien
Uhlandstraße 77 folgt Trend in Wilmersdorf
Damit folgt das Vorhaben einer Entwicklung, die derzeit an mehreren Stellen der City West sichtbar ist. Auch beim Wohnprojekt „Céleste“ in der Knesebeckstraße entstehen 25 Eigentumswohnungen. Auch an der Knesebeckstraße 72–73 wird eine frühere Nutzung aufgegeben, um Platz für eine neue Mischung aus Wohnen und Büro zu schaffen.
Mit dem Projekt in der Uhlandstraße 77 verändert sich damit ein weiteres Grundstück im Güntzelkiez. Gleichzeitig bleibt ein Teil der vorhandenen Bebauung erhalten. Am Ende sollen Neubau, sanierter Altbau, Gewerbeflächen und begrünter Innenhof ein gemeinsames Ensemble bilden. Wie schnell dieser Zustand erreicht wird, hängt nun vom weiteren Bauablauf ab.

Das rückwärtige Bestandsgebäude der Uhland 77 bleibt erhalten und wird im Zuge des Projekts umfassend saniert. / © Visualisierung: David Borck Immobilien

Zwischen Neubau und saniertem Bestand soll bei der Uhland 77 ein begrünter Innenhof entstehen. / © Visualisierung: David Borck Immobilien
Uhland 77: Wohnprojekt in Berlin-Wilmersdorf
Quellen: Projektseite Uhland 77, CAPELLA-Gruppe, David Borck Immobilien
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2 Kommentare
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Mal wieder so ein „tolles“ Investorenprojekt, was der Stadt und der Wohnungskriese überhaupt nicht hilft. Bezahlbaren Wohnraum abreißen und dafür 2-3 Wohnungen mehr bauen als vorher, die aber ein vielfaches kosten. Zu diesem Phänomen gibt es eine sehr gute Podcastreihe von radio1: https://www.radioeins.de/archiv/podcast/teurer_wohnen.html
Hoffentlich schreckt der Wahlerfolg der linken diese Art von Investoren ab. Die brauchen wir in Berlin nicht!
Die Architektur ist top, und wurde schon in der Umgebung umgesetzt, schade das der Artikel den Architekten nicht nennt. Gerne mehr davon!