Nach dem Brand 2024 liegt das Teehaus im Englischen Garten im Tiergarten brach. Aktuell gibt es noch keine konkreten Pläne für den Wiederaufbau.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Shisma, CC BY-SA 4.0
Nach dem Brand im September 2024 ist das Teehaus im Englischen Garten im Tiergarten weiterhin nicht wieder aufgebaut. Aktuell laufen Räumungsarbeiten und Untersuchungen. Konkrete Zeitpläne für Planung und Bau gibt es aber noch nicht. Das geht aus einer schriftlichen Anfrage an das Abgeordnetenhaus in Berlin hervor.
- Adresse: Altonaer Str. 2, 10557 Berlin
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Zustand: Räumungsarbeiten nach Brand 2024
Das Teehaus im Englischen Garten wurde durch einen Brand 2024 schwer beschädigt. Das Dach des Gebäudes aus dem Jahr 1952 stürzte weitgehend ein. Seitdem ist der Standort ungenutzt, obwohl er zuvor eine wichtige Funktion als gemütlicher Treffpunkt hatte.

Das Teehaus im Englischen Garten im Tiergarten ist bei einem Brand 2024 zerstört worden. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
Teehaus im Englischen Garten: Räumung nach dem Brand im Tiergarten
Der Bezirk Berlin-Mitte arbeitet mit der landeseigenen Grün Berlin GmbH zusammen. Diese übernimmt derzeit vor allem die Projektsteuerung. Dazu gehören die Beräumung der Brandruine sowie erste Untersuchungen für einen möglichen Wiederaufbau.
Die Räumungsarbeiten sollen noch 2026 abgeschlossen werden. Parallel läuft eine Bedarfsplanung. Dabei wird geprüft, ob und in welcher Form das Teehaus im Englischen Garten wieder aufgebaut werden kann.
Keine festen Termine für Wiederaufbau des Teehauses im Englischen Garten
Ein konkreter Zeitplan fehlt. Nach Angaben des Bezirksamts können Planungen erst starten, wenn die Fläche vollständig geräumt ist und eine Entscheidung über den Wiederaufbau vorliegt. Aussagen zu Baubeginn oder Fertigstellung sind entsprechend derzeit nicht möglich.
Auch die Kosten für einen möglichen Wiederaufbau sind noch offen. Eine belastbare Schätzung soll erst nach Abschluss der Voruntersuchungen erfolgen. Allein die Räumung und die Analysen kosten bisher rund 600.000 Euro. Diese werden durch Bezirksmittel und Versicherungsleistungen gedeckt.
Denkmalschutz spielt zentrale Rolle beim Teehaus im Englischen Garten
Das Teehaus ist Teil des denkmalgeschützten Englischen Gartens. Deshalb sind die Untere Denkmalschutzbehörde und das Landesdenkmalamt in die Planungen eingebunden. Der Bezirk geht davon aus, dass alle Anforderungen des Denkmalschutzes berücksichtigt werden müssen. Details zur künftigen Architektur lassen sich erst nach Abschluss der Untersuchungen klären.
Die Öffentlichkeit soll voraussichtlich Ende 2026 informiert werden. Dann will der Bezirk die Ergebnisse der Untersuchungen vorstellen. Der Senat selbst greift derzeit nicht aktiv in das Verfahren ein.
Teehaus im Englischen Garten (Tiergarten)
Quelle: Grün Berlin, Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage, Drucksache 19 / 25 657
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War das Objekt nicht feuerversichert? Gäbe es aus der Feuerversicherung nicht genügend Geld für den Wiederaufbau? Und es war unstreitig ein wertvoller Ort, um sich treffen zu können. Wieso diese ganzen Voruntersuchingen und diese Zeitverschwendung?
Der Wiederaufbau des Münsteraner Doms, um einmal ein Beispiel zu nennen, erfolgte ab 1946 und war, was die gewaltigen Gewölbe betrifft, etwa 1956 beendet (es sind mit die größten Gewölbe des Mittelalters). Die dort Arbeitenden waren großenteils entlassene Kriegsgefangene und sie wurden mit Lebensmittelkarten bezahlt. Das Ergebnis ist fantastisch, konstruktiv und ästhetisch. In Berlin laufen sogar Beräumungsarbeiten eines abgebrannten Strohdachs über Jahre. Kein weiterer Kommentar nötig.