An der Grunewaldstraße in Berlin-Schöneberg hat im vergangenen Jahr der Bau eines neuen Kunstmuseums begonnen. Mit dem „Bildlabor Kleistpark“ soll bis 2027 ein interdisziplinärer Ort für Ausstellung, Sammlung, Kunstproduktion und Öffentlichkeit entstehen. Das Vorhaben kommt bislang aber nur schleppend voran. 

Das Bild zeigt die bereits ausgehobene Baugrube, in der der Neubau des Bildlabors Kleistpark entstehen soll.

Auf dem Grundstück an der Grunewaldstraße 8 hatten im Spätsommer 2025 die Erdarbeiten für das neue Kunstmuseum „Bildlabor Kleistpark“ begonnen. Bis 2027 soll hier ein interdisziplinärer Kulturort mit Sammlung, Ateliers und Café entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Grunewaldstraße 8 in Schöneberg laufen seit dem Spätsommer 2025 die Erdarbeiten für das neue Kulturprojekt „Bildlabor Kleistpark“. Die Baustelle liegt in unmittelbarer Nähe zum kürzlich sanierten Heinrich-von-Kleist-Park und grenzt an mehrere Bildungseinrichtungen wie die Universität der Künste.

Die Baufläche befindet sich auf einem Eckgrundstück mit guter Sichtbarkeit im Stadtbild. Ziel der Projektverantwortlichen ist es, das Museumsgebäude bis Anfang 2027 fertigzustellen. Auf der Baustelle geht es, bislang jedenfalls, allerdings nur langsam voran, aber immerhin ist ein stetiger Fortschritt zu erkennen.

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Zentrum für Sammlung, Ausstellung und Vermittlung: Das Museumskonzept des „Bildlabor Kleistpark“ im Überblick

Das neue Museum soll unter einem Dach verschiedene Funktionen vereinen. Neben klassischen Ausstellungsflächen sind Ateliers, Veranstaltungsräume und Bildungsbereiche geplant. Das Konzept sieht vor, Kunst nicht nur zu zeigen, sondern auch deren Entstehung und Bedeutung zu vermitteln.

Die Initiatoren betonen, dass das Haus dauerhaft Raum für Austausch, Forschung und öffentliche Teilhabe bieten soll. Der Neubau wird als Holz-Hybridbau mit intelligenter Energieversorgung konzipiert. Zur Beheizung und Kühlung des Gebäudes soll ausschließlich Geothermie eingesetzt werden.

Darüber hinaus sind begrünte Terrassen, eine transparente Glasfassade und ein großzügig angelegter Stadtgarten vorgesehen. Der Entwurf stammt vom Büro kmwf ARGE, das mit Wirtz International Landscape Architects zusammenarbeitet. Diese sollen den gartenplanerischen Teil umsetzen.

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Raum für 1.700 Werke am Kleistpark: Hegenbarth Sammlung erstmals umfassend öffentlich zugänglich

Die Sammlung Hegenbarth, die bislang in der Laubacher Straße untergebracht ist, wird in das neue Museum überführt. Dort stehen künftig größere Ausstellungsflächen zur Verfügung.

Die Sammlung umfasst etwa 1.700 Arbeiten, darunter 950 Werke von Josef Hegenbarth sowie Werke von Caspar David Friedrich, Rembrandt, Picasso und zeitgenössischen Künstlern wie Günther Uecker. Durch die neuen Räume wird die Sammlung erstmals umfassend öffentlich zugänglich.

Zusätzliche Nutzungen im Museumsneubau am Kleistpark: Werkstätten, Ateliers und ein Café ergänzen das Ausstellungsangebot

Neben den Ausstellungsräumen entstehen weitere Etagen für künstlerisches Arbeiten und fachliche Dienstleistungen. Geplant sind Flächen für Restaurierung, Rahmung, Art Handling und Vergoldung. Außerdem wird es Ateliers und Coworking-Spaces für Kreative geben.

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Im Erdgeschoss ist ein öffentlich zugängliches Café vorgesehen, das unabhängig vom Museumsbetrieb geöffnet sein wird und als sozialer Treffpunkt im neuen Stadtgarten dienen soll. Der Vorplatz vor dem Museum wird begrünt und öffentlich zugänglich gestaltet, um eine Verbindung zwischen dem Kulturort und der Nachbarschaft herzustellen.

Baugrube noch nicht ausgehoben: Das Bauvorhaben am Kleistpark verzögert sich offenbar

Die Erdarbeiten sollten ursprünglich bis Ende Oktober 2025 abgeschlossen sein. Danach sollte die Baugrube an das Hochbauteam übergeben werden, doch bislang sieht es nicht danach aus, als wären die Aushubarbeiten bereits abgeschlossen. Noch immer befinden sich große Sandberge in der Baugrube, die alles andere als fertig aussieht.

Die Fertigstellung des Rohbaus war demnach für das Jahr 2026 geplant, doch das dürfte schwierig werden. Im ersten Quartal 2027 sollte das Gebäude nach ursprünglichen Plänen vollständig bezugsfertig sein – auch dieses Datum könnte aber zu optimistisch sein. Nach der Fertigstellung des Neubaus wird die Sammlung in das neue Haus einziehen. Mit dem Bau des „Bildlabors“ entsteht somit ein dauerhaftes Kulturangebot im Herzen Schönebergs – vermutlich mit etwas Verspätung.

Quellen: Wirtz International Landscape Architects, kmwf ARGE, Hegenbarth Sammlung Berlin, Bildlabor Kleistpark

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