In Berlin Mariendorf plant die Gemeinde „Islam Vakfi“ seit mehreren Jahren ein neues Kulturzentrum mit Moschee. Obwohl für das Vorhaben an der Friedenstraße bereits eine Baugenehmigung vorliegt, hat der Bau noch nicht begonnen. Die Gemeinde bezieht nun einen Übergangsstandort.

Die Şehitlik Moschee am Columbiadamm in Berlin Neukölln zählt zu den bekanntesten Moscheebauten der Hauptstadt. Auch an der Friedenstraße in Berlin Mariendorf soll ein neues Kulturzentrum mit Moschee, Kuppel, Minarett sowie weiteren Schulungs- und Versammlungsräumen entstehen. / © Foto: Wikimedia Commons, Zairon, CC BY-SA 4.0
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
An der Friedenstraße 15 in Mariendorf soll ein neues Kulturzentrum mit Moschee entstehen. Das Grundstück liegt direkt an der U-Bahn Station Alt-Mariendorf und wird derzeit nicht genutzt. Für das Bauvorhaben hat das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg bereits vor Jahren eine Baugenehmigung erteilt.
Geplant wird das Projekt vom Verein „Islam Vakfi“ mit Sitz in Kreuzberg. Nach Angaben des Vereins wurden bereits mehrere Kulturzentren in Berlin realisiert. Doch einen konkreten Termin für den Baustart in Mariendorf gibt es bislang nicht; die Finanzierung ist noch ungewiss. Dennoch erklärte die Gemeinde, dass sie weiterhin an der Umsetzung des Vorhabens festhalte.
Kulturzentrum in der Friedenstraße geplant: Moschee mit weiteren Angeboten vorgesehen
Laut früheren Ankündigungen soll das geplante Kulturzentrum neben einer Moschee mit Kuppel auch ein Minarett erhalten. Darüber hinaus sind Schulungsräume und Versammlungsräume vorgesehen. Zusätzlich war einst die Rede von vier neuen Wohnungen innerhalb des Gebäudekomplexes, sowie Flächen für eine Cafeteria, Gewerbe und Einzelhandel.
Damit würde das Projekt nicht nur als religiöser Ort genutzt werden, sondern auch weitere soziale und kulturelle Funktionen übernehmen.
Finanzierung des Neubaus in Mariendorf: Baubeginn weiter offen
Die Gemeinde verfolgt die Pläne für den Moschee-Neubau bereits seit etlichen Jahren. Nach Angaben der Beteiligten gilt das Vorhaben allerdings als kostenintensiv. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten von mehr als zehn Millionen Euro.
Bislang steht die vollständige Finanzierung offenbar noch nicht fest. Deshalb wurde die bestehende Baugenehmigung bereits mehrfach verlängert. Wann die Bauarbeiten tatsächlich beginnen können, bleibt derzeit weiterhin offen.
Übergangsstandort im Hausstockweg: Gemeinde bereitet neuen Standort vor
Laut Berliner Morgenpost zieht die Gemeinde nun übergangsweise in das ehemalige Gebäude der Adventsgemeinde im Hausstockweg. Dort laufen derzeit Renovierungsarbeiten. Bereits im August soll die Gemeinde die Räume nutzen können. Das Gebäude gehörte zuvor der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und wechselte inzwischen den Besitzer.
Die Islamische Föderation hält eine langfristige Nutzung des Standorts im Hausstockweg für möglich, da der Zeitpunkt für den Neubau in der Friedenstraße weiterhin unklar ist. Daher baut die Gemeinde dort bereits eine entsprechende Infrastruktur auf.
Friedenstraße 15
Hausstockweg 26
Quellen: Berliner Morgenpost, Tagesspiegel
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