„Playdate Hamburg“ startete 2025 als temporärer Spielplatz am Mönckebergbrunnen. Das Projekt steht exemplarisch für Hamburgs Strategie, die Innenstadt mit Pilotprojekten familienfreundlicher und vielfältiger zu gestalten.

Hamburg Mönckebergbrunnen

© Titelbild: Lea Gutscher

 

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Der mobile Spielplatz „Playdate Hamburg“ stand bis Ende August 2025 am Mönckebergbrunnen und entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem sichtbaren Treffpunkt für Familien in der Hamburger Innenstadt. Nun soll das Projekt langfristig fortgeführt werden. Gleichzeitig zeigt das Beispiel, wie Hamburg öffentliche Räume testweise neu gestaltet und mit Pilotprojekten neue Nutzungen für die Innenstadt erprobt.

  • Bezirk: Hamburg-Mitte
  • Ort: Mönckebergbrunnen, Hamburg-Altstadt
  • Kosten Pilotprojekt: rund 35.000 Euro
  • Geplante Fortführung: Anschaffung des Spielcontainers und wechselnde Standorte (Mönckebergbrunnen, Lange Mühren, Gänsemarkt)
  • Neue Förderung: 55.000 Euro aus dem investiven Förderfonds Bezirke

Mit „Playdate Hamburg“ erhielt die Innenstadt im Frühjahr 2025 erstmals einen mobilen Spielplatz an zentraler Stelle. Der Standort am Mönckebergbrunnen lag bewusst mitten in der Innenstadt und damit in einem Bereich, der bislang vor allem durch Einzelhandel und Laufkundschaft geprägt war.

„Playdate Hamburg“ am Mönckebergbrunnen: Spielplatz als Pilotprojekt

Ziel des Projekts war es, öffentliche Räume auch anders zu nutzen und Familien stärker in den Blick zu nehmen. Die Stadt Hamburg führte das Vorhaben als Pilotprojekt im Rahmen ihrer Innenstadtkoordination.

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Der Spielplatz bestand aus einer sogenannten „KuKuK Box“, einer mobilen Holzstruktur mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Kinder konnten klettern, rutschen und sich frei bewegen. Ergänzend entstanden Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsflächen.

Die offizielle Eröffnung fand Ende April 2025 statt. Bis Ende August blieb der Spielplatz am Mönckebergbrunnen bestehen. Während dieser Zeit dokumentierten Projektverantwortliche die Nutzung, um Erkenntnisse für eine mögliche Weiterentwicklung zu sammeln.

Im mobilen Spielplatz „Playdate Hamburg“ am Mönckebergbrunnen sitzen mehrere Erwachsene und Kinder in einer hölzernen Spielstruktur, während ein Kind im Vordergrund spielt. Der temporäre Spielplatz steht in der Hamburger Innenstadt.

Kinder nutzen den mobilen Spielplatz „Playdate Hamburg“ am Mönckebergbrunnen, während Erwachsene die Eröffnung des temporären Spielplatzes in der Hamburger Innenstadt begleiten. / © Foto: Lea Gutscher

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Stadtentwicklung in Hamburg: Pilotprojekte für mehr Aufenthaltsqualität

Die Idee hinter „Playdate Hamburg“ ging dabei über einen einzelnen Spielplatz hinaus. Die Hamburger Innenstadt soll nicht mehr ausschließlich Einkaufsort sein. Stadtentwicklungsprogramme setzen seit einigen Jahren verstärkt darauf, zusätzliche Aufenthaltsqualitäten zu schaffen und öffentliche Räume vielseitiger nutzbar zu machen.

Der mobile Spielplatz am Mönckebergbrunnen gehört zu einer größeren Strategie der Stadtentwicklung. Mit den Programmen „Verborgene Potenziale Innenstadt“ sowie „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ testet Hamburg temporäre Projekte im öffentlichen Raum. Ziel ist es, neue Nutzungen auszuprobieren, bevor dauerhafte Entscheidungen getroffen werden.

22 Pilotprojekte in Hamburger Innenstadt im Test

Im Rahmen dieser Programme wählte eine Fachjury insgesamt 22 Pilotprojekte aus mehr als 160 Bewerbungen aus. Sie reichen von kulturellen Angeboten über temporäre Begegnungsorte bis zu neuen Aufenthaltsflächen. Die Stadt verfolgt damit das Ziel, die Innenstadt lebendiger und vielfältiger zu machen und gleichzeitig unterschiedliche Nutzergruppen anzusprechen.

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Ein Beispiel für diese Strategie liefert der Sander Markt in Bergedorf. Dort entstanden zeitweise zusätzliche Sitzgelegenheiten, Spielangebote und Aufenthaltsflächen. Auch Projekte wie lange Gemeinschaftstafeln oder temporäre Stadtmöblierung gehören zu den Ansätzen, mit denen Hamburg testweise neue Formen der Stadtnutzung erprobt. Statt sofort dauerhafte Umbauten umzusetzen, sammelt die Stadt zunächst Erfahrungen im Alltag.

Mobiler Spielplatz in Hamburg soll dauerhaft bleiben

Nach Einschätzung der Beteiligten entwickelte sich „Playdate Hamburg“ rasch zu einem stark genutzten Angebot für Familien. Deshalb beschlossen SPD, Grüne und FDP-Gruppe in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, das Projekt langfristig fortzuführen. Dafür sollen 55.000 Euro aus dem investiven Förderfonds Bezirke bereitgestellt werden.

Geplant ist, den mobilen Spielplatz dauerhaft anzuschaffen und künftig an wechselnden Orten in der Innenstadt einzusetzen. Neben dem Mönckebergbrunnen gelten die Langen Mühren und der Gänsemarkt als mögliche Standorte. Damit würde aus einem zeitlich begrenzten Pilotprojekt ein dauerhaft nutzbares Instrument der Stadtentwicklung werden.

„Playdate Hamburg“ zeigt damit beispielhaft, wie Hamburg kleine Interventionen nutzt, um größere Fragen der Innenstadtentwicklung praktisch zu erproben. Im Mittelpunkt stehen öffentliche Räume, die nicht allein dem Konsum dienen, sondern Aufenthaltsorte für unterschiedliche Gruppen schaffen sollen.

 

Quellen: NDR, hamburg.de, Grüne Hamburg-Mitte, TAG24, Bund der Steuerzahler, Hamburger Morgenpost

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