An der Jahnstraße in Britz entsteht ein zukunftsweisendes Bauprojekt, das Wohnen und Kinderbetreuung unter einem Dach vereinen will. Mit einer Mischung aus gefördertem und frei finanziertem Wohnraum sowie einer viergruppigen Kita soll das Vorhaben die soziale Infrastruktur des Stadtteils stärken.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In Britz, in direkter Nähe zur Ringbahn, entstehen zurzeit mehrere Neubauprojekte. Neben Eigentumswohnungen in der Bürgerstraße und dem Wohnquartier „Greenpark“, steht nun ein weiteres Projekt kurz vor dem Baubeginn.
An der Jahnstraße 34/36 plant das Büro JOHNNY architecture den Bau von 38 modernen Mietwohnungen sowie einer viergruppigen Kindertagesstätte für einen privaten Bauherren. Die Bauarbeiten vor Ort haben bereits begonnen, die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Jahnstraße 34/36: Wohnensemble entsteht auf ungenutzter Freifläche
Seit 2022 steckt das Vorhaben in der Planung, nun wird es umgesetzt. In der Jahnstraße wurden bereits die Bauzäune aufgebaut. Derzeit wird die Baugrube für den Neubau ausgehoben. Das Grundstück gehört laut JOHNNY architecture zu den letzten unbebauten Flächen in Neukölln, die noch nachverdichtet werden können. Das Büro betont die enge Zusammenarbeit mit der Stadtplanung von Neukölln bei der Entwicklung des neuen Konzepts.
Auf dem bisher leerstehenden Grundstück soll ein Ensemble aus einem Vorderhaus und einem Hinterhaus entstehen. Im Innenhof sind Spiel- und Gemeinschaftsflächen für die Kita sowie für die Bewohnerinnen und Bewohner geplant.
Bezirk Neukölln: 38 neue Wohnungen, 50 Prozent davon gefördert
Das neu entstehende Wohnensemble erhält eine Bruttogeschossfläche von rund 4.000 Quadratmetern. Mit einem sechsgeschossigen Vorderhaus und einem fünfgeschossigen Hinterhaus soll sich der Neubau trotz moderner Gestaltung sensibel in die von Altbauten geprägte Nachbarschaft einfügen.
Von den 38 Wohneinheiten sollen 50 Prozent öffentlich gefördert sein, die restlichen Einheiten frei finanziert. Damit wird eine soziale Durchmischung angestrebt, die die Quartiersentwicklung langfristig stärkt. Die integrierte Kita im Erdgeschoss soll das Projekt besonders familienfreundlich machen: kurze Wege für Eltern, ein lebendiger Nachbarschaftsbezug und eine verstärkte soziale Funktion im Wohnensemble.
Britz wächst: Moderne Quartiere wie „Greenpark“ schaffen Wohnraum in attraktiver Lage
Das Neubauvorhaben an der Jahnstraße fügt sich nahtlos in eine Reihe zeitgemäßer Entwicklungen ein, die Britz derzeit spürbar verändern. Ganz in der Nähe wächst mit dem „Greenpark“ auf dem ehemaligen Gelände des ehemaligen Berliner Luft- und Badeparadieses Blub ein Quartier mit rund 860 neuen Wohnungen heran; ein Projekt, das den Wandel des Stadtteils besonders deutlich macht.
Gemeinsam bilden diese Wohnprojekte ein Zukunftsprogramm für Britz: moderner, nachhaltiger und urbaner Wohnraum, der gleichzeitig die soziale Infrastruktur stärken soll.
Quellen: JOHNNY architecture GmbH
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Die Frage: Wer zerstört die Wohnimmobilienwirtschaft kann nicht allein an die Politik gerichtet sein.
Eine Wohnung ist ein Produkt wie jedes andere hergestellte Erzeugnis mit der wichtigen Eigenschaft, ein Produkt für die Daseinsvorsorge zu sein.
Ein wesentliches Prinzip in der Wirtschaft ist die Ausgewogenheit von Angebot und Nachfrage.
Wenn ein Produkt nicht mehr nachgefragt wird, bspw. wegen der Kosten, gibt es die Möglichkeit der Anpassung der Eigenschaften des Produktes an die Nachfrager durch den Hersteller bzw. die Firma, das nennt man dann Fortschritt, oder die Einstellung der Produktion dieses Produktes bzw. die Schließung der gesamten Firma.
Subventionen aus Steuergeldern
Subventionen sind die Belohnung für das Versagen
(Dr. Markus Krall)
Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.
Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.
Die „Immobilisten für das Wohnen“ sollten nicht weiterhin sektenartig auf die Erleuchtung aus der Bauwirtschaft, sowie aus der Politik warten, bis jemand ein weißes Kaninchen aus dem Hut zaubert, sondern vorausschauend und strategisch denkend Investments eigenständig in disruptive Innovationen der Bau- und Immobilienwirtschaft tätigen.