Anzeige
Hamburg geht neue Wege in Sachen Mobilitätstransparenz: Öffentliche Mobilitätsdaten werden künftig direkt auf digitalen Stadtinformationsanlagen ausgespielt. So sollen Hamburgerinnen und Hamburger in Echtzeit über Parkplätze und Radverkehr informiert werden.
Verkehr in Hamburg

Digitale Anzeigen in Hamburg sollen künftig helfen, den Verkehr besser zu steuern. / © Foto: depositphotos.com / Svetlanarib79

© Foto: depositphotos.com / Svetlanarib79
© Foto Titelbild: depositphotos.com / Canetti

 

ANZEIGE

Die Stadt Hamburg nutzt ihre öffentlichen Mobilitätsdaten künftig noch stärker, um Besucherinnen und Besucher sowie Einheimische zu informieren. In Kooperation mit dem Unternehmen Ströer werden an verschiedenen digitalen Stadtinformationsanlagen in der ganzen Stadt Daten ausgespielt. Ziel ist es, die Mobilitätsangebote transparenter zu machen und die Orientierung zu erleichtern.

Erste Erfahrungen wurden bereits beim diesjährigen Hafengeburtstag gesammelt. Auch bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 kam das System zum Einsatz. Dabei wurden dynamische Echtzeitdaten aus der Urban Data Platform genutzt, um freie Park+Ride-Stellplätze an Schnellbahnstationen anzuzeigen.

Hamburg nutzt öffentliche Mobilitätsdaten: Pilotprojekt für Großveranstaltungen gestartet

Insbesondere bei Großveranstaltungen sollen die digitalen Anzeigen helfen, den Verkehr besser zu steuern. Wer mit dem Auto anreist, kann sich über freie Parkplätze informieren und bei nahezu ausgelasteten Anlagen auf Alternativen ausweichen. Sind weniger als zehn Prozent der Stellplätze frei, wird automatisch auf das nächste Parkhaus verwiesen oder ein Hinweis zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr angezeigt.

ANZEIGE

Ergänzt werden die Angaben zu Park+Ride um allgemeine Hinweise zu Mobilitätsangeboten wie dem StadtRAD, dem ÖPNV oder dem Fahrrad. In einem weiteren Schritt sollen künftig auch Parkhäuser in der Innenstadt in das System eingebunden werden.

Am Dammtor oder den Landungsbrücken: Digitale Stadtinformationsanlagen erfassen Zahl der Radfahrenden

Ein zweiter Baustein des Projekts ist die Darstellung von Radverkehrszahlen. Ab sofort zeigen 18 digitale Stadtinformationsanlagen die aktuellen Zahlen aus dem Hamburger Radzählnetz an. Die Werte stammen von Infrarotdetektoren, die rund um die Uhr die Zahl der Radfahrenden erfassen.

Die Standorte der Anzeigetafeln befinden sich unter anderem am Dammtor, am Wandsbeker Marktplatz oder an den Landungsbrücken. Die Daten werden alle 15 Minuten aktualisiert, sodass Interessierte die steigenden Werte über den Tag hinweg beobachten können. Wer möchte, kann die Zähldaten auch im Geoportal der Stadt abrufen.

ANZEIGE

Radrouten auf einen Blick: Stadt Hamburg testet neuen Informationsservice für drei Monate

Darüber hinaus informieren knapp 50 weitere digitale Tafeln über die aktuellen Radrouten in der Umgebung. Angezeigt werden dabei das nächstgelegene Ziel in Fahrtrichtung und der weitere Verlauf der Strecke. Dieses Angebot soll vorerst drei Monate getestet und anschließend ausgewertet werden.

Ein ähnliches System gibt es bereits an der Alten Harburger Elbbrücke. Dort werden seit Ostern 2025 auf eigens installierten Displays die Radverkehrsmengen angezeigt, um den Verkehr auf beliebten Routen sichtbarer zu machen.

Informationen über Parkplätze und Radverkehr in Echtzeit: Potenzial für die Mobilitätswende

Martin Bill, Staatsrat für Verkehr und Mobilitätswende, sieht in dem neuen Informationsservice einen wichtigen Beitrag für die Verkehrswende. Er betont, dass die Hamburgerinnen und Hamburger auf diese Weise besser an den Mobilitätsdaten der Stadt teilhaben könnten. Gerade bei großen Veranstaltungen könnten sich Besucherinnen und Besucher leichter orientieren und ihre Anreise flexibel anpassen.

Zudem würden Radfahrende direkt auf Radrouten aufmerksam gemacht und könnten ihre Wege besser planen. Bill ist überzeugt, dass das Projekt eine gute Möglichkeit biete, um die städtischen Daten praktisch erlebbar zu machen.

 

Quellen: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.