In Berlin erhalten die Spree-Projekte „LXK“ und „ELEMENTS“ von Tishman Speyer Good-Mobility-Auszeichnungen in Platin und Gold.
„LXK“-Campus
„ELEMENTS“
© Titelbild: Saltire Sarl
So geht Mobilität von morgen: Tishman Speyer hat zwei Berliner Projekte an der Spree vom Good Mobility Council vor-zertifizieren lassen. Der „LXK“-Campus in Friedrichshain erreicht Platin. Das „ELEMENTS“ in Berlin-Mitte erhält Gold. Beide Auszeichnungen richten den Blick auf Mobilität als festen Teil moderner Projektentwicklung.
Tishman Speyer setzt bei zwei Berliner Projekten an der Spree auf eine deutlich ausgebaute Mobilitätsinfrastruktur. Das Zertifikat „Pre-Certified Good Mobility“ bewertet Gebäude bereits in der Planungsphase. Es prüft nicht nur die Menge von Stellplätzen oder Services, sondern auch deren Qualität, Erreichbarkeit und Nutzbarkeit. Der Good Mobility Council versteht das System als Green-Building-Zertifikat für Mobilität. Es soll zeigen, wie gut Neubauten und Bestandsprojekte auf lokale Ziele der Verkehrswende vorbereitet sind.
„LXK“ in Berlin-Friedrichshain erreicht Platin für Mobilität

Das Projekt „LXK“ in Berlin-Friedrichshain erhält für seine Mobilität an der Spree die Auszeichnung Pre-Certified Good Mobility in Platin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Projekt 1: „LXK“-Campus
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Adresse: Lange Str 20, 10243 Berlin
- Auszeichnung: Pre-Certified Good Mobility in Platin
- Besonderheit: Fahrradparken im Erdgeschoss mit Tageslicht
Der „LXK“-Campus nahe dem Berliner Ostbahnhof kommt nach Angaben des Good Mobility Council auf 92 Prozent und erreicht damit Platin. Ein zentrales Detail ist das Fahrradparken im Erdgeschoss. Nutzerinnen und Nutzer erreichen die Stellplätze barrierefrei direkt von der Straße. Natürliches Licht verbessert die Orientierung und die Aufenthaltsqualität. Damit nutzt das Projekt Flächen im Erdgeschoss, die früher oft dem Einzelhandel vorbehalten waren, gezielt für die Fahrradmobilität.
Zum Mobilitätsangebot von „LXK“ gehören Duschen und Umkleiden in direkter Nähe zu den Fahrradstellplätzen. Ergänzend sind Reparaturstationen, 67 Lademöglichkeiten für E-Bikes und 17 Stellplätze für Lastenräder vorgesehen. Das Projekt entsteht als Mixed-Use-Campus mit zwei Gebäudeteilen, Büroflächen und ergänzenden Nutzungen. Frühere Projektdaten nennen rund 65.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sowie einen öffentlich zugänglichen Stadtplatz.
„ELEMENTS“ in Berlin-Mitte erhält Gold für Mobilitäts-Denken

An der Michaelkirchstraße schreiten die Arbeiten an „Elements“ sichtbar voran. Das Gebäude wird künftig einen neuen städtebaulichen Akzent zwischen Spreeufer und Jannowitzbrücke setzen. / © Foto ENTWICKLUNGSSTADT
- Projekt 2: „ELEMENTS“
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Adresse: Michaelkirchstraße 22–23
- Auszeichnung: Pre-Certified Good Mobility in Gold
- Besonderheit: Durchwegung bis zur Spreeuferpromenade
Das Projekt „ELEMENTS“ an der Michaelkirchstraße 22–23 erhält die Gold-Auszeichnung. Es liegt in direkter Spreelage und verbindet Büro- und Wohnnutzung. Ein wichtiges Merkmal ist die barrierefreie Durchwegung des halböffentlichen Areals bis zur Uferpromenade. Dadurch entsteht erstmals ein direkterer Zugang zum Wasser aus angrenzenden Hinterhöfen.
Das Fahrradparken von „ELEMENTS“ liegt im Untergeschoss. Nutzerinnen und Nutzer erreichen es über eine überdachte, beheizte Rampe sowie über einen Aufzug. Geplant sind außerdem hochwertige End-of-Trip-Angebote, mindestens zwölf E-Bike-Ladeplätze und Reparaturstationen. Eine Jelbi-Station im direkten Umfeld soll Sharing-Angebote bündeln. Geofencing soll zugleich helfen, abgestellte Fahrzeuge im öffentlichen Raum besser zu ordnen.
Mobilität wird beim „ELEMENTS“ Teil der Miet- und Gebäudestrategie
Bei „ELEMENTS“ sollen Green-Lease-Verträge Mobilitätsklauseln enthalten. Dazu zählen mögliche Regelungen zu Jobtickets, Dienstrad-Leasing oder Mobilitätsbudgets. Der Good Mobility Council sieht darin einen Ansatz, nachhaltige Mobilität nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch dauerhaft im Betrieb zu verankern.
Dr. Ingo Kucz ordnet die Zertifizierungen als Hinweis auf einen veränderten Business Case in der Immobilienentwicklung ein. Investitionen in eine bessere Mobilitätserfahrung könnten Standorte für Mieter und Arbeitgeber attraktiver machen.
Christian Scheler verweist besonders auf die Qualität der Planung: „LXK“ setze mit Fahrradparken im Erdgeschoss einen seltenen Standard, während „ELEMENTS“ durch mehrfache Fahrraderschließung, Garagengestaltung und die geplante Jelbi-Station auffalle. Johannes Schmarje von Tishman Speyer betont, dass vielfältige Erreichbarkeit ein zentrales Qualitätsmerkmal für Büroimmobilien sei.
Quellen: Good Mobility Council GmbH, Tishman Speyer, Good Mobility Council, „LXK“, Fördergebiet Luisenstadt Mitte
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