Der Kornversuchsspeicher in Moabit wurde von der Adler Group an die BAL Gruppe verkauft. Das historische Gebäude in der Europacity wurde zuvor umfangreich saniert und mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet.

Kornversuchsspeicher (Europacity)

© Titelbild: Wikimedia Commons, Smokeonthewater, CCO 1.0

 

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Ein historisches Bauwerk in Moabit hat einen neuen Eigentümer. Die Adler Group hat den Kornversuchsspeicher in der Europacity in Mitte verkauft. Käufer ist die BAL Gruppe, ein Unternehmen aus dem Bereich Baumanagement.

Das Gebäude umfasst rund 2.330 Quadratmeter Bürofläche und gilt als einzige historische Bestandsimmobilie innerhalb Europacity. Der Kornversuchsspeicher liegt direkt am Westhafenkanal in Berlin-Moabit. Die Lage am Wasser und die Nähe zur Spree erhöhen die Attraktivität des Standorts innerhalb der Europacity. Das Quartier nördlich des Hauptbahnhofs gehört zu den größten Stadtentwicklungsprojekten der Hauptstadt.

Kornversuchsspeicher in Europacity umfassend saniert

Das Gebäude wurde zwischen 1897 und 1898 errichtet und 1915 erweitert. Es gilt als frühes Beispiel für einen Stahlbeton-Skelettbau. Gleichzeitig steht es unter Denkmalschutz. Im Zuge der Entwicklung der Europacity wurde der Speicher umfassend saniert und modernisiert. Dabei wurde die historische Substanz erhalten und mit neuen Bauelementen ergänzt.

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Die Sanierung stellte hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Die Fassade wurde gereinigt und beschädigte Bereiche mit passenden Klinkern ergänzt. Tragende Elemente aus Stahlbeton mussten teilweise verstärkt oder neu aufgebaut werden. Besonders betroffen waren die Außenstützen, die im Laufe der Zeit an Stabilität verloren hatten.

Eine Baustelle in der Europacity in Moabit.

In der Europacity wird derzeit viel gebaut. Es gibt aber auch historische Gebäude wie den Kornversuchsspeicher, die das Bild prägen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT (Archiv)

Moabit: Kornversuchsspeicher mit Architekturpreis ausgezeichnet

Im Inneren wurden bauliche Anpassungen vorgenommen, um moderne Nutzungen zu ermöglichen. Teilweise entfernten die Planer Decken, um größere Raumhöhen zu schaffen. So entstanden offene Flächen, die sich für Büros, Co-Working oder Veranstaltungen eignen. Ergänzend wurde ein ESG-Konzept umgesetzt. Dieses setzt unter anderem auf die Wiederverwendung vorhandener Baumaterialien.

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Der Verkauf des Kornversuchsspeicher zeigt, dass auch in einem angespannten Marktumfeld Nachfrage nach besonderen Objekten besteht. Entscheidend ist hierbei die Kombination aus Lage, Ausstattung und architektonischem Charakter gewesen.

Der Kornversuchsspeicher wurde 2023 mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichnet. Damit zählt er zu den prägnanten Gebäuden der Europacity. Für die weitere Entwicklung des Quartiers bleibt offen, welche konkreten Nutzungen sich langfristig etablieren. Die Flächen sind flexibel angelegt und können an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.

Quellen: konii-GmbH, Adler Group, DBZ

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