Das temporäre „Volksbad“ vor der Berliner Volksbühne ist bereits vollständig aufgebaut und mit Wasser gefüllt. Ab dem 7. August wird der Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte für mehrere Wochen zu einem kostenlosen Stadtbad mit Kunst- und Kulturprogramm.

Weitwinkelaufnahme der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit dem abgesperrten Aufbaugelände des temporären „Volksbads“ im Vordergrund.

Auf dem Rosa-Luxemburg-Platz entsteht derzeit das „Volksbad“, das ab dem 7. August als kostenloses Stadtbad und Kunstprojekt eröffnet werden soll. / ©Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Berlin ist und bleibt die Stadt für außergewöhnliche Kunstaktionen. Wer derzeit über den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte geht, erlebt einen ungewöhnlichen Anblick: Direkt vor der Volksbühne ist das angekündigte „Volksbad“ inzwischen nahezu vollständig aufgebaut.

Das 25 Meter lange Becken steht, Wasser füllt bereits die Anlage und zahlreiche Passantinnen und Passanten bleiben stehen, um Fotos von der außergewöhnlichen Installation zu machen. Noch ist das Bad für Besucherinnen und Besucher geschlossen, doch der offizielle Start der Kunst- und Kulturaktion rückt näher.

Mit dem „Volksbad“ eröffnet die Volksbühne unter ihrem neuen Intendanten Matthias Lilienthal ihre erste Spielzeit bewusst außerhalb des klassischen Theaterraums. Statt eines traditionellen Saisonauftakts soll der Vorplatz des Hauses für mehrere Wochen zu einem frei zugänglichen öffentlichen Begegnungsort werden.

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Berlin-Mitte: Vorplatz der Volksbühne wird ab 7. August zum öffentlichen Schwimmbad

Ab dem 7. August soll das temporäre Freibad offiziell geöffnet sein. Bis zum 1. Oktober verwandelt sich der Platz vor der Volksbühne in ein kostenlos nutzbares Stadtbad mit Liegebereich. Das 25-Meter-Becken soll dabei nicht nur zum Schwimmen einladen, sondern bewusst Fragen nach öffentlichem Raum, kultureller Nutzung und sozialer Infrastruktur aufwerfen.

Die Idee entstand aus der Inszenierung „Ophelia’s Got Talent“ der Choreografin Florentina Holzinger, bei der ein Schwimmbecken bereits Teil der Bühneninszenierung war. Nun wird dieses Motiv in den Stadtraum übertragen. Nach Angaben der Volksbühne versteht sich das Projekt zugleich als Einladung an die Nachbarschaft und als programmatischer Auftakt der neuen Intendanz.

Blick auf das provisorische Schwimmbecken des „Volksbads“ vor der Volksbühne in Berlin-Mitte während der Aufbauarbeiten mit Technik, Absperrungen und bereits gefülltem Becken.

Das temporäre „Volksbad“ vor der Berliner Volksbühne befindet sich in den letzten Vorbereitungen. Das 25 Meter lange Becken ist bereits aufgebaut und mit Wasser gefüllt. / ©Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Kostenlose Zeitfenster und Schwimmunterricht geplant

Der Zugang zum „Volksbad“ ist kostenlos. Allerdings erfolgt der Einlass über buchbare Zeitfenster, um die Besucherzahl zu steuern. Die ersten kostenlosen Tickets sollen ab 4. August online verfügbar sein, jeweils für zweistündige Aufenthalte.

Vorgesehen sind außerdem Angebote wie kostenloser Schwimmunterricht für Kinder sowie weitere öffentliche Aktionen rund um das Bad. Geöffnet sein soll das Volksbad dienstags, mittwochs, freitags und samstags von 12 bis 20 Uhr sowie donnerstags von 13 bis 21 Uhr.

Kunstinstallation sorgt bereits vor der Eröffnung für Aufmerksamkeit

Obwohl die Eröffnung noch aussteht, entwickelt sich die Installation bereits jetzt zu einem beliebten Fotomotiv, auch in den sozialen Medien kursieren Videos und Berichte über das Becken. Das vollständig errichtete Becken mit seinem bereits eingefüllten Wasser bildet einen ungewöhnlichen Kontrast zur monumentalen Architektur der Volksbühne und zieht zahlreiche Schaulustige an. Viele nutzen die Gelegenheit, die temporäre Umgestaltung des Rosa-Luxemburg-Platzes festzuhalten.

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Mit dem „Volksbad“ setzt die Volksbühne damit schon vor dem offiziellen Start ein sichtbares Zeichen für einen offenen Umgang mit dem öffentlichen Raum. Ob das Projekt tatsächlich zum neuen Treffpunkt des Berliner Sommers wird, dürfte sich ab dem 7. August zeigen. Aufmerksamkeit hat die ungewöhnliche Kunstaktion jedenfalls bereits jetzt auf sich gezogen.

Frontansicht der Berliner Volksbühne mit dem 25 Meter langen Schwimmbecken des temporären „Volksbads“ vor dem Haupteingang.

Das Schwimmbecken vor der denkmalgeschützten Volksbühne sorgt schon vor der Eröffnung für Aufmerksamkeit und verändert den Vorplatz sichtbar. / ©Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Berlin Volksbühne

Quellen: Visit Berlin, rbb, Denkmaldatenbank Berlin, Berlin Geschichte, Volksbühne Berlin

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10 Kommentare

  1. Dr. Heide Ellerbrock 29. Juli 2026 at 11:17 - Reply

    Ein guter Gedanke bei dieser Hitze, der aber Fragen aufwirft. Wer übernimmt die Kontrolle über die Wasserqualität, Chlor allein hilft dabei nicht? Zudem haben wir Wassermangel, sollen selbst individuell Wasser sparen, wie verträgt sich das mit diesem Schwimmbadgedanken? Wer nimmt bei Keimbelastung, nicht alle lassen sich durch Chlor abtöten, den Wasseraustausch statt? Gibt es Kontakt zum Lageso?

  2. M.Hillen 29. Juli 2026 at 12:24 - Reply

    Temporärer Happening Scheiß, der nicht nachhaltig ist und der Stadt nur Geld kostet. Gut fürs Stadtmarketing als unseriöse Hedonisten Metropole vielleicht, aber möchte man dieses längst überlebte Image wirklich komplett tot reiten? Mit Hitzeresilienmaßnahme oder Klimaverbesserung hat das im Ernst auch nichts zu tun. Vielleicht sollte man den Länderfinanzausgleich komplett abschaffen, um dem Berliner Wahnsinn ein erfrischendes und befreiendes Ende zu bereiten.
    Der öde Platz vor der Volksbühne könnte dauerhaft eine echte grüne Oase werden, mit einfachen aber schönen Brunnenanlagen und Wasserspielen, Sitzbänken im Schatten zahlreicher großer Bäume usw, usw.. – also ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität. Dafür Geld in die Hand zu nehmen wäre sinnvoller.

    • Hai 29. Juli 2026 at 21:45 - Reply

      Aha. Sich über den Wasserverbrauch beschweren aber dann mehrere Springbrunnen und wasserspiele fordern. Und zwar dauerhaft.
      Alles klar xD

    • Hai 29. Juli 2026 at 21:47 - Reply

      Ach so, wegen dem dämlichen Länderfinanzausgleich
      Wir brauche euch auch keinen gratis Strom aus unseren windrädern hier im Norden mehr geben
      Viel Spaß

  3. M.Hillen 30. Juli 2026 at 03:11 - Reply

    Was interessiert mich der Wasserverbrauch? Leben wir in der Wüste? Die neueste Sau, die da durchs Dorf getrieben wird (Wasserknappheit), die interessiert mich nicht. Mit „nicht nachhaltig“ meinte ich die Investition in einen temporären Happening-Scheiß!

    • Ewald Karl 30. Juli 2026 at 12:11 - Reply

      „Was interessiert mich der Wasserverbrauch? Leben wir in der Wüste? Die neueste Sau, die da durchs Dorf getrieben wird (Wasserknappheit), die interessiert mich nicht.“

      Wenn Sie solche Zukunftsthemen nicht interessieren, dann unterlassen Sie es doch einfach, trotzdem Ihre Meinung dazu zu posten.
      Hier ist ein Forum für an Städtebau und Zukunftsfragen interessierten Mitbürgern. Ihre negative Sicht auf alles Moderne haben wir inzwischen zur Kenntnis genommen, hier ist aber nicht der richtige Ort dafür.

      • M.Hillen 1. August 2026 at 06:54 - Reply

        Das Thema Wasserknappheit im Zusammenhang mit Brunnenanlagen und Schwimmbädern einer Millionenmetropole in Mitteleuropa zu diskutieren, ist gaga. Das Thema dient doch nur dazu -ähnlich wie das Klimathema – sachfremde und ideologische Politik auf Kosten der Bürger durchzusetzen. Deshalb die Panikmache. Werden Zukunftsthemen sachlich und ohne Ideologie diskutiert, bin ich durchaus aufgeschlossen. Alles andere ist halt nur „eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird“: unseriöse Panikmache, die dann zur Durchsetzung kopfloser, ideologischer Politik genutzt werden soll. Das Muster ist doch bekannt.
        Also: die Behauptung, wir könnten wegen Wasserknappheit in Berlin keine Brunnenanlagen und Schwimmbäder mehr betreiben, ist gaga.

      • M.Hillen 1. August 2026 at 11:13 - Reply

        Warum sagen Sie „Wir“, wenn Sie doch nur von sich selbst sprechen? Klingt irgendwie anmaßend.
        Also, wenn Sie nicht der König der Schafherde sind, sondern eine ganz normale Privatperson, dann sprechen Sie doch bitteschön von sich selbst nicht im Plural, sondern im Singular. Ist in heutigen, modernen Zeiten üblich…

  4. Mario 31. Juli 2026 at 21:01 - Reply

    Was das Ganze nun soll, erschließt sich mir nicht ganz.
    Klar, bei diesen Temperaturen ist eine Abkühlung sicher erholsam. Nur im hippen Bezirk Mitte ist wohl der überwiegende Teil derer, die davon einen Nutzen haben, nicht auf solch eine Einrichtung angewiesen.
    Vielleicht kann Kunst nicht alles erklären, ich halte diese Aktion für unglücklich gewählt.
    Da hätte man vieles andere machen können mit einem Mehrwert für die Theaterlandschaft.

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