Am Köpenicker Güterbahnhof können Bürgerinnen und Bürger eigene Projektideen für das neue Stadtquartier einreichen. Der Gebietsfonds stellt dafür 2026 insgesamt 20.000 Euro zur Verfügung. Ideen müssen bis zum 28. Februar 2026 eingereicht werden.

Ober- und unterhalb der Bahntrasse soll in Köpenick in den kommenden Jahren eines der wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte im Berliner Südosten realisiert werden. Rund 1.800 neue Wohnungen sollen auf dem Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs entstehen. / © Visualisierung: ADEPT & Karres en Brands mit PGT Umwelt und Verkehr
© Visualisierung Titelbild: ADEPT u. Karres en Brands
Im Entwicklungsgebiet rund um den ehemaligen Köpenicker Güterbahnhof sind Anwohnerinnen und Anwohner, Initiativen und lokale Akteure dazu aufgerufen, eigene Projektideen einzubringen.
Für das Jahr 2026 stellt der Gebietsfonds der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme insgesamt 20.000 Euro zur Förderung gemeinwohlorientierter und nachbarschaftlicher Projekte zur Verfügung. Ziel ist es, das entstehende Stadtquartier nicht nur baulich, sondern auch sozial und kulturell aktiv mitzugestalten.
Eigene Ideen für neues Quartier: Was ist der Gebietsfonds am Güterbahnhof Köpenick?
Der Gebietsfonds ist Teil der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme auf dem ehemaligen Güterbahnhofsgelände in Berlin-Köpenick. Auf dem Areal entsteht in den kommenden Jahren ein neues, gemischt genutztes Stadtquartier mit Wohnungen, sozialen Einrichtungen, Grünflächen und gewerblichen Nutzungen. Begleitend zur baulichen Entwicklung soll der Fonds Projekte unterstützen, die das nachbarschaftliche Miteinander stärken, lokale Netzwerke fördern und nachhaltige Impulse für das Quartier setzen.
Gefördert werden sollen nach Senatsangaben Vorhaben im Entwicklungsbereich selbst sowie in seiner unmittelbaren Umgebung. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 5.000 Euro. Antragsberechtigt sind Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende, Immobilieneigentümer, Vereine sowie weitere lokale Akteure, die ihre Projektidee im definierten Fördergebiet umsetzen möchten.
Neues Wohngebiet im Berliner Südosten: Projektideen bis Ende Februar 2026 einreichen
Projektideen für eine Förderung im Jahr 2026 müssen spätestens bis zum 28. Februar 2026 eingereicht werden, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen mitteilt. In einem ersten Schritt reicht eine Ideenskizze aus. Anschließend erfolgt eine Konkretisierung des Vorhabens in Abstimmung mit der genannten Senatsverwaltung als Fördermittelgeberin.
Ein zentraler Bestandteil des Auswahlverfahrens ist die Vorstellung der Projekte vor dem Gebietsbeirat. Diese Präsentation ist für den 15. April 2026 vorgesehen. Der Beirat bewertet die eingereichten Ideen anhand der festgelegten Förderziele und schlägt ausgewählte Projekte zur Förderung vor. Erst nach dieser Empfehlung wird das vollständige Antragsformular eingereicht und geprüft.
Güterbahnhof Köpenick: Klare Förderziele für gemeinwohlorientierte Vorhaben
Für die Auswahl der Projekte wurden strategische Ziele definiert. Dazu zählen insbesondere die Aktivierung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die Stärkung von Identifikation und Vernetzung im Quartier sowie die Förderung nachhaltiger und langfristig wirksamer Impulse.
Die Bewilligung der Mittel erfolgt dann auf Grundlage des Berliner Zuwendungsrechts gemäß den einschlägigen Regelungen der Landeshaushaltsordnung, wie es heißt. Interessierte Projektträgerinnen und Projektträger sollen nach Angaben der Projektverantwortlichen während des gesamten Prozesses beraten und unterstützt werden.
Berlin-Köpenick: Ideenaufruf des Senats zur Mitgestaltung eines neuen Stadtquartiers
Die Senatsverwaltung bietet Hilfe bei der inhaltlichen Ausarbeitung der Ideen ebenso wie bei der formalen Antragstellung an. Damit soll sichergestellt werden, dass auch kleinere Initiativen oder erstmalige Antragsteller eine realistische Chance auf Förderung haben.
Mit dem Ideenaufruf eröffnet sich für die Nachbarschaft die Möglichkeit, die Entwicklung des neuen Stadtquartiers am Köpenicker Güterbahnhof aktiv mitzuprägen. Neben der baulichen Transformation sollen damit soziale, kulturelle und ökologische Aspekte frühzeitig in den Fokus rücken. Der Gebietsfonds versteht sich als Instrument, um lokale Ideen sichtbar zu machen und die Identität des entstehenden Quartiers gemeinsam zu entwickeln.
Wer sich aktiv in der Gestaltung beteiligen möchte, kann dies hier tun.
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Senatskanzlei, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, mein Berlin, Gebietsfonds der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.





Das ist ein schönes Beispiel, weshalb echte Mitwirkung nicht funktioniert und nur symbolisch gewollt ist.
1. Erstmal sind Beträge ein Witz im Vergleich zu den gesamten Investitionssummen.
2. Dann konkret: Was sollen 5000 Euro für EIN Projekt nachhaltig bringen? Würden die Vorschläge Personal und Fläche erfordern, wären die Kosten für eine Stelle und eine Miete bereits nach einem Monat aufgebraucht.
3. Vergessen wird auch der Aufwand für die Bewerbung. Diese allein kann die Fördersumme von max. 5000 Euro pro Projekt schon übersteigen.
4. Zu guter letzt müssen die verwendeten Mittel für das Projekt entsprechend der Subventionsbedingungen buchhalterisch nachgewiesen und dokumentiert werden. Obwohl das bei verwendeten Steuergeldern eine nachvollziehbare Selbstverständlichkeit ist, kostet das auch zusätzlich Geld.
Im schlimmsten Fall werden die Bewerber und die Projektnehmer durch das Bezirksamt finanziell geschädigt. Staatliche Stellen fordern ja gern mal wegen fehlender Mittel wieder Gelder von Projekten mit den absurdesten Gründen zurück. Viele Baufirmen gehen z.B. auch pleite, weil staatliche Stellen oft nicht vertragsgemäß rechtzeitig zahlen. Das müsste dann gerichtlich geklärt werden. Warum soll das hier anders laufen?
Ergo: Es sind rausgeschmissene Gelder, die nur der symbolischen Beteiligung dienen. Sie werden Frust auf allen Seiten erzeugen und im schlimmsten Fall genau das Gegenteil dessen erreichen, worauf die ursprünglich gut gemeinte Ausschreibung abzielte.