In Hellersdorf wird Ende September das Jugendforschungszentrum „Helleum II“ eröffnet. Die Einrichtung ergänzt den Bildungscampus „Kastanie“ und soll Jugendlichen neue Möglichkeiten bieten, naturwissenschaftliche Themen forschend und praxisnah zu entdecken.

Auf dem Dach des „Helleum II“ befindet sich ein Observatorium, das mit Fernsteuerungstechnik ausgestattet ist und Himmelsaufnahmen direkt ins Gebäude überträgt. / © Foto: SPB | Foto: Pedro Becerra
© Fotos: SPB | Foto: Pedro Becerra
Am 26. September 2025 wird das Jugendforschungszentrum „Helleum II“ offiziell eröffnet. Mit dem Neubau entsteht in direkter Nachbarschaft zum Kinderforscherzentrum „Helleum“ ein weiterer Lernort, der die Bildungslandschaft in Hellersdorf erweitert. Während im Kinderforscherzentrum seit 2012 jährlich bis zu 5.000 Grundschulkinder experimentieren, richtet sich das „Helleum II“ an Jugendliche ab der siebenten Klasse. Träger ist die Stiftung Planetarium Berlin, die ihr Profil als Anbieter innovativer Bildungsangebote damit ausbaut.
Zur Eröffnung haben sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung angekündigt, darunter Bezirksstadtrat Stefan Bley, Staatssekretär Torsten Kühne und Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt. Ab dem 3. November 2025 öffnet das „Helleum II“ dann seine Türen für den regulären Betrieb.
Jugendforschungszentrum in Hellersdorf: Offene Räume, Dachobservatorium und Pendelturm
Das neue Gebäude ist als kompakter Baukörper mit Unterkellerung angelegt. Im Inneren befindet sich ein offener, zweigeschossiger Arbeitsbereich mit Galerieebenen, der Raum für Workshops, Forschungsarbeiten und Projekte bietet. Ergänzt wird das Ensemble durch einen Eingangsbereich mit Vorbau, und einen Fahrstuhl, der eine barrierefreie Nutzung ermöglicht. An der Südseite erhebt sich ein rund zehn Meter hoher Turm, in dem ein Foucaultsches Pendel installiert wurde. Hier können Jugendliche physikalische Experimente zu Erdrotation und Gravitation nachvollziehen.
Auf der Dachgeschossebene bietet das Gebäude eine Terrasse für Himmelsbeobachtungen und einen Dachgarten. Besonders im Mittelpunkt steht das Observatorium, das mit moderner Fernsteuerungstechnik ausgestattet ist. Aufnahmen von Sternen oder der Sonne können auf Bildschirme im Inneren übertragen werden. Damit können Kenntnisse der Astronomie vermittelt werden.
Finanzierung und Förderung des Neubaus: Städtebauförderung als Grundlage für das „Helleum II“
Finanziert wurde das „Helleum II“ vor allem aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung. Weitere Mittel kamen aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der DDR, aus dem Berliner Programm Wirtschaftsdienliche Maßnahmen sowie vom Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Insgesamt wurden so mehrere Millionen Euro investiert, um einen modernen Bildungsort zu schaffen.
Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt erklärte im Vorfeld, dass mit dem Projekt deutlich werde, wie durch Städtebauförderung neue Chancen für Bildung entstehen können. Mit dem „Helleum II“ würden nicht nur Räume für forschendes Lernen geschaffen, sondern auch der Wissenschafts- und Bildungsstandort Marzahn-Hellersdorf gestärkt.
Perspektive für die Zukunft: Zusammenarbeit und neue Lernchancen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf
Bezirksstadtrat Stefan Bley betonte, dass der Bildungscampus „Kastanie“ mit dem „Helleum II“ kontinuierlich gewachsen sei und nun eine Ausstrahlung über den Bezirk hinaus habe. Jugendliche könnten hier eigenständig und kreativ lernen und zugleich moderne Technik nutzen. Auch Staatssekretär Torsten Kühne hob hervor, dass die Verbindung von MINT-Fächern mit astronomischen Fragen besonders geeignet sei, um junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern.
Neben schulischen Projekten am Vormittag sind auch Angebote für Arbeitsgemeinschaften und Kooperationen mit Betrieben, Hochschulen und dem Wirtschaftskreis Marzahn-Hellersdorf vorgesehen. Damit soll das „Helleum II“ nicht nur Wissen vermitteln, sondern langfristig Brücken zwischen Schule, Wissenschaft und Wirtschaft schlagen.

Der zweigeschossige Arbeitsbereich im Inneren des „Helleum II“ ist als offene Lernwerkstatt gestaltet. Hier können Jugendliche im Team experimentieren und eigene Fragestellungen verfolgen. / © Foto: SPB | Foto: Pedro Becerra

Ein Foucaultsches Pendel im „Helleum II“ ermöglicht Experimente zur Erdrotation und Gravitation. Es ist im zehn Meter hohen Turm an der Südseite des Gebäudes installiert. / © Foto: SPB | Foto: Pedro Becerra
Quellen: Stiftung Planetarium Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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