In Strausberg wächst ein Unternehmen, dessen Produkte in der Mikroelektronik zum Einsatz kommen. Allresist erweitert seinen Stammsitz um neue Lager- und Büroflächen. Mitte September feierten Bauherr und GOLDBECK einen besonderen Termin auf der Baustelle.

Vertreter von Allresist und GOLDBECK feiern auf der Baustelle in Strausberg den Abschluss der Arbeiten an der Gebäudehülle. / © Foto: GOLDBECK
© Titelbild: GOLDBECK GmbH
Am Stammsitz von Allresist in Strausberg nimmt der nächste Erweiterungsbau Gestalt an. Mitte September 2026 feierten das Chemieunternehmen und GOLDBECK den Abschluss eines zentralen Bauabschnitts. Statt eines klassischen Richtfests sprach Allresist von einem „Dichtfest“ – aus einem einfachen baulichen Grund.
- Ort: Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland)
- Adresse des Neubaus: Lehmkuhlenring 15, 15344 Strausberg
- Projektstatus: Gebäudehülle geschlossen
- Fertigstellung: Dezember 2026
- Investition: rund 2,1 Mio. Euro für den Neubau; rund 3 Mio. Euro einschließlich Modernisierung des Bestands
Am Standort von Allresist entsteht ein Gebäude, das weit mehr als zusätzliche Lagerfläche schaffen soll. GOLDBECK plant und realisiert den Erweiterungsbau nach eigenen Angaben von der Konzeption bis zur Fertigstellung. Auf rund 1.150 Quadratmetern Außenfläche entstehen etwa 510 Quadratmeter Lager- und 216 Quadratmeter Bürofläche. Der Neubau ergänzt die bestehenden gewerblich genutzten Gebäude des Unternehmens in Strausberg.
Allresist-Neubau in Strausberg erhält spezielle Gefahrstofflager
Dabei unterscheidet sich das Projekt deutlich von einer gewöhnlichen Gewerbehalle. Allresist entwickelt und produziert sogenannte Photo- und E-Beam-Resists sowie Prozesschemikalien für die Mikroelektronik. Das Unternehmen besteht seit 1992 und fertigt seit 1999 am Standort Strausberg. Bereits 2013 und 2018 hatte Allresist seine Produktionsflächen erweitert.
Für die Chemikalien entstehen baulich abgetrennte Gefahrstofflagerbereiche. Sie müssen die Vorgaben der Gefahrstoffverordnung erfüllen. Hinzu kommen Einzelbüros und neue Gebäudetechnik. GOLDBECK setzt bei dem Neubau auf vorgefertigte Beton- und Stahlteile aus eigener Produktion und fügt diese nach einem systematisierten Bauprinzip vor Ort zusammen.
Rund drei Millionen Euro fließen in Neubau und bestehenden Standort
Die Investitionskosten für den Neubau liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Zusammen mit Modernisierungsarbeiten am Bestand summiert sich das Investitionsprojekt auf rund drei Millionen Euro. Allresist erklärt zudem, das Vorhaben ohne Fremdkredite und mit Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg zu finanzieren.
Allresist bezeichnete die Feier am 15. September bewusst als „Dichtfest“. Da die moderne Industriehalle keinen klassischen hölzernen Dachstuhl erhält, stand nicht der traditionelle Richtkranz im Mittelpunkt, sondern die inzwischen geschlossene und wetterfeste Gebäudehülle. Die schlüsselfertige Übergabe durch GOLDBECK ist nach den veröffentlichten Projektangaben für Dezember 2026 vorgesehen.
Damit wächst ein seit Jahrzehnten bestehender Industriestandort im östlichen Berliner Umland weiter. Auch andernorts nimmt die industrielle Entwicklung in der Region zu. In Grünheide und Köpenick plant Tesla weitere Produktionsschritte; zudem beschäftigt sich die Region um Fürstenwalde mit neuen Gewerbe- und Industrieflächen.
Allresist: Erweiterungsbau in Strausberg
Quellen: GOLDBECK GmbH, Allresist GmbH
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