Der Bundestag stellt Millionen für die Sanierung von Sportstätten in Berlin bereit. 19 Standorte profitieren, vor allem in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Jahnsportpark (Prenzlauer Berg)
Sportanlage Monumentenstraße (Tempelhof-Schöneberg)
Sportanlage Gößweinsteiner Gang (Kladow)
Sporthalle Hatzfeldtallee (Reinickendorf)
Kunstrasenplatz an der Ollenhauerstraße (Reinickendorf)
Hans-Rosenthal-Sportanlage (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Sportanlage Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf)
Julius-Hirsch-Sportanlage (Charlottenburg-Wilmersdorf)

© Titelbild: Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY 4.0

Der Bund stellt neue Fördermittel für die Sanierung von Sportstätten bereit. Die Sportmilliarde ist ein Förderprogramm des Bundes, das bis zu einer Milliarde Euro bis 2029 für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten in Deutschland bereitstellt. Auch Berlin profitiert. 19 Anlagen erhalten insgesamt 16 Millionen Euro aus dem Programm. Der Schwerpunkt liegt im Westen der Stadt. Für Bezirke eröffnet sich damit die Chance, lange geplante Projekte umzusetzen.

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Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Mittel im Rahmen eines bundesweiten Förderprogramms freigegeben. Kommunen konnten sich mit konkreten Projekten bewerben. Die Auswahl erfolgte nach Kriterien wie baulichem Zustand, Nutzungsintensität und Bedeutung für den Breitensport. Berlin konnte sich mit 19 Projekten durchsetzen und gehört damit zu den stärker berücksichtigten Städten.

Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf konzentriert sich ein großer Teil der Förderung. Vor allem im Ortsteil Westend profitieren mehrere Anlagen. Dazu zählen die Hans-Rosenthal-Sportanlage, die Sportanlage Westend und die Julius-Hirsch-Sportanlage. Bezirksvertreter gehen davon aus, dass sich damit dringend notwendige Modernisierungen umsetzen lassen, die bislang an fehlenden Mitteln gescheitert sind.

Das Bild zeigt die Julius-Hirsch-Sportanlage in Westend, auf der schon erste Baufahrzeuge stehen.

Die Sanierung der Julius-Hirsch-Sportanlage in Westend wird mit Mitteln aus dem Förderprogramm Sportmilliarde unterstützt. / © Foto: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0 1.0

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Berlin: Diese Sportstätten bekommen Fördermittel

Auch in anderen Bezirken fließen Mittel in konkrete Projekte. In Reinickendorf betrifft das unter anderem einen Kunstrasenplatz an der Ollenhauerstraße. Weitere Maßnahmen verteilen sich zum Beispiel auf Anlagen in Wedding, Moabit und Frohnau. Die Förderung deckt dabei unterschiedliche Bauaufgaben ab. Dazu gehören die Erneuerung von Spielfeldern, die Sanierung von Umkleiden und die Modernisierung technischer Infrastruktur.

Für die Sanierung der Flatow-Sporthalle in Kreuzberg gibt es 2,5 Millionen Euro. Für die Sporthalle Hatzfeldtallee in Reinickendorf werden knapp 2 Millionen Euro bereitgestellt. Rund 1,4 Millionen Euro fließen in die Sportanlage Gößweinsteiner Gang in Kladow.

Fördermittel: 1,4 Mio. Euro für Jahnsportpark

Auch Tempelhof-Schöneberg freut sich über fast 1 Million Euro Förderung. Für die Sanierung der Sportanlage Monumentenstraße werden 2,2 Millionen Euro gebraucht. Davon werden nun 990.000 Euro aus Bundesmitteln bereitgestellt, die restlichen Mittel stammen aus Eigenmitteln des Bezirks.

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Ein größeres Einzelprojekt liegt im Prenzlauer Berg. Der Jahnsportpark erhält knapp 1,4 Millionen Euro zusätzliche Mittel. Dort plant die Stadt neben Sanierungsarbeiten auch eine Weiterentwicklung des Standorts. Ziel ist es, die Anlage langfristig für verschiedene Sportarten nutzbar zu machen und die Kapazitäten zu erweitern.

Die Darstellung zeigt das geplante Stadion im Jahnsportpark Berlin mit gefüllten Tribünen, Leichtathletikanlage und Blick auf das Spielfeld aus Zuschauerperspektive.

Die Visualisierung zeigt den Innenraum des neuen Stadions im Jahnsportpark mit Tribünen, Laufbahn und Zuschauern während einer Sportveranstaltung. / © Visualisierung: O+M Architekten GmbH

Sanierungsbedarf bei Berliner Sportanlagen groß

Die neuen Mittel treffen auf einen erheblichen Investitionsbedarf. Viele Sportanlagen in Berlin stammen aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Entsprechend hoch ist der Verschleiß. Bezirke melden seit Jahren einen wachsenden Sanierungsstau. Schätzungen gehen davon aus, dass mehrere hundert Millionen Euro nötig wären, um alle Anlagen in einen zeitgemäßen Zustand zu bringen.

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Hinzu kommt der steigende Nutzungsdruck. Berlin wächst, gleichzeitig nutzen immer mehr Menschen Sportangebote im öffentlichen Raum. Schulen, Vereine und Freizeitsportler teilen sich häufig dieselben Flächen. Wenn Anlagen nicht saniert werden, fallen sie teilweise ganz aus oder können nur eingeschränkt genutzt werden.

Bedeutung der Förderung für Sportstätten in Berlin

Die aktuellen Fördermittel sollen gezielt einzelne Engpässe lösen. Bezirke können Projekte vorziehen, die bereits geplant sind, aber bislang nicht finanziert werden konnten. Dazu zählen vor allem Maßnahmen, die Sicherheit, Nutzbarkeit und Energieeffizienz verbessern.

Gleichzeitig bleibt die Förderung ein Baustein unter vielen. Die Nachfrage nach Mitteln übersteigt das Angebot deutlich. Aus Berlin gingen deutlich mehr Bewerbungen ein, als berücksichtigt werden konnten. Bezirke erwarten deshalb weitere Förderungen in den kommenden Jahren. Ziel bleibt es, die Sportinfrastruktur schrittweise zu modernisieren und langfristig zu sichern.

Quellen: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Tagesspiegel, BR24, rbb24

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