Die Hamburger Hochbahn AG hat im Jahr 2025 nahezu eine Milliarde Euro in den Ausbau und die Modernisierung des ÖPNV investiert. Während Fahrgastzahlen und Betrieb auf Rekordniveau bleiben, treibt das Unternehmen zentrale Infrastrukturprojekte, die Elektrifizierung der Flotte und neue digitale Angebote voran.

Hamburgs Busse befinden sich aktuell in einem umfassenden Wandel hin zu einem zunehmend elektrifizierten und zugleich flexibler aufgestellten Nahverkehrssystem. / © Foto: HOCHBAHN
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Hamburg setzt weiter auf einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Die Hamburger Hochbahn AG hat im Jahr 2025 insgesamt 938,5 Millionen Euro brutto investiert – so viel wie nie zuvor.
Die Nachfrage bleibt hoch: Mehr als 552 Millionen Fahrgäste nutzten U-Bahn und Busse im vergangenen Jahr. Parallel wächst der Druck, Infrastruktur und Fahrzeuge an die steigenden Anforderungen anzupassen.
Schwerpunkt auf U-Bahn-Ausbau und Fahrzeugflotte
Ein erheblicher Teil der Mittel floss in den Ausbau des U-Bahn-Netzes sowie neue Fahrzeuge. Rund 322 Millionen Euro gingen in Neubauprojekte, weitere 260 Millionen Euro in die nächste Fahrzeuggeneration DT6. Damit werden ältere Züge schrittweise ersetzt und Kapazitäten für wachsende Fahrgastzahlen geschaffen.
Auch die Projekte im U-Bahn-Netz – darunter die Linien U5 und U4 – gelten als zentrale Bausteine der künftigen Netzentwicklung.

So könnte die neue U5-Station am Volkspark künftig aussehen. Die geplante Haltestelle soll Teil der westlichen U5-Verlängerung Richtung Lurup und Osdorf werden. / © Visualisierung: HOCHBAHN
Elektrifizierung und neue Betriebshöfe
Im Busbereich standen vor allem der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Umstellung auf emissionsarme Antriebe im Mittelpunkt. Insgesamt wurden 180,6 Millionen Euro investiert. Bereits 39 Prozent der Busflotte fahren elektrisch, zusätzlich kommen alternative Kraftstoffe wie HVO zum Einsatz.
Parallel entstehen neue Betriebshöfe, darunter der vollständig auf E-Busse ausgerichtete Standort Meiendorf. Auch die digitale Verknüpfung des Angebots schreitet voran, etwa über die hvv switch App.

Ab Sommer 2026 bedienen 130 E-Busse vom neuen HOCHBAHN-Standort Meiendorf vor allem den Hamburger Nordosten. / © Visualisierung: HOCHBAHN
Infrastrukturprojekte im gesamten Stadtgebiet
Zahlreiche Großvorhaben prägen den Ausbau des Netzes. Neben der U5 entstehen neue Haltestellen, etwa im Zuge der Verlängerung der U3. Gleichzeitig werden bestehende Anlagen modernisiert und barrierefrei ausgebaut.
Mittlerweile sind 96 Prozent der Stationen entsprechend zugänglich. Auch neue Betriebshöfe für Busse und die Integration autonomer Shuttle-Projekte im Rahmen des ALIKE-Programms gehören zur langfristigen Strategie.

Die Haltestelle der U3, Fuhlsbuettler Straße, ist als helle, nach oben geöffnete Anlage konzipiert. / © Visualisierung: HOCHBAHN
Sicherheit, Digitalisierung und Resilienz
Neben dem Ausbau der Infrastruktur rücken digitale Anwendungen und Sicherheitskonzepte stärker in den Fokus. Die Präsenz der HOCHBAHN-WACHE wurde zuletzt ausgebaut, ergänzend kommen Bodycams und KI-gestützte Analysesysteme zum Einsatz.
Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an seiner Krisenfestigkeit angesichts geopolitischer und klimatischer Risiken. Auch internationale Nachhaltigkeitsbewertungen bestätigen die strategische Ausrichtung auf klimafreundliche Investitionen.
Quellen: Hamburger HOCHBAHN
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