Das traditionsreiche Galeria-Kaufhaus am Alexanderplatz bleibt vorerst erhalten. Eigentümer Commerz Real und der Handelskonzern Galeria haben den Mietvertrag bis Ende August 2026 verlängert. Damit ist das drohende Aus zum Jahresende abgewendet, und auch die Debatte um einen möglichen Umzug der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) in das Gebäude erhält neuen Schwung.
Visualisierung vom ZLB und Galeria Gebäude beleuchtet.

Das Galeria-Kaufhaus am Alexanderplatz bleibt bis August 2026 geöffnet. Damit erhält auch die Diskussion über einen möglichen Umzug der Zentral- und Landesbibliothek neuen Auftrieb. / © Visualisierung: Commerz Real

© Foto Titelbild: Pixabay

 

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Das Kaufhaus Galeria am Alexanderplatz wird nicht wie zunächst befürchtet Anfang kommenden Jahres schließen. Eigentümer Commerz Real und der Galeria-Konzern einigten sich auf eine Verlängerung des Mietvertrags bis zum 31. August 2026. Die Vereinbarung wurde am Montagabend unterzeichnet. Damit bleibt auch die Zukunft der rund 350 Beschäftigten vorerst gesichert.

Die Vertragspartner erklärten, dass sie den Standort in den kommenden Monaten weiterentwickeln wollen. Ziel sei ein „lebendiges Zentrum aus Handel und Kultur“. Die Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete die Verlängerung als wichtigen Zwischenschritt. Sie betonte, dass damit Zeit gewonnen werde, um eine nachhaltige Gesamtlösung für den Standort zu entwickeln.

Diskussion um Mischnutzung mit der ZLB: Verlängerter Mietvertrag als Voraussetzung für Umzug

Teil der Gespräche ist weiterhin eine mögliche Mischnutzung des Gebäudes mit der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB). Der Eigentümer Commerz Real hatte bereits ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Bisher scheiterte eine Zusammenführung der ZLB-Standorte in Mitte und Kreuzberg an der Finanzierung.

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Wirtschaftssenatorin Giffey machte deutlich, dass eine Verlängerung des Mietvertrags Voraussetzung sei, um ernsthaft über einen möglichen Umzug zu sprechen.

Ursprüngliche Schließungspläne abgewendet: Galeria Kaufhof am Alexanderplatz bleibt mindestens noch zwei Jahre geöffnet

Die Verhandlungen zwischen Galeria und Commerz Real hatten sich zunächst schwierig gestaltet. Der Eigentümer hatte zwischenzeitlich eine zusätzliche Zahlung in Millionenhöhe für die Beseitigung von Baumängeln gefordert. Nach einem Spitzengespräch mit dem Senat Anfang September verzichtete Commerz Real jedoch auf diese Forderung.

Mit der nun erzielten Einigung bleibt das Warenhaus mindestens zwei weitere Jahre geöffnet. Ob der Standort langfristig als Kaufhaus erhalten bleibt oder künftig eine Mischnutzung aus Einzelhandel und Kultur entsteht, soll in den kommenden Monaten entschieden werden.

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Quellen: RBB, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel

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