Im Wilhelmsburger Rathausviertel entsteht ein neues Wohnhaus mit 52 Wohnungen. Besonders ist vor allem die ungewöhnliche Form des Gebäudes, das sich an das Grundstück anpasst. 2027 soll der Bau beginnen.

GROPYUS: 52 Wohnungen im Wilhelmsburger Rathausviertel
GROPYUS und die INP-Gruppe planen auf Baufeld 17 ein Wohn- und Gewerbegebäude mit 52 Wohnungen in serieller Holzbauweise.

 © Titelbild: GROPYUS

 

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Im Wilhelmsburger Rathausviertel nimmt das nächste Wohnprojekt konkrete Formen an. Auf einem ungewöhnlich zugeschnittenen Grundstück will GROPYUS zeigen, dass serieller Holzbau nicht zwangsläufig rechteckige Gebäude hervorbringen muss. Zugleich markiert das Vorhaben den Eintritt des Unternehmens in den Hamburger Markt.

  • Bezirk: Hamburg-Mitte
  • Standort: Baufeld 17, Südseite der Mengestraße, östlich des alten Wilhelmsburger Rathauses
  • Wohnungen: 52
  • Geschosse: fünf bis sieben Vollgeschosse
  • Baubeginn: 2027 geplant

Die INP-Gruppe und GROPYUS hatten sich bereits Ende 2025 gemeinsam im Vergabeverfahren der IBA Hamburg für das Baufeld 17 durchgesetzt. Seitdem hat sich die Planung verändert. Ursprünglich nannten INP und IBA 47 Wohnungen und rund 6.200 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Nach dem aktuellen Planungsstand von GROPYUS sind nun 52 Wohnungen auf rund 5.850 Quadratmetern vorgesehen. Das Unternehmen tritt bei dem Projekt als Generalübernehmer auf.

Das Grundstück liegt an der Südseite der Mengestraße und direkt östlich des alten Wilhelmsburger Rathauses. Die IBA hatte für Baufeld 17 ursprünglich eine Fläche von rund 2.300 Quadratmetern sowie Mehrfamilienhäuser mit Gewerbe im Erdgeschoss vorgesehen. Das Grundstück wird nicht verkauft, sondern im Erbbaurecht vergeben.

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GROPYUS plant in Wilhelmsburg erstmals seriellen Holzbau über Eck

Eine Besonderheit ist die Form des Neubaus. GROPYUS setzt sein modulares Bausystem hier erstmals für eine nicht rechtwinklige Gebäudegeometrie ein. Das soll ermöglichen, die besondere Form des Grundstücks besser auszunutzen. Geplant sind drei miteinander verbundene Gebäudeteile mit fünf bis sieben Vollgeschossen.

Das Wohnangebot richtet sich dabei nicht nur an eine Zielgruppe. Vorgesehen sind Familienwohnungen, barrierefreie Wohnungen, Apartments für Studierende und Senioren sowie eine betreute Wohngruppe für junge Menschen. Im Erdgeschoss sollen ein Café und weitere Gewerbeflächen entstehen. Damit soll sich der Neubau auch zur Mengestraße und zum künftigen Quartier öffnen.

Effizienzhaus 40, begrünte Fassaden und mehr als 140 Fahrradplätze

GROPYUS setzt auf eine weitgehend digitalisierte Planung und industrielle Vorfertigung. Holz bildet den zentralen Baustoff des Systems. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen, begrünte Fassaden und eine Regenwassernutzung. Das Gebäude soll den Standard Effizienzhaus 40 erreichen. Für den Radverkehr sind mehr als 140 Stellplätze vorgesehen.

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Der Standort passt damit in die Ziele des Wilhelmsburger Rathausviertels. Das rund 32 Hektar große Gebiet wird von der IBA Hamburg entwickelt und dient als erstes Modellquartier für den neuen Hamburg-Standard. Dieser soll durch angepasste Baustandards, andere Materialentscheidungen und effizientere Planungsabläufe die Kosten im Wohnungsbau senken.

Wilhelmsburger Rathausviertel soll rund 1.900 Wohnungen erhalten

Im gesamten Rathausviertel sind nach aktuellem Stand rund 1.900 Wohnungen sowie Gewerbe, soziale Einrichtungen, Kitas und Sportangebote vorgesehen. Das Quartier schließt nördlich an die Wilhelmsburger Mitte und den Inselpark an. Gemeinsam mit dem Elbinselquartier und dem Spreehafenviertel gehört es zur großräumigen Entwicklung der Wilhelmsburger Achse.

Die Erschließung des Rathausviertels läuft bereits. Der offizielle Spatenstich fand im November 2025 statt. Zuvor hatte die Verlegung der ehemaligen Wilhelmsburger Reichsstraße große Flächen für die neue Bebauung freigemacht. Das erste konkrete Wohn- und Kita-Projekt „WILLIE“ entsteht auf einem benachbarten Baufeld im Quartier.

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Für GROPYUS und die INP-Gruppe soll der Hochbau auf Baufeld 17 im Jahr 2027 beginnen. Einen Termin für die Fertigstellung haben die Unternehmen bislang nicht genannt.

 

Quellen: GROPYUS, INP-Gruppe, IBA Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg

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