Der Senat beschließt den neuen „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“: Mehr Wohnungen, ein Innovationscampus am S-Bahnhof und gesicherte Industrieflächen sollen Berlin zukunftsfähig machen.

Auf dem Gelände von Siemensstadt Square laufen bereits die Bauarbeiten. Bis 2027 soll hier in einem ersten Bauabschnitt ein Innovationscampus entstehen, der den Auftakt des neuen Quartiers bildet. / © Visualisierung: Siemens AG, Greenbox Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper
© Titelbild: SIEMENS AG
Berlin bekommt einen aktualisierten Rahmenplan für die Entwicklung der Siemensstadt. Der Senat von Berlin hat den „Rahmenplan Siemensstadt Square 2026“ beschlossen, der den bisherigen Plan aus dem Jahr 2021 ersetzt. Hintergrund sind veränderte städtebauliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Abstimmungen mit der Siemens AG.
Der neue Plan sieht unter anderem eine Erhöhung des Wohnanteils, eine Reduzierung der Büroflächen im Kernbereich und die Sicherung industrieller Nutzungen vor. Gleichzeitig werden Grün- und Freiflächen neu konzipiert und der Innovationscampus neu ausgerichtet.
Fast 4.000 Wohnungen, eine neue Schule und ein Innovationscampus: Das ist geplant
Der Rahmenplan ermöglicht die Schaffung von rund 3.750 Wohnungen. Damit will Berlin auf die angespannte Wohnsituation reagieren und die Grundlage für zügige Baurechtsverfahren schaffen. Auch eine neue Grundschule östlich der S-Bahntrasse ist vorgesehen, deren Bau Anfang 2027 beginnen soll. Damit wird die Bildungsinfrastruktur frühzeitig in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt gesichert.
Gleichzeitig wird die industrielle Nutzung südlich der Nonnendammallee langfristig gesichert. Die Fläche ist vollständig für industrielle Zwecke reserviert, um bestehende Betriebe zu stärken und Raum für Innovation zu schaffen. Der Rahmenplan legt außerdem fest, dass der Innovationscampus künftig auf das Umfeld des neuen S-Bahnhofs konzentriert wird. Ziel ist die Bündelung von Unternehmen, Forschung und Startups, um digitale und technologische Kompetenzen in einem leistungsfähigen Ökosystem zu verbinden.
Siemensstadt Square wird Wohn-, Arbeits- und Innovationsstandort
Die städtebauliche Neuplanung erfolgte in enger Abstimmung mit Ortner & Ortner Baukunst, dem Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs von 2020, sowie mit dem Bezirk Spandau und beteiligten Fachressorts. Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, betont, dass Wohnen, Arbeiten und Bildung nun eng zusammenrücken. Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, unterstreicht das klare Bekenntnis zur Industrie und die Entwicklung eines modernen Innovationsstandorts für Berlin.
Mit dem neuen Rahmenplan ist der Weg geebnet, Siemensstadt Square als Wohn-, Arbeits- und Innovationsstandort zugleich zu stärken und die industrielle Zukunft Berlins konkret zu gestalten.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Siemens AG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Greenbox Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper, Berlin Bauboom, Berliner Wasserbetriebe, Zukunftsorte Berlin
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