In Adlershof beginnt Ende März der Umbau der Radickestraße. Ziel ist es, sichere Schulwege zu schaffen und den Radverkehr neu zu ordnen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende Juni und bringen zeitweise Einschränkungen mit sich.

© Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0

 

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In Berlin-Adlershof beginnt in der nächsten Woche der Umbau der Radickestraße. Die Maßnahme ist Teil des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren und Quartiere“, mit dem das Umfeld der Dörpfeldstraße seit mehreren Jahren weiterentwickelt wird. Das gesamte Umfeld ist von Wandel geprägt, denn auch der Umbau der Dörpfeldstraße ist bereits vorgesehen.

Auf der rund 950 Meter langen Straße wird schon seit längerem gebaut. Bereits im Frühjahr 2025 starteten Arbeiten zur Erweiterung des Hochspannungsnetzes. Nun folgt die Anpassung der Verkehrsführung.

Verkehrsorganisation in Adlershof: Fahrradstraße und Mischverkehr in zwei Abschnitten

Zentraler Bestandteil des Umbaus ist die Gestaltung der Radickestraße. Zwischen Zinsgutstraße und Nipkowstraße wird künftig eine Fahrradstraße eingerichtet. Dort erhält der Radverkehr Vorrang, während motorisierter Verkehr nur noch für Anliegende zugelassen ist. Durchgangsverkehr soll in diesem Abschnitt entfallen.

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Im Bereich zwischen Adlergestell und Nipkowstraße bleibt Mischverkehr bestehen. Autos, Busse und Fahrräder teilen sich weiterhin die Fahrbahn. Dieser Abschnitt behält damit seine Bedeutung als Verkehrsachse, unter anderem für die BVG Buslinien 162 und 164.

Schulwegsicherheit an der Anna-Seghers-Schule: Umbauten im direkten Umfeld der Bildungseinrichtung

Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Vor der Anna-Seghers-Schule wird der bestehende Zebrastreifen durch eine Gehwegvorstreckung ergänzt. Dadurch verengt sich die Fahrbahn, was niedrigere Geschwindigkeiten begünstigen soll, während sich zugleich die Querungsstrecke verkürzt.

Zusätzlich ist ein Drängelgitter geplant, das Kinder gezielt über den Überweg führen soll. Ergänzend werden Fahrradbügel installiert. Darüber hinaus wird die Bushaltestelle „Radickestraße/Nipkowstraße“ einseitig barrierefrei ausgebaut, und mehrere Bordsteine werden abgesenkt.

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Auswirkungen im Quartier: Abschnittsweise Sperrungen und Umleitungen bis Ende Juni 2026

Die Bauarbeiten sollen bis zum 30. Juni 2026 andauern und erfolgen in drei Bauabschnitten. Dabei kommt es zeitweise zu halbseitigen sowie vollständigen Sperrungen einzelner Abschnitte. Besonders während Asphaltarbeiten wird die Straße abschnittsweise nicht befahrbar sein.

Während der Bauzeit bleiben Gehwege nutzbar, und alle Grundstücke sind weiterhin zu Fuß erreichbar. Rettungsfahrzeuge können die Baustelle jederzeit passieren, Lieferverkehre müssen jedoch ausweichen. Die zuständige Bezirksstadträtin Claudia Leistner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) ordnet die Maßnahme als Teil der städtebaulichen Entwicklung ein und betont, dass insbesondere sichere Schulwege im Bezirk Priorität hätten.

 

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Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick

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3 Kommentare

  1. Chris Da 27. März 2026 at 15:44 - Reply

    Zebrastreifen und Gehwegvorstreckung sind schon mal gut.

    Könnte mit Tempo 30 und Spandauer Kissen („Bat op Bumper“ in NL) ergänzt werden.

  2. Martina 27. März 2026 at 19:54 - Reply

    Verkehrssicherheit geht vor! Gerade, wenn Kinder betroffen sind.

    Tempo 30 ist schon zu viel.

  3. 41er 31. März 2026 at 07:10 - Reply

    Schön, dass Maßnahmen getroffen werden. Mir gehen diese nicht weit genug, denn am Zebrastreifen muss auch noch gehalten werden, das mit dem Vorrang für Radfahrende auf der Fahrradstraße klappt auch nicht so gut und das Durchfahrtsverbot wird quasi nie beachtet. Ohne Modalfilter bringen die einfach nicht viel. Im Umfeld von Schulen sollte grundsätzlich eine verkehrsberuhigte Zone sein. Ich verstehe nicht, warum der Autoverkehr über allem steht.

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