Am Frankfurter Hauptbahnhof und an weiteren wichtigen Verkehrsknotenpunkten soll die Sicherheit spürbar verbessert werden. Stadt, Polizei, Deutsche Bahn und VGF haben dazu eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen, die gemeinsame Maßnahmen festschreibt.

Die Stadt Frankfurt will gemeinsam mit Polizei, Bahn und VGF die Kriminalität eindämmen und das Sicherheitsgefühl an Hauptbahnhof, Konstablerwache, Hauptwache und in Höchst stärken. / © Foto: IMAGO
© Fotos: IMAGO
Am Montag, 1. September, haben die Stadt Frankfurt am Main, die Deutsche Bahn, die Landes- und Bundespolizei sowie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Hauptbahnhof, im Bahnhofsviertel und an weiteren zentralen Stationen wie Konstablerwache, Hauptwache und Frankfurt-Höchst zu verbessern.
Die beteiligten Partner wollen mit verstärkten Sicherheitsstreifen, engerer Abstimmung und regelmäßigen Auswertungen ihrer Einsätze auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Damit soll nicht nur die objektive Sicherheit steigen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Reisenden und Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden.
Waffenverbotszonen und Videoüberwachung: Frankfurt setzt auf gemeinsame Verantwortung an zentralen Orten
Für die Deutsche Bahn ist der Frankfurter Hauptbahnhof ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt mit fast einer halben Million Reisenden pro Tag. Nach Angaben von DB-Landeschef Klaus Vornhusen solle die neue Vereinbarung ein klares Signal sein, die Sicherheit im und um den Bahnhof gemeinsam zu entwickeln.
Auch Oberbürgermeister Mike Josef betonte, dass nicht allein der Hauptbahnhof im Mittelpunkt stehe. Auch weitere zentrale Orte der Stadt sollten profitieren. Er verwies auf bereits umgesetzte Maßnahmen wie die Waffenverbotszone oder die verstärkte Videoüberwachung. Mit der neuen Vereinbarung gehe die Stadt nun einen weiteren Schritt in Richtung mehr Ordnung und Aufenthaltsqualität.
Bahnhofsviertel in Frankfurt: Polizei setzt auf Abschreckung und Präsenz
Innenminister Roman Poseck unterstrich, dass die Vereinbarung Teil einer umfassenden Sicherheitsstrategie sei. Ziel sei es, das Bahnhofsviertel unattraktiv für Straftäter zu machen und seine Rolle als bundesweiter Anziehungspunkt für Drogenkriminalität zurückzudrängen. Dafür sei es notwendig, dass alle beteiligten Akteure eng zusammenarbeiten.
Auch die Bundespolizei sieht in der Kooperation eine wichtige Grundlage. Behördenleiter Rocco Stein machte deutlich, dass abgestimmtes Handeln die Präsenz an neuralgischen Punkten sichtbar erhöhen und Reaktionen auf Störungen beschleunigen werde. Damit solle auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Institutionen gestärkt werden.
Sicherheit als Grundvoraussetzung für Mobilität: Kooperationsvereinbarung in Frankfurt gilt zunächst für drei Jahre
Ordnungsdezernentin Annette Rinn erklärte, dass Sicherheit zu den zentralen Anliegen der Bevölkerung zähle. Sie begrüßte, dass die Zusammenarbeit aller Partner nun noch weiter intensiviert werde. Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert hob hervor, dass die wachsende Stadt nur mit einem attraktiven und sicheren Nahverkehr zukunftsfähig bleibe. Wer neue Fahrgäste gewinnen wolle, müsse ein Umfeld schaffen, in dem sich Menschen ebenso sicher fühlten wie im privaten Auto.
Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für drei Jahre. Anschließend verlängert sie sich automatisch, sofern keine der beteiligten Parteien Änderungen fordert. Damit wollen die Verantwortlichen den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit zur Stärkung von Sicherheit und Aufenthaltsqualität an den zentralen Verkehrsknotenpunkten Frankfurts legen. Inwieweit die vereinbarten Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen, bleibt zunächst abzuwarten.
Quellen: Stadt Frankfurt am Main
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.



