Während viele Großstädte den Radverkehr stärken, geht Berlin einen anderen Weg. Mit dem Rückbau von Radwegen in der Kantstraße (Charlottenburg-Wilmersdorf) und Unter den Eichen (Steglitz-Zehlendorf) setzt der Berliner Senat verkehrspolitische Signale, die weit über die beiden Projekte hinausreichen. Warum diese Projekte ein Symbol für die aktuelle Verkehrspolitik geworden sind.

Seit 2020 gehört der geschützte Radweg in der Kantstraße zum Berliner Radverkehrsnetz. Nun ist eine neue Verkehrsführung geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Foto Titelbild: Depositphotos.com
Man könnte fast meinen, kurz vor ihrer drohenden Abwahl als Berliner Verkehrssenatorin möchte Ute Bonde den Berlinerinnen und Berlinern noch zwei Verkehrsprojekte hinterlassen, die ganz im Sinne der Autofahrerinnen und Autofahrer sind.
Auffällig ist es jedenfalls, dass mit den Vorhaben Unter den Eichen (Steglitz-Zehlendorf) und Kantstraße (Charlottenburg-Wilmersdorf) fast zeitgleich zwei umstrittene Radwegprojekte eingestampft werden, so kurz bevor die Berliner Stadtbevölkerung wieder an die Wahlurnen gebeten werden.
Unter den Eichen und Kantstraße: Berliner Senat beerdigt zwei Radwege
Dass die Bilanz der schwarzroten Regierungskoalition bei der Schaffung neuer Radweginfrastruktur, gelinde gesagt, überschaubar ist, ist keine neue Information. Dass nun allerdings bereits bestehende, für teures Geld umgesetzte Radwege zurück gebaut werden, um mehr motorisierten Verkehr auf die Straße zu bringen, ist im europaweiten Vergleich schon eine Besonderheit. Allerdings keine, auf die man als Berliner sonderlich stolz sein kann.
Begründet wurde das Vorgehen beim Radweg Unter den Eichen unter anderem damit, dass der Busverkehr darunter leide, sich die Fahrspur mit den Autofahrerinnen und Autofahrern teilen zu müssen.
Unter den Eichen in Lichterfelde: Warum dürfen Busse und Taxis den Radweg nicht nutzen?
Statt nun auf eine pragmatische Lösung zu setzen und den Radweg künftig mit Bus- und Taxifahrern zu teilen, wie es etwa am Kurfürstendamm praktiziert wird, wird der nur wenige Jahre alte Radfahrstreifen wieder gänzlich umgewidmet.
Die Fahrradfahrer hingegen machen einen deutlichen Rückschritt, sollen sich ihre Fahrspur zukünftig mit den Fußgängerinnen und Fußgängern teilen, die auf dem schmalen Gehweg am Botanischen Garten entlanglaufen; ein Verkehrskonzept, dass den Geist der 1970er Jahre zu atmen scheint.

Diesen schmalen Gehweg sollen sich Radfahrende und Fußgänger zukünftig teilen. Die Straße soll wieder voll und ganz dem Autoverkehr gehören. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Radfahrer sollen den schmalen Gehweg am Botanischen Garten nutzen, zusammen mit Fußgängern
Der auf dem Gehweg befindliche Radweg ist allerdings so marode, dass die Senatsverkehrsverwaltung eilig versicherte, dass dort die Radfahrenden nicht verkehren müssen, es soll also ein gänzlich neuer Gehweg her. Und das nur, damit die Autos an dieser Stelle wieder flüssiger fahren können.
So wird also mutmaßlich der gesamte Gehweg aufgerissen und neu gepflastert, neu bemalt und beschildert, jedenfalls wenn man den Ankündigen des Berliner Senats glauben darf – sicher kein günstiges Unterfangen. Statt Busse, Taxis und Radfahrer auf einem einem geteilten Streifen fahren zu lassen, soll nun eine zweite Autospur helfen.
Statt teurem Umbau: Warum kann der Radweg in Stoßzeiten nicht von Autos genutzt werden?
Eine Mobilitätslösung, die es schonmal gab. Und was ist mit der Option, den Radweg nur in Stoßzeiten morgens und abends für den Autoverkehr freizugeben? Auch das wäre deutlich günstiger als ein erneuter Umbau des ganzen Straßenabschnitts.
Erstaunlich ist hier tatsächlich der (gewollte?) Mangel an Kreativität, der bei den Verkehrsplanern vorzuherrschen scheint. Denn eigentlich ist hier viel Platz vorhanden, auf der anderen Seite der Straße sind weitere Spuren vorhanden, sogar eine Reihe für parkende Autos gibt es. Den Straßenraum neu und fair zu ordnen und allen Verkehrsteilnehmern ihr Stück vom Verkehrsweg zuteil werden zu lassen, scheint wohl nicht Ziel der Maßnahme zu sein.

Der Rückbau der Radverkehrsführung auf der Straße Unter den Eichen in Steglitz-Zehlendorf sorgt erneut für Diskussionen über die Verteilung des Straßenraums. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Radweg zu wenig genutzt? Autofahrer sollten ermutigt werden, ihr Auto öfter stehen zu lassen
Argumentiert wird mit der Tatsache, dass der Radweg zu wenig genutzt werde. In Zeiten globaler Erwärmung könnte man meinen, Regierungen und Verwaltungen sollten die Bevölkerung ermutigen, weniger Auto und mehr Rad und ÖPNV zu nutzen.
In Steglitz-Zehlendorf jedoch geht man einen gänzlich anderen Weg und verdrängt die Radfahrer wieder auf den Gehweg, wo sie sich mit Fußgängern um die wenigen verfügbaren Meter balgen dürfen. Es wirkt fast wie eine Parodie, ist aber keine.
Kantstraße in Charlottenburg: Ein seit sechs Jahren bestehender Radweg wird zurück gebaut
In der Kantstraße geht man einen ähnlichen, aber leicht veränderten Weg. Der geschützte Radfahrstreifen, der seit 2020 zwischen Wilmersdorfer Straße und Joachimsthaler Straße besteht, soll zurückgebaut werden. Stattdessen ist künftig eine Busspur vorgesehen, die auch von Radfahrenden genutzt werden darf.
Der Senat begründet die Änderung vor allem mit Anforderungen des Brandschutzes. Nach Angaben der Verkehrsverwaltung bestehen an einigen Gebäuden entlang der Straße Probleme für den Einsatz von Feuerwehr-Drehleitern. Durch eine veränderte Aufteilung des Straßenraums solle der notwendige Zugang für Rettungskräfte verbessert werden.

Die Kantstraße in Charlottenburg soll künftig anders aufgeteilt werden: Der geschützte Radstreifen wird durch eine Busspur mit Radverkehrsfreigabe ersetzt. Einen Teil des Radwegs hatte der Bezirk allerdings bereits verstetigt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Ab September 2026 soll der Radweg in der Kantstraße verschwinden
Bezirk hat einen Teil des Radwegs auf der Kantstraße längst verstetigt
Zudem kritisiert auch der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf das Vorgehen des Senats scharf. Auf einem anderen Abschnitt der Kantstraße, für die der Bezirk und nicht der Senat zuständig ist, wurde der einstige Pop-Up-Radweg längst verstetigt.
Doch wer glaubt, dieses Vorgehen verfolgt der Berliner Senat nur im Berliner Westen, der muss nur in die Torstraße nach Berlin-Mitte schauen. Auch hier hatte der Senat den eigentlich beschlossenen Umbau stoppen und überarbeiten lassen, natürlich zugunsten des Autoverkehrs, wenig überraschend.
Rückwärtsgewandte Verkehrspolitik: Berlin droht den Anschluss an Städte mit modernen Mobilitätskonzepten zu verlieren
Natürlich braucht eine Großstadt funktionierende Straßen für Autos, Busse, Feuerwehr und Lieferverkehr. Doch wer den begrenzten Straßenraum immer wieder zulasten des Radverkehrs neu verteilt, setzt politische Prioritäten – und diese Prioritäten wirken wie ein Rückschritt.
Berlin droht damit ausgerechnet in einer Zeit den Anschluss an moderne Mobilitätskonzepte zu verlieren, in der andere Metropolen längst einen anderen Weg eingeschlagen haben. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob diese Projekte rechtlich Bestand haben, sondern ob sie wirklich die Stadt von morgen gestalten. Die Antwort darauf kann wohl leider nicht „ja“ heißen.

Für das Jahr 2025 meldete die Senatsverwaltung 20,5 Kilometer neue Radwege; weniger als im Vorjahr und deutlich weniger als ursprünglich in Aussicht gestellt, für 2026 sehen die Zahlen noch gravierender aus. Berlin tritt beim Radwegebau also auf die Bremse, während andere europäische Städte weiter beschleunigen. / © Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT
Unter den Eichen
Kantstraße
Quellen: Deutsche Umwelthilfe, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, BUND, InfraVelo GmbH
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15 Kommentare
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Sehr guter Artikel, in dem viele Dinge auf den Punkt gebracht wurden. Die CDU hat Berlin in den vergangenen 3,5 Jahren massiv geschadet, nicht nur in der Verkehrspolitik. Ich wünsche mir, dass die Berlinerinnen und Berlin bei der Wahl aufwachen und ein klares Zeichen setzen. Für eine faire Verteilung des Straßenraums, für den Erhalt von Grün (siehe Torstraße und Ollenhauer Straße), mehr Grün in der Stadt, für Verkehrssicherheit und ein faireres und rücksichtsvolleres Miteinander – im Straßenverkehr und auch abseits davon.
Danke für diesen klaren Kommentar zur ideologischen Verkehrspolitik der CDU.
Es ist leider wirklich offensichtlich, dass diese Partei vor der Wahl ihren Spielraum ausnutzen möchte, um schwächere Verkehrsteilnehmer einzuschränken.
Lasst uns alle diesen Ideologen das Wasser abgraben.
Ich kann nur hoffen, dass die cdu im September den Denkzettel für das verkehrspolitische Versagen der letzten der Jahre bekommt. Die aktuellen Umfragen bewegen sich dahin. Für das was jetzt noch vor der Wahl passiert muss man sich als Berliner auf der Weltbühne ja quasi schämen.
Man kann wohl ruhigen Gewissens sagen, dass jede/r verunglückte Radfahrer/in künftig zu einem gewissen Teil durch Berlins CDU-Senat mitzuverantworten ist. Ich schäme mich in einer politisch derart rückwärtsgewandten Stadt zu leben. Lasst uns das ändern!
Danke für nichts, liebe CDU. Erstmal viel versprechen, dann alles verlangsamen, jetzt auch noch destruktive Politik.
man sieht wieder wie rückwärts denkend die CDU ist, es gibt keine Innovation, keinen Mut. Wenn genug gute Radwege da sind, dann werden die auch genutzt. In Hamburg sind wir da schon viel weiter (und auch hier noch nicht weit genug) aber seit wir einen grünen Verkehrssenator haben läuft es, auch wenn viele Autofahren maulen. Aber es kann nicht sein, dass für Autos immer noch so viel Möglichkeiten geschaffen werden und für Fahrräder nicht. Wir leben in 2026 und um uns herum werden die Städte umgebaut für Klimaneutralität und in Berlin geht es rückwärts. Die Arroganz der CDU ist Unfassbar!
Berlins Sonderweg ist ein Irrweg und rückschritt. Berlin könnte so viel attraktiver werden wenn sie endlich mal an Profil gewinnt und was riskiert. Berlin könnte die Vision einer Stadt werden in der man leben und die besucht werden will. Wo holländer oder Engländer staunen. Sie könnte eine grüne Stadt werden oder eine Stadt der innovation, des Fortschritts. Nein es wird lieber der Status quo erhalten (Benziner!). Berufspendler und Gewerbe OK, aber jeder andere sollte endlich darüber nachdenken ob er/sie wirklich immer das Auto braucht.
Nach der nächsten Wahl können dann wieder die Autofahrer nach Kräften schikaniert werden. Leider vermisse ich ein Konzept, welches alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Ideal wäre ein Konzept für Radwege, die von Marzahn bis Neukölln und von Spandau bis Köpenick aus einem Guss sind. Hierbei ist es nicht wichtig, dass jede Straße einen Radweg besitzt, es sollten aber Achsen queer durch die Stadt geplant und gebaut werden. Fahrspuren zu Radwegen zu machen und die alten Radweg vergammeln zu lassen (z.B. Adlergestell) nutzt niemanden etwas. Hier wird Geld zum Fenster rausgeworfen, anschließend stehen die Busse, die LKWs und der Privatverkehr unnötig im Stau. Weniger Ideologie seitens der CDU und seitens der Grünen wäre wünschenswert.
Vielen Dank für den klaren Kommentar.
Zwei Dinge möchte ich jedoch ergänzen:
1. Widerspricht der ersatzlose Abbau sicherer Radverkehrsanlagen nicht nur dem eigenen Berliner Mobilitätsgesetz – er läuft auch allen aktuellen planerischen Regelwerken entgegen, inkl. der bereits 20 Jahre (ver)alte(te)n Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt06).
2. Sollten hier die Verantwortlichen richtig benannt werden – es ist die politische Leitung und der Fraktionsvorsitzende der CDU, die hier ihre Politik gegenüber den Planer:inne. durchgedrückt haben. Die Fachebene hat hier immer wieder versucht, auf die Regelwidrigkeit, Gefährlichkeit und wirtschaftlichen Risiken für das Land Berlin hingewiesen (vgl. auch die politische Einflussnahme u.a. des CDU-Abgeordneten Lucas Schaal im Zusammenhang mit der ausgesetzten Förderung für das Projekt „Kiezblocks für Mitte“).
Politische Prioritätensetzung ist völlig legitim – wenn dies jedoch Menschen und im Falle von Schulwegen insb. Kinder und andere besonders gefährdete Gruppen betrifft, und die Fachebene vor eben diesen Gefahren warnt, dann wird eine Grenze überschritten.
Mit Blick auf die Zeit nach der Wahl kehren wir hoffentlich zu einer sachlicheren Politik zurück – die Planer:innen werden in Zukunft immerhin gestärkte Position haben:
In der noch für 2026 zur Veröffentlichung geplanten RASt26 wird die Notwendigkeit eines angemessenen, sicheren Straßenraums für den Rad- und Fußverkehr (der hier nun von ausweichenden Radfahrenden bedrängt werden wird) nochmal klarer gestellt – übrigens ebenso wie vrsl. auch die Notwendigkeit von Straßenbäumen und -begleitgrün, zulasten insb. des stehenden Kfz-Verkehrs.
Letztendlich markieren die im Artikel behandelten Beispiele damit nur zwei unrühmliche Beispiele für eine vollkommen verkorkste, teure und mit unnötigen Verletzten bezahlte verkehrspolitische Bilanz der vergangenen 3 Jahre.
Mögen wir in der Zukunft eine Regierungskoalition finden, die ‚Miteinander‘ ernst meint.
Verkehrspolitik kann leider nicht nur in eine Richtung gehen, man kann das Fahrrad nicht als alleiniges Allheilmittel ansehen. Vermutlich haben weder die Autoren, noch die Kommentatoren sich die Situation am Botanischen Garten irgendwann mal angesehen. Es handelt sich hier um eine Verkehrsachse, Verlängerung der Stadtautobahn, die gerade im Berufsverkehr stark genutzt wird. Während in dieser Zeit, und ich fahre öfter dort entlang, die Autos im Dauerstau stehen, kommen mal ein oder 2 Radfahrer vorbei.
Nun aber der große Aufschrei, man könne den dortigen, dann kombinierten Fuß und Radweg doch keinem Radfahrenden zumuten, da es nur zu Konflikten mit Fußgängern führt. Richtig, wenn Radfahrer rücksichtslos Gehwege nutzen, kommt es zu Konflikten, würde man umsichtig rodeln, würde es tatsächlich mit den wenigen Fußgängern keine Probleme geben.
Im übrigen, am Botanischen Garten darf der Bus auch die Radspur nutzen.
„Richtig, wenn Radfahrer rücksichtslos Gehwege nutzen, kommt es zu Konflikten“
Falsch! Es muss heißen: wenn man Radfahrer und Fußgänger gleichzeitig auf viel zu schmale Wege zusammenzwängt kommt es zu Konflikten! Und die sind hier vorprogrammiert. Da die gesamte Anordnung eh rechtswidrig ist, die Verantwortlichen beim Bezirk Steglitz-Zehlendorf sich daher auch weigern, diese umzusetzen (zumal das, wie schon das Anlegen des Radweges, wiederum dem Bezirk Geld kosten würde) und bspw. die DUH bereits angekündigt hat, dagegen zu klagen, gehe ich allerdings davon aus, dass es eh nicht dazu kommen wird, dass diese umgesetzt wird. Und das wäre auch absolut richtig und gut so. Den Stauen machen sich die zu vielen Autos an dieser Stelle selbst, die Ampel am Botanischen Garten und die Linksabbieger an der Einmündung Hindenburgdamm (jeder Linksabbieger führt dort dazu, dass es bei der jeweiligen Ampelphase nur noch eine freie Spur für Geradeaus-Fahrer gibt, weshalb es schon hier schnell zu Stau kommt). Aber soweit zu denken, dass es vielleicht auch andere Gründe für den Stau geben kann als nur die Radfahrer, dass es für einen CDUler ja bekanntlich schon echt schwierig.
Die Senatsverwaltung für Verkehr(t) tickt unter der CDU-Führung so langweilig armselig konservativ, dass es weh tut. Sie hat das Problem selbst verschärft, indem sie die Ampelschaltung an der Autobahnausfahrt nicht angepasst hat und eben KEIN Autoverkehr zurückgehalten wird und somit alles weiter in die Engstelle Unter den Eichen fließt. Man hätte auch eine Mittelinsel an der Fußgängerampel am Botanischen Garten bauen können, um die Querungszeiten und damit die Halteszeiten für die Autos zu verkürzen. Oder einen Zweirichtungsradweg auf der Nebenfahrbahn einrichten können. Aber nix dergleichen. Es wäre ja alles zu Lasten des Autoverkehrs gewesen. Das geht natürlich nicht.
Wer wissen will wie man sowas macht schaue zu unsern Nachbarn in Holland. ps. Auch gute Ideen im Artikel, vom Senat kommt leider nur FAIL.
Im Artikel findet sich ein meiner Meinung nach entscheidender Fehler. Der Radweg Unter den Eichen lässt explizit die Nutzung durch ÖPNV zu, und Busse fahren dadurch auch auf dem Radweg. Insofern ist die Entscheidung, den Radweg wieder zur regulären Fahrspur zu machen, noch übler, wie ich finde. Die Busse müssen kurz im allgemeinen Stau stehen, das stimmt – sobald sie die Sperre der rechten Spur überwunden haben, können sie aber fast ungehindert durchfahren. Und das ist auch prima so!
Die Streichung der Busspur ist einfach zum Ko**en.
Ein ewiges Reizthema in Berlin! Die Balance zwischen Autos und Radfahrern im Stadtverkehr hinzubekommen ist wirklich extrem schwierig.