In Friedrichshain-Kreuzberg sollen bis Ende 2026 insgesamt 610 neue Fahrradstellplätze an zwölf S- und U-Bahnstationen entstehen. Die Planungen sind abgeschlossen, der Baustart ist für Ende Mai vorgesehen. Das Vorhaben konzentriert sich auf stark frequentierte Verkehrsknoten im Bezirk.

U-Bahnhof Kochstraße

In Friedrichshain-Kreuzberg sollen bis Ende 2026 insgesamt 610 neue Fahrradstellplätze entstehen, darunter sowohl gesicherte als auch frei zugängliche Abstellanlagen. / © Foto: Wikimedia Commons, Jorge Royan

© Titelbild: Wikimedia Commons, Andreas Steinhoff, Attribution

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Die Planungen für neue Fahrradabstellanlagen an zwölf S- und U-Bahnstationen in Friedrichshain-Kreuzberg sind abgeschlossen. Im nächsten Schritt erfolgt die Vergabe der Bauleistungen. infraVelo hat die Ausschreibung für die gesicherten Anlagen bereits veröffentlicht, während die Ausschreibung für die Tiefbauarbeiten im April folgen soll.

Insgesamt entstehen 610 Stellplätze. Davon entfallen 120 auf gesicherte Sammelschließanlagen und 490 auf frei zugängliche Anlehnbügel. Die gesicherten Stellplätze werden unter anderem am U-Bahnhof Moritzplatz sowie am S- und U-Bahnhof Warschauer Straße errichtet. Ergänzend kommen zahlreiche Standorte mit freien Stellplätzen hinzu, darunter Gleisdreieck, Hermannplatz, Südstern und Weberwiese.

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Schnelle Umsetzung der Baumaßnahmen geplant: Baustart Ende Mai und Fertigstellung bis Jahresende 2026

Der Baustart für das Vorhaben ist für Ende Mai 2026 vorgesehen. Bis Ende des Jahres sollen alle Anlagen fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Damit ist eine vergleichsweise schnelle Umsetzung innerhalb weniger Monate geplant.

Zunächst steht die Vergabe der Bauleistungen im Mittelpunkt. Parallel dazu werden die Tiefbauarbeiten vorbereitet, die im April ausgeschrieben werden sollen. Diese bilden die Grundlage für die Installation der Abstellanlagen an den jeweiligen Standorten und sind entscheidend für den weiteren Baufortschritt.

Planerische Anforderungen an ÖPNV-Stationen: Flächen sind nur eingeschränkt verfügbar

Die Auswahl geeigneter Flächen stellt eine zentrale Herausforderung bei der Umsetzung dar. Gerade an stark frequentierten ÖPNV-Stationen treffen unterschiedliche Nutzungsansprüche aufeinander, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.

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Flächen kommen nur dann infrage, wenn sie eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Dazu zählen Vorgaben des Denkmal- und Umweltschutzes ebenso wie Aspekte der Stadtgestaltung. Gleichzeitig müssen Flucht- und Rettungswege freigehalten werden, und auch unterirdische Leitungen spielen eine wichtige Rolle. Diese Faktoren schränken die verfügbaren Flächen teilweise deutlich ein.

Finanzierung der Infrastrukturmaßnahme: ParkYourBike-Angebot und Förderung über SIWA-Mittel

Die 120 gesicherten Stellplätze werden über das System „ParkYourBike“ nutzbar sein, das von infraVelo entwickelt wurde. Nutzerinnen und Nutzer können sich kostenfrei über eine App registrieren und die Anlagen anschließend buchen. Nach Angaben des Betreibers sei eine kostenfreie Nutzung für die ersten 24 Stunden vorgesehen, danach werde eine Gebühr von 0,70 Euro pro weiteren Tag erhoben.

Darüber hinaus stehen Zeitkarten zur Verfügung, darunter eine Monatskarte für 7,00 Euro sowie eine Jahreskarte für 70,00 Euro. Finanziert wird das Projekt aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt“ (SIWA), das gezielt Infrastrukturmaßnahmen in Berlin unterstützt.

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Warschauer Straße
Moritzplatz
Anhalter Bahnhof
Gleisdreieck
Gneisenaustraße
Görlitzer Bahnhof
Hermannplatz
Kochstraße
Möckernbrücke
Schönleinstraße
Südstern
Weberwiese

Quellen: infraVelo, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

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One Comment

  1. Berliner 27. März 2026 at 08:35 - Reply

    Prima Initiative zum Schutz gegen Diebstahl. Noch mehr Plätze würden noch schneller ohne zusätzliche Bauverfahren geschaffen, wenn die über Jahre angeschlossenen kaputten Fahrräder entsorgt würden. Spart Zeit, Geld und Platz. Nur ein kleiner Hinweis eines Radfahrers, der viel mit dem Fahrrad in der gesamten Stadt unterwegs ist.

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