Berlin treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter voran – diesmal auf eigenen Flächen. Ein Pilotprojekt soll zeigen, wie landeseigene Liegenschaften künftig stärker in die Mobilitätswende eingebunden werden könnten.

Gruppenbild, Ladesäulen Berlin

Das Pilotprojekt zum Aufbau öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur auf landeseigenen Liegenschaften ist Teil der Berliner Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur und soll praktische Erfahrungen für den weiteren Ausbau liefern. / © Foto: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH

© Titelbild: depositphotos.com

ANZEIGE

 

Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge wird in der Hauptstadt schrittweise ausgebaut. Neben dem öffentlichen Straßenraum rücken dabei zunehmend auch landeseigene Grundstücke in den Fokus. Ein aktuelles Pilotprojekt will zeigen, welches Potenzial in diesen Flächen liegt.

Seit Sommer 2025 wurden an fünf Standorten insgesamt 61 öffentlich zugängliche Ladepunkte errichtet. Beteiligt sind unter anderem die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH sowie die Berliner Stadtwerke und die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO.

ANZEIGE

Mehr Ladepunkte für E-Autos: Standorte sollen im Alltag verankert werden

Die Ladepunkte wurden gezielt an Orten mit regelmäßigem Publikumsverkehr eingerichtet. Dazu zählen Bezirksämter, eine Kfz-Zulassungsstelle, ein Museumsstandort und ein Gewerbegebiet. Die Infrastruktur steht sowohl Beschäftigten und Besuchern als auch Anwohnenden zur Verfügung.

Der Ansatz zielt darauf ab, Lademöglichkeiten stärker in alltägliche Wege zu integrieren. Anders als bei rein straßenbasierten Lösungen können vorhandene Flächen der öffentlichen Hand genutzt werden, ohne zusätzliche Standorte erschließen zu müssen.

Berliner Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur: Bedarf wächst weiter

Das Projekt ist Teil der Berliner Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur, die 2024 beschlossen wurde. Ziel ist ein systematischer Ausbau mit Blick auf die steigende Zahl von Elektrofahrzeugen. Aktuell sind in Berlin rund 90.000 E-Fahrzeuge zugelassen, davon etwa 78.000 Pkw.

ANZEIGE

Dem stehen mehr als 7.100 öffentlich zugängliche Ladepunkte gegenüber. Rein rechnerisch ergibt sich daraus ein Verhältnis von etwa einem Ladepunkt je zwölf Fahrzeuge. Damit liegt Berlin über dem Bundesdurchschnitt, allerdings wächst der Bedarf mit den Neuzulassungen weiter.

Elektromobilität in Berlin: Ab 2026 sollen verstärkt private Betreiber eingebunden werden

Für das Pilotprojekt wurden bis zu 1,4 Millionen Euro aus Landesmitteln bereitgestellt. Neben dem Aufbau der Infrastruktur ging es auch darum, Erfahrungen für den weiteren Ausbau zu sammeln. Ab 2026 sollen verstärkt private Betreiber eingebunden werden.

Geplant ist, zusätzliche landeseigene Flächen zu öffnen und den Ausbau breiter aufzustellen. In welchem Tempo dies erfolgt, dürfte auch davon abhängen, wie sich Nachfrage und Nutzung der bestehenden Ladepunkte entwickeln.

ANZEIGE

 

Quellen: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

One Comment

  1. Siggi 25. März 2026 at 21:51 - Reply

    Huch…
    Gibts nicht schon BE-emobil?
    Was nützen Ladesäulen, wenn der kw-Preis deutlich über den Betriebskosten im Vergleich zu einem mit Kraftstoff betriebenen Fahrzeug liegt?
    Es sollte der Preis für die Kilowattstunde subventioniert werden, nicht die Infrastruktur.
    Nach 4 Jahren Pause, muss ich nun wieder einen Hybriden fahren.
    Damals ging es noch um Session fee und solche grundlegendenDinge.
    Heute wurde die Blockkiergebühr erfunden, welche trotz Ladevorgang dem Nutzenden je Minute Kohle aus der Tasche zieht.
    Dazu kommen Kilowattpreise jenseits von Gut und Böse.
    Wieviel von den 78tsd zugelassenen Kisten sind denn Firmenwagen mit 0,5% Besteuerung? :)
    Niemals wird das so in B mit e-Mobilität was werden können.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.