Die GSW startet mit der „Strategie 2.0“ eine umfassende Transformation ihres Wohnungsbestands und setzt dabei auf digitale Heiztechnik und datengestützte Sanierungsplanung. So sollen Energieverbrauch gesenkt und Wohnraum langfristig klimafreundlich gestaltet werden.

Digitales Thermostat

Seit Anfang Dezember 2025 installiert die GSW in vier Wohngebäuden digitale Heiz- und Steuerungssysteme und stattet rund 150 Wohnungen mit intelligenten Thermostaten aus. Ziel ist es, den Energieeinsatz auf Gebäudeebene effizienter zu steuern und Wärmeverluste zu reduzieren. / © Foto: pixabay, analogicus

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© Foto Titelbild: GSW

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Während steigende Energiepreise und neue Anforderungen an den Gebäudebestand die Wohnungswirtschaft vor strukturelle Entscheidungen stellen, will ein Frankfurter Wohnungsunternehmen technische Maßnahmen im eigenen Bestand umsetzen und verknüpft diese mit einer strategischen Neuaufstellung.

Die Gemeinnütziges Siedlungswerk GmbH (GSW) richtet ihre Geschäftstätigkeit mit der „Strategie 2.0“ neu aus. Im Mittelpunkt stehen dabei der Umgang mit Energieverbräuchen, die Reduktion von CO2-Emissionen sowie die Sicherung stabiler Wohnkosten. Als viertgrößte Wohnungsbaugesellschaft Frankfurts verfolgt das Unternehmen das Ziel, den eigenen Bestand schrittweise weiterzuentwickeln und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten bereitzustellen.

Digitale Heiztechnik als erster Schritt der „Strategie 2.0“: Verbrauchsdaten liefern Grundlage für Sanierungsplanung

Einen ersten konkreten Umsetzungsschritt setzt die GSW Anfang Dezember 2025. In vier Wohngebäuden installiert das Unternehmen digitale Wärme- und Steuerungssysteme. Rund 150 Wohnungen erhalten zusätzlich intelligente Heizungsthermostate, die den tatsächlichen Wärmebedarf erfassen und die Heizleistung automatisch anpassen. Die Technik steuert den Energieeinsatz auf Gebäudeebene und soll unnötige Wärmeverluste reduzieren.

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Die Maßnahmen bauen auf bestehenden Erfahrungen auf. Bereits seit 2023 nutzt die GSW digitale Heiztechnik in mehr als 1.000 Wohnungen. Auf Grundlage der nun erhobenen Verbrauchsdaten plant das Unternehmen, im kommenden Jahr den Sanierungsbedarf einzelner Gebäude zu bestimmen. Die gewonnenen Ergebnisse sollen anschließend auf weitere Teile des Wohnungsbestands übertragen werden und als Grundlage für zukünftige Investitionsentscheidungen dienen.

Strategische Neuausrichtung der GSW: Transformationsprozess wird gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelt

Die „Strategie 2.0“ entstand unter der Leitung der Geschäftsführer Andreas Schulz und Mario Emmermann. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden definierten sie zentrale inhaltliche Schwerpunkte und verankerten diese in einem langfristig angelegten Transformationsprozess. Die strategische Neuausrichtung verfolgt den Ansatz, die wesentlichen Herausforderungen der Branche wie die Dekarbonisierung des Bestands, demografische Veränderungen und die zunehmende Nutzung digitaler Technologien systematisch anzugehen.

Zur Einführung der Strategie stellten die Geschäftsführer die Inhalte im Rahmen eines interaktiven Workshops vor. Etwa 120 Mitarbeitende brachten dabei ihre fachliche Expertise ein und beeinflussten bereits in der frühen Umsetzungsphase die konkrete Ausgestaltung. Die GSW plant, diese Einbindung während der weiteren Umsetzung fortzuführen, um die praktische Umsetzung eng mit dem Wissen der Belegschaft zu verknüpfen.

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Rund 9.000 Einheiten in drei Bundesländern: GSW bündelt operative Tätigkeiten unter strategischem Rahmen

Die Gesellschaft beschäftigt rund 130 Mitarbeitende und ist in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen aktiv. Ihr Wohnungsbestand umfasst circa 9.000 Einheiten, die überwiegend bezahlbaren Wohnraum bieten. Der Unternehmenszweck umfasst die sichere, ökologisch und sozial verantwortliche Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum, wobei wirtschaftliche Zielsetzungen berücksichtigt werden. Die durchschnittliche Monatsmiete liegt unter acht Euro pro Quadratmeter.

Neben der Bewirtschaftung des eigenen Bestands umfasst das Geschäftsfeld auch Neubauten für den Eigenbestand, Bauträgertätigkeit sowie Projekte für Dritte. Mit der „Strategie 2.0“ fasst die GSW diese Aktivitäten in einem langfristigen Rahmen zusammen, der technische Maßnahmen, Datenauswertungen und organisatorische Weiterentwicklung miteinander verknüpft.

 

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Quellen: GSW, Wikipedia, Konii

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