Platz der Luftbrücke: Ein vormals stark vom Verkehr geprägter Bereich wird zu einem lebendigen Quartier mit mehr Grün, Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Infrastruktur. Die Bauarbeiten beginnen mit einem ersten rund 15.000 Quadratmeter großen Abschnitt.

Am 20. März 2026 waren Senatorin Ute Bonde, Staatssekretär Andreas Kraus, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck (Tempelhof‑Schöneberg) sowie Christoph Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Grün Berlin Stiftung, beim offiziellen Baustart vor Ort, um den Beginn der Arbeiten am Platz der Luftbrücke zu begleiten./ © Konstantin Börner
© Titelbild: Bruun & Möllers
Am Freitag, den 20. März 2026, haben nach jahrelanger Planung die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Platzes der Luftbrücke begonnen. Der bisher stark vom Verkehr geprägte Raum westlich des Tempelhofer Damms soll in den kommenden Jahren zu einem grünen, klimaresilienten Stadtraum werden. Zum Auftakt waren Senatorin Ute Bonde, Staatssekretär Andreas Kraus, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck und Christoph Schmidt von der Grün Berlin Stiftung vor Ort.
Die Neugestaltung folgt einem partizipativen Konzept, das in Zusammenarbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Bezirk und Senatsverwaltungen entwickelt wurde. Ziel ist ein urbaner Raum, der Aufenthaltsqualität, Mobilität und Klimaresilienz vereint.
Mehr Platz für Fußgängerinnen, Radfahrende und lokale Geschäfte am Tempelhofer Damm
Im ersten Teilbereich entlang der Manfred‑von‑Richthofen‑Straße wird die Straße auf 10,50 Meter verschmälert, während die Gehwege auf rund 10,50 Meter verbreitert werden. Neue Fahrradschutzstreifen, barrierefreie Zugänge und zusätzliche Sitzgelegenheiten sollen die Sicherheit und Aufenthaltsqualität erhöhen.
Drei Ladezonen und 70 Kurzzeitparkplätze organisieren den Lieferverkehr effizienter, während rund 200 neue Fahrradständer für mehr Abstellmöglichkeiten sorgen sollen.
Grün-blaue Infrastruktur für Klima und Stadtleben am Platz der Luftbrücke
Außerdem entstehen neue Aufenthaltsbereiche: eine lebendige Piazza am U‑Bahnhof und ein ruhigerer Quartiersplatz. Beide werden mit Bäumen, Pflanzflächen und Regenwassermanagement ausgestattet. Ein Brunnen speist sich teils aus Regenwasser, kühlt die Umgebung an heißen Tagen und puffert Starkregen ab.
Insgesamt werden 1.450 Quadratmeter neue Grünflächen und 23 Bäume gepflanzt, wodurch Mikroklima, Luftqualität und biologische Vielfalt verbessert werden.
Der neue Platz der Luftbrücke: Erster Abschnitt soll Anfang 2028 abgeschlossen sein
Die Grün Berlin Stiftung steuert das Projekt als Bauherrin zentral und arbeitet mit den Berliner Wasserbetrieben, den Berliner Verkehrsbetrieben sowie Berliner Energie und Wärme zusammen. Synergien zwischen den Landesunternehmen sollen Bauzeit und Kosten optimieren.
Der erste Abschnitt soll Anfang 2028 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6,3 Millionen Euro, davon werden etwa 5 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm BENE 2 bereitgestellt.
Quellen: Gruen Berlin GmbH
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