Rund um den Mierendorffplatz in Berlin-Charlottenburg entstehen derzeit zwei neue Kiezinseln. Die kleinen Grünflächen sollen Schatten, Aufenthaltsqualität und einen Beitrag zur Klimaanpassung im dicht bebauten Stadtteil leisten und sind bereits im Bau.

In Charlottenburg entstehen neue grüne Aufenthaltsorte im Straßenraum. Mit sogenannten Kiezinseln reagiert der Bezirk auf zunehmende Hitze in dicht bebauten Quartieren. / © Marlo Schoppe, Leibniz Universität Hannover
© Titelbild: Marlo Schoppe, Leibniz Universität Hannover
Rund um den Mierendorffplatz in Berlin-Charlottenburg entstehen derzeit zwei sogenannte Kiezinseln. Die neuen grünen Aufenthaltsflächen werden in der Mindener Straße sowie in der Brahestraße eingerichtet. Mit den Bauarbeiten hat der Fachbereich Tiefbau des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf in dieser Woche begonnen.
Die Maßnahmen erfolgen nacheinander. Für jede Bauphase sind etwa zwei bis drei Wochen vorgesehen. Während der Arbeiten werden jeweils nur Teile der Parkstreifen und Gehwege gesperrt, sodass Straße und Gehweg weiterhin nutzbar bleiben, so das Bezirksamt. Nach Abschluss der baulichen Maßnahmen übernimmt der Fachbereich Grünflächen die Bepflanzung und spätere Pflege der neuen Flächen.
Mierendorffplatz in Charlottenburg: Kleine Grünflächen als Beitrag zur Klimaanpassung
Kiezinseln sind kleine, entsiegelte Flächen im Straßenraum, die mit Sitzmöglichkeiten und schattenspendender Bepflanzung ausgestattet werden. Ziel ist es, zusätzliche Aufenthaltsorte im Quartier zu schaffen, insbesondere für ältere Menschen, Familien und Kinder.
Gleichzeitig sollen die Inseln einen Beitrag zur Anpassung an steigende Temperaturen in der Stadt leisten. Mehr Vegetation und Schatten können die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern und helfen, Hitzebelastungen im Sommer zu reduzieren.
Berliner Klimaanpassungsgesetz: Wissenschaftliche Begleitung der neuen Kiezinseln
Das Projekt ist Teil des bezirklichen Klimaanpassungskonzepts sowie des Berliner Klimaanpassungsgesetzes. Der Entwurf entstand in Kooperation zwischen dem Straßen- und Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf und Studierenden der Leibniz Universität Hannover.
Die klimatischen Effekte sowie die Nutzung der Kiezinseln sollen wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten künftig in die Planung weiterer Standorte im Berliner Stadtgebiet einfließen.
Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Leibniz Universität Hannover
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2 Kommentare
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Sehr gut! Das entspricht dem Stand der Forschung und moderner Stadtentwicklung. Etwas klein dimensioniert, aber immerhin ein Anfang.
Ich würde mich freuen hier bei Entwicklungsstadt später von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der Forscher zu lesen.
Für den Anfang schon mal gut. Bitte mehr davon.