In Berlin-Charlottenburg entsteht mit den „Max Dohrn Labs“ ein neues Büro- und Laborgebäude. Der Neubau schließt eine städtebauliche Lücke und stärkt zugleich den Forschungsstandort rund um den Bahnhof Jungfernheide. Gleichzeitig setzt das Projekt auf flexible Strukturen und langfristige Nutzungsanpassung.

Visualisierung der „Max Dohrn Labs“ in Berlin-Charlottenburg

Das Projekt verbindet flexibel nutzbare Büroflächen mit modernen Laborbereichen und ist auf die Anforderungen eines multi-tenantfähigen Forschungsstandorts ausgelegt. / © Visualisierung: bloomimages

© Visualisierungen: bloomimages

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Der ehemalige Produktionsstandort der Schering AG in Charlottenburg befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Schritt für Schritt entwickelt sich das Areal zu einem Forschungs- und Entwicklungsstandort. Mit den „Max Dohrn Labs“ wird nun ein weiterer Baustein ergänzt. Bauherr ist die BEOS Prime Industrial Inv KG, ein Unternehmen des Swiss Life Asset Managers, die Entwicklung und Vermietung übernimmt. Der Entwurf stammt vom Berliner Architekturbüro Gewers Pudewill.

Das Gebäude entsteht im „berlinbiotechpark“ und schließt eine bislang offene Lücke entlang der Max-Dohrn-Straße. Gleichzeitig stärkt es die städtebauliche Fassung des Straßenraums. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe zum S- und U-Bahnhof Jungfernheide gewinnt das Projekt zusätzlich an Bedeutung, da es gut erreichbar ist und eine hohe Sichtbarkeit im Stadtraum aufweist.

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Aufbau des Neubaus in Berlin-Charlottenburg: „Max Dohrn Labs“ kombiniert Labor und Büroflächen

Geplant ist ein modernes, multi-tenantfähiges Gebäude, das sowohl Büro- als auch Laborflächen vereint. Die hybride Nutzung führt zu unterschiedlichen Anforderungen innerhalb des Gebäudes. Diese zeigen sich unter anderem in variierenden Achsrastern, Geschosshöhen und Lastklassen.

Konstruktiv handelt es sich um einen Stahlbetonbau mit einem Untergeschoss, einem Erdgeschoss und sechs Obergeschossen. Während die oberen drei Etagen für Büroflächen vorgesehen sind, werden die unteren Bereiche für Labornutzungen ausgelegt. Im Erdgeschoss sind neben einem Empfang auch Lobbybereiche sowie weitere Laborflächen geplant. Das Untergeschoss nimmt überwiegend technische Anlagen auf, während auf dem Dach sowohl eine Terrasse als auch Haustechnik untergebracht werden.

Neubau an der Max-Dohrn-Straße: Einheitlicher Baukörper trotz komplexer Anforderungen

Trotz der unterschiedlichen Nutzungen soll sich die innere Struktur nicht in der äußeren Erscheinung widerspiegeln. Der Entwurf sieht einen ruhigen, klar gegliederten Baukörper vor, der alle Funktionen in einer einheitlichen Form zusammenführt. Die Fassade reagiert mit einem übergeordneten Raster und einer gleichbleibenden Typologie auf die komplexen Anforderungen.

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Diese gestalterische Zurückhaltung soll nicht nur für ein geordnetes Erscheinungsbild sorgen, sondern auch zukünftige Anpassungen erleichtern. Der modulare Aufbau ermöglicht es, auf veränderte Nutzungsanforderungen flexibel zu reagieren, ohne die architektonische Grundstruktur in Frage zu stellen.

Bundesinstitut für Risikobewertung zieht ins „Max Dohrn Labs“: BEOS erreicht langfristige Vollvermietung

Als künftiger Hauptnutzer ist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vorgesehen, das rund 27.500 Quadratmeter Fläche am Standort nutzen wird. Damit geht eine deutliche Erweiterung der Laborflächen einher, die insbesondere den Anforderungen der Sicherheitsstufen S1 und S2 entsprechen sollen.

Parallel dazu werden die bereits bestehende Flächen am Standort modernisiert. Für den Neubau ist eine DGNB-Gold-Zertifizierung geplant. Die Fertigstellung des Gebäudes ist derzeit für das vierte Quartal 2027 vorgesehen.

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Quellen: Gewers & Pudewill, Swiss Life, Swiss Life Asset Managers, Hartwich Bernhardt INGENIEURE

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