Der Berliner Mauerweg in Reinickendorf ist nach monatelangen Bauarbeiten wieder vollständig nutzbar. Entlang der Ruppiner Chaussee wurde ein rund ein Kilometer langer Abschnitt saniert, historisch aufgewertet und an die Anforderungen einer modernen Freizeit- und Erinnerungsroute angepasst.

© Titelbild: Grün Berlin

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Ein weiterer Abschnitt des Berliner Mauerwegs ist fertiggestellt: An der Ruppiner Chaussee in Reinickendorf wurde ein rund ein Kilometer langes Teilstück nach umfassender Erneuerung wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Die Arbeiten begannen im Herbst 2025 und sind Teil eines langfristigen Programms zur Qualifizierung des insgesamt rund 160 Kilometer langen Erinnerungswegs entlang der ehemaligen Berliner Mauer.

Der sanierte Abschnitt verläuft entlang des früheren Grenzstreifens zwischen Reinickendorf und Hennigsdorf. Wo einst Grenzanlagen und Kontrollwege das Stadtbild prägten, steht heute die Verbindung von historischer Erinnerung, Naherholung und nachhaltiger Infrastruktur im Mittelpunkt. Mit der Fertigstellung des Projekts wurde zugleich eine neue Informationsstele installiert, die Besucherinnen und Besuchern die Geschichte des Ortes anhand historischer Fotografien und mehrsprachiger Erläuterungen näherbringt.

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Mauerweg in Reinickendorf: Neuer Belag und nachhaltige Entwässerung

Die Sanierung war notwendig geworden, weil der Weg aufgrund schwieriger Bodenverhältnisse und eines historisch bedingt schwachen Unterbaus erhebliche Schäden aufwies. Um die Strecke langfristig für Fuß- und Radverkehr zu sichern, erhielt sie einen neuen Belag. Dabei wurde der vorhandene Asphalt zurückgebaut und recycelt. Wo die bestehende Tragschicht ausreichend tragfähig war, konnte sie erhalten bleiben.

Auch das Entwässerungssystem wurde überarbeitet. Durch Anpassungen des Weggefälles wird Regenwasser künftig gezielt in die angrenzenden Waldflächen geleitet. Dort kann es versickern und zur natürlichen Bewässerung beitragen. Ergänzt wurde die Maßnahme durch eine neue Sitzbank aus regionalem Eichenholz und verzinktem Stahl, die Teil einer eigens für den Mauerweg entwickelten Möbellinie ist.

Rotes Schild mit der Aufschrift "Berliner Mauerweg"

Am Berliner Mauerweg übernimmt das landeseigene Unternehmen Grün Berlin die Umsetzung und Koordination der Ertüchtigungsmaßnahmen und trägt damit maßgeblich zur schrittweisen Sanierung und qualitativen Aufwertung des rund 160 Kilometer langen Erinnerungswegs bei. / © Foto: Grün Berlin

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Ruppiner Chaussee: Teil eines größeren Sanierungsprogramms

Mit dem Abschnitt an der Ruppiner Chaussee wurde bereits das sechste Teilprojekt im Rahmen der seit 2022 laufenden Ertüchtigung des Berliner Mauerwegs abgeschlossen. Zuvor waren unter anderem Strecken in Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf und Marienfelde erneuert worden. Weitere Bauabschnitte am Hahneberg in Spandau sowie zwischen Japaneck und Lichterfelder Allee befinden sich derzeit in den letzten Bauphasen.

Grundlage des Gesamtprojekts ist ein Senatsbeschluss aus dem Jahr 2019. Ziel ist es, den ehemaligen Grenzraum als Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig seine Nutzung als Freizeit- und Mobilitätsroute zu verbessern. Für die Qualifizierung des Mauerwegs stehen bis 2028 insgesamt 12,39 Millionen Euro zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgt überwiegend aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ sowie durch das Land Berlin.

Mit jedem fertiggestellten Abschnitt wird der Berliner Mauerweg nicht nur als Erinnerungsort gesichert, sondern auch als durchgängige Verbindung für Erholung, Bewegung und historisches Lernen weiterentwickelt.

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Ruppiner Chaussee

Quellen: Grün Berlin

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