Der südliche Sonnenhügel im Berliner Mauerpark wird bis 2026 ökologisch aufgewertet und landschaftlich neugestaltet. Trotz der Arbeiten bleiben Amphitheater und Graffitifläche zugänglich, damit die Nutzung des Parks nicht eingeschränkt wird.

Visualisierung des sanierten Sonnenhügels im Mauerpark mit neuen Wiesenflächen und Baumpflanzungen. Das Amphitheater und die Graffitifläche bleiben trotz der Bauarbeiten weiter zugänglich. / © Foto: Bloomimages Berlin
© Titelbild: Wikimedia Commons, Traktorminze, CC BY-SA 4.0
Der Mauerpark wird schrittweise erneuert und befindet sich nun in der dritten Bauphase. Nach den Arbeiten im Hundeauslaufbereich liegt der Schwerpunkt jetzt auf dem südlichen Sonnenhügel. Die Fläche zwischen Zick-Zack-Rampe und Amphitheater erhält neue Wiesen, frisch gepflanzte Bäume sowie moderne Leitungen für Be- und Entwässerung. Grün Berlin will die ökologische Qualität des Hügels verbessern und gleichzeitig die Nutzung des Parks ermöglichen. Deshalb bleiben das Amphitheater und die Graffitifläche während der Bauzeit geöffnet.
Geplante Arbeiten im Mauerpark: Gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung des Hangs und zum Erhalt der Landschaftsform
Das Sanierungsgebiet ist rund 8.000 Quadratmeter groß. Regenwasser hat über Jahre tiefe Rinnen in den Hang gegraben und Boden abgetragen. Um das Gelände zu schützen, entsteht eine unterirdische Regenwasserableitung. Sie leitet Niederschläge gezielt ab und verhindert Auswaschungen. Gleichzeitig soll der Hang nur dort, wo es unbedingt nötig ist, neu modelliert werden. So bleibt die Landschaftsform weitgehend erhalten.
Mauerpark: Neue Bepflanzung und ökologische Aufwertung nach historischem Gestaltungskonzept
Rund 25 Apfelbäume und Säuleneichen ergänzen künftig den Sonnenhügel. Die Auswahl folgt dem ursprünglichen Entwurf des Landschaftsarchitekten Prof. Gustav Lange. Für die Wiesenflächen kommt eine Saatmischung aus regionalen Wildpflanzen zum Einsatz. Die Abstimmung erfolgte gemeinsam mit der Naturschutz AG und einer ökologischen Baubegleitung.
Ziel sei es, mehr Lebensräume für Insekten und Kleintiere zu schaffen. Eine unterirdische Bewässerungsleitung mit Hydranten erleichtert später die Pflege. So bleiben die neuen Flächen artenreich und pflegeleicht zugleich.
Langfristige Weiterentwicklung des Mauerparks und angrenzender Flächen bis 2027
Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten. Besucherinnen und Besucher können den Park deshalb weiterhin nutzen. Die Planung berücksichtigt bestehende Angebote wie Veranstaltungen oder Freizeitaktivitäten. Außerdem orientiert sich die Gestaltung am historischen Konzept von Prof. Gustav Lange. Auf diese Weise bleibt der vertraute Charakter des Mauerparks bestehen, während die Anlagen für die Zukunft vorbereitet werden.
Die Arbeiten am Sonnenhügel sind Teil eines Projekts, das den gesamten Mauerpark bis 2027 umfasst. Auch angrenzende Flächen wie der Falkplatz werden einbezogen. Der Park aus dem Jahr 1994 ist stark frequentiert und daher in vielen Bereichen verschlissen. Mit Bürgerbeteiligung entstehen klimaangepasste und nachhaltige Lösungen. Dafür stehen rund 16 Millionen Euro aus der Städtebauförderung bereit, finanziert über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Quellen: Grün Berlin GmbH
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