Auf dem Gelände an der Marzahner Promenade rollen die Bagger: Die DEGEWO hat mit dem Bau von zwei achtgeschossigen Wohnhäusern begonnen. 140 neue Wohnungen sollen hier bis 2027 entstehen, darunter viele barrierefreie und öffentlich geförderte Einheiten.

Auf dem Baufeld an der Marzahner Promenade sind die Erdarbeiten in vollem Gange. Mehrere Bagger sind im Einsatz, um den Boden auszuschachten und für die nächsten Bauphasen vorzubereiten. Die Baugrube ist bereits deutlich ausgehoben, teils mit steil abfallenden Seitenwänden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Marzahn haben die Arbeiten für ein neues Wohnungsbauprojekt der landeseigenen DEGEWO begonnen. Auf dem Gelände direkt neben dem Einkaufszentrum Eastgate entstehen zwei achtgeschossige Wohnhäuser mit insgesamt 140 Wohnungen. Bereits seit einigen Wochen sind Bagger auf dem Baufeld unterwegs. Der Boden wird schrittweise vorbereitet, erste Betonflächen wurden gegossen.
Die Baustelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum S-Bahnhof Marzahn. Dort, wo bislang eine offene Grünfläche lag, laufen derzeit Erdarbeiten. Bauzäune markieren das Areal, Maschinen transportieren Bodenmaterial ab. Die Fertigstellung des Projekts ist für das Frühjahr 2027 geplant.
140 neue Wohnungen mit vielfältigen Grundrissen und barrierefreier Ausstattung an der Marzahner Promenade
Auf dem rund 9.800 Quadratmeter großen Grundstück plant die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft die Errichtung von insgesamt 140 Wohneinheiten. Das Spektrum der geplanten Wohnungen reicht dabei von kompakten Ein-Zimmer-Apartments über Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu sieben großzügig geschnittenen Vier-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnflächen variieren je nach Zuschnitt zwischen 42 und 99 Quadratmetern und sollen damit unterschiedlichen Bedarfen gerecht werden. Ergänzend entstehen im Erdgeschoss drei Gewerbeeinheiten.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der barrierefreien Gestaltung: Über 100 der entstehenden Wohnungen sollen ohne bauliche Hürden zugänglich sein. Darüber hinaus erhält jede Wohneinheit eine eigene Freifläche in Form einer Terrasse oder Loggia, was die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen dürfte. Die Hälfte der geplanten Wohnungen wird im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus öffentlich gefördert. Die Einstiegsmiete für diese Einheiten liegt bei sieben Euro pro Quadratmeter nettokalt. Angaben zu den Mietpreisen der frei finanzierten Wohnungen liegen bislang noch nicht vor.
DEGEWO in Marzahn: Nachhaltiger Wohnungsbau mit Photovoltaik und Gründach im Bestand
Das Neubauvorhaben erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard. Die Gebäude erhalten begrünte Dächer mit Retentionsflächen zur Regenwasserrückhaltung. Auf dem Dach ist zudem eine Photovoltaikanlage vorgesehen, um Strom lokal zu erzeugen. Damit soll das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten.
Die DEGEWO setzt damit auf Nachverdichtung im Bestand. Das Bauvorhaben ist Teil eines längerfristigen Entwicklungsprozesses im Umfeld der Marzahner Promenade. In den 1970er-Jahren errichtet, wird das Quartier nun schrittweise ergänzt und erneuert.
Frühe Beteiligung: DEGEWO bringt Ideen der Anwohnenden für das Wohnumfeld ein
Bereits im Sommer 2023 wurden zwei Informationsveranstaltungen vor Ort durchgeführt. Dabei konnten Anwohnende mit Planenden ins Gespräch kommen und Vorschläge zur Gestaltung des Wohnumfelds machen. Die Veranstaltungen fanden im Rahmen der Leitlinien für Partizipation im Wohnungsbau statt. Nach Angaben der DEGEWO flossen mehrere Anregungen in die Planung ein. So soll das Wohnumfeld nutzungsfreundlich und sozial verträglich gestaltet werden. Ziel sei ein städtebaulich integriertes Projekt, das die bestehende Nachbarschaft berücksichtigt.
Das Bauvorhaben an der Marzahner Promenade ist Teil der aktuellen Neubauoffensive der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Für 2025 haben diese Rekordinvestitionen von 2,6 Milliarden Euro angekündigt, ein Großteil davon fließt in den Wohnungsneubau. Damit reiht sich das Vorhaben in eine stadtweite Strategie ein, die auf nachhaltiges Bauen, soziale Durchmischung und langfristige Stabilität auf dem Berliner Wohnungsmarkt zielt.

So soll der Bau nach seiner Fertigstellung 2027 aussehen. / © Visualisierung: Arnold und Gladisch Objektplanung Generalplanung GmbH

Die Baustelle befindet sich somit in einer fortgeschrittenen Phase der Bodenarbeiten. Die technische Infrastruktur für den weiteren Hochbau, etwa die Verankerung von Bauteilen und die Herstellung tragfähiger Fundamente, wird vorbereitet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Erste vorbereitende Maßnahmen für die Gründungsarbeiten sind sichtbar: Teilbereiche des Fundaments wurden bereits mit Beton vergossen, Abschnitte des Baufelds sind gesichert und eingefasst. Ein Kran ist vor Ort installiert, was auf den baldigen Start der Rohbauarbeiten hinweist. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: DEGEWO, Berliner Morgenpost
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