In Marzahn ist ein Neubau an der Lea-Grundig-Straße geplant. Das Hochhaus könnte 19 Geschosse und 96 Wohnungen umfassen. Die Planungen befinden sich aber noch in einer sehr frühen Phase.

geplantes Hochhaus Lea-Grundig-Straße (Marzahn)

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI

 

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In Marzahn-Hellersdorf plant die Wohnungsbaugenossenschaft Marzahner Tor e.G. einen Neubau an der Lea-Grundig-Straße Ecke Jan-Petersen-Straße. Das Vorhaben sieht laut Vorbescheid ein Hochhaus mit 19 Geschossen vor. Der Standort liegt auf einer bisherigen Parkplatzfläche westlich der Lea-Grundig-Straße. Nach aktuellem Stand liegt jedoch noch kein Bauantrag vor. Entsprechend hat der Bezirk Marzahn-Hellersdorf bislang keine Baugenehmigung erteilt.

  • Standort: Lea-Grundig-Straße Ecke Jan-Petersen-Straße, Marzahn
  • Projekt: Neubau mit Hochhaus
  • Gebäudehöhe: geplant bis zu 19 Geschosse
  • Wohnungen: 96
  • Gewerbe: Arzt, Physiotherapie, weitere Einheiten

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE) hin bestätigt, dass ohne Bauantrag keine weiteren Verfahrensschritte eingeleitet werden können. Ein Zeitplan für den Baustart oder die Fertigstellung existiert nicht. Das Projekt befindet sich damit weiterhin in einer sehr frühen Planungsphase.

Hochhaus in Marzahn: Einordnung in die bestehende Bebauung

Das geplante Hochhaus in Marzahn soll sich – wenn es dann gebaut wird – in die vorhandene städtebauliche Struktur einfügen. Die Umgebung ist überwiegend durch Wohngebäude mit bis zu elf Geschossen geprägt. Dennoch verweist der Bezirk darauf, dass es innerhalb der Großsiedlung Marzahn bereits einzelne Hochhäuser mit 18 bis 21 Etagen gibt. Diese Gebäude setzen gezielte städtebauliche Akzente. Der Neubau soll eine Höhe von 61,55 Metern erreichen.

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Das geplante Hochhaus an der Lea-Grundig-Straße orientiert sich laut Bezirk an diesen bestehenden Hochpunkten. Es soll als ergänzender Baustein im östlichen Bereich des Bürgerparks dienen.

Lea-Grundig-Straße: Planungsrecht und Infrastruktur

Das Grundstück liegt aktuell nicht im Geltungsbereich eines festgesetzten Bebauungsplans. Der Bebauungsplan 10-81bG befindet sich noch im Verfahren. Ziel dieses Plans ist unter anderem die Stärkung zentraler Versorgungsbereiche sowie die Sicherung der Nahversorgung in Marzahn. Für das Bauvorhaben wurde auch bereits ein Fällantrag für 14 Bäume gestellt.

Für das geplante Hochhaus ergeben sich nach bisherigen Planungen zusätzliche Bedarfe bei der sozialen Infrastruktur. Konkret rechnet der Bezirk mit jeweils zehn zusätzlichen Kita- und Grundschulplätzen. Diese sollen in bestehenden Einrichtungen abgedeckt werden. Eine Verpflichtung des Vorhabenträgers zur Schaffung neuer Plätze besteht deshalb derzeit nicht.

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Baustelle am ehemaligen Carré Marzahn in der Jan-Petersen-Straße in Berlin-Marzahn mit Containern, Bauzäunen und Rückbauarbeiten für den geplanten Neubau.

Der Blick über das Gelände in der Jan-Petersen-Straße 14/18 in Marzahn zeigt leerstehende Gebäude. Auch hier entsteht ein Hochhaus in unmittelbarer Nähe zur Lea-Grundig-Straße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hochhaus-Neubau in Marzahn: Wohnungen, Gewerbe und Stellplätze

Der Neubau an der Lea-Grundig-Straße umfasst laut Vorbescheid 96 Wohneinheiten. Unter den 96 geplanten Wohnungen sind auch zwei Senioren-Wohngemeinschaften vorgesehen. Neben Wohnraum sind auch Gewerbefläche geplant. Diese sollen etwa 460 Quadratmeter umfassen. Vorgesehen sind unter anderem ein Veranstaltungsraum, zwei kleinere Gewerbeeinheiten, eine Physiotherapie sowie eine Arztpraxis.

Im Bereich Verkehr sieht die Planung 48 Stellplätze in einer Tiefgarage vor. Zusätzlich bleiben Teile der Fläche weiterhin als Mieterparkplätze erhalten. Insgesamt sollen nach Fertigstellung 203 Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen. Ein Carsharing-Angebot mit Ladesäulen ist vorgesehen.

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In unmittelbarer Nähe des geplanten Hochhauses an der Lea-Grundig-Straße entwickelt sich derzeit auch ein weiteres großes Bauprojekt in Marzahn. An der Jan-Petersen-Straße entsteht auf dem Gelände des ehemaligen „Carré Marzahn“ ein neues Wohnquartier mit insgesamt rund 428 Wohnungen, das ebenfalls ein Hochhaus umfasst. Somit werden perspektivisch deutlich mehr Wohnungen in dieser Umgebung zur Verfügung stehen.

 

Quellen: Schriftliche Anfrage, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 25 637, Marzahn-Hellersdorf LIVE

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