In Marzahn soll an der Märkischen Allee 160a ein Hochhaus mit 16 Geschossen entstehen. Geplant sind studentisches Wohnen, Gesundheitsangebote und Nahversorgung.
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Neue Wohnungen für Studentinnen und Studenten entstehen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Im Ortsteil Marzahn liegt ein konkreter Plan für ein neues Hochhaus an der Märkischen Allee 160a vor.
Laut Angaben des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf soll dort ein gemischt genutztes Gebäude entstehen. Der Bauantrag ging bereits am 19. Dezember 2025 ein. Das Projekt umfasst vor allem studentisches Wohnen, ergänzt durch soziale und gewerbliche Nutzungen.
- Standort: Märkische Allee 160a, 12681 Berlin
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Höhe: bis zu 55,8 Meter
- Geschosse: 16 Geschosse
- Wohneinheiten: 574 (studentisches Wohnen)
- Genehmigungsstatus: Verfahren läuft
Geplant sind insgesamt 574 Wohneinheiten. Diese richten sich gezielt an Studierende. Zusätzlich sieht das Konzept ein medizinisches Versorgungszentrum mit Apotheke vor. Auch ein Kiezcafé, ein Fitness- und Gesundheitsbereich sowie ein Spätkauf und ein Imbiss sind vorgesehen. Ziel ist eine Kombination aus Wohnen, Versorgung und Begegnung im Quartier.
Marzahner Neubau: 16 Geschosse und klare Hochhaus-Einstufung
Das Gebäude an der Märkischen Allee 160a ist mit einer Höhe von bis zu 53,6 Metern bei 16 Geschossen geplant. Mit technischen Aufbauten liegt die maximale Höhe bei 55,8 Metern. Damit erfüllt das Vorhaben die Kriterien eines Hochhauses nach der Berliner Bauordnung.
Der Baukörper soll gestaffelt ausgeführt werden. Dadurch passt er sich an die bestehende Bebauung in Marzahn an. In der Umgebung stehen Gebäude mit sehr unterschiedlichen Höhen, von wenigen Geschossen bis zu Hochhäusern mit über 20 Etagen.
Genehmigung für Hochhaus in Märkischer Allee steht noch aus
Das Genehmigungsverfahren läuft aktuell noch. Laut Bezirk sind Änderungen an den Unterlagen erforderlich. Erst wenn alle Nachweise vollständig vorliegen, beginnt die Frist für die Entscheidung. Diese beträgt dann einen Monat. Ein konkreter Termin für die Baugenehmigung steht aber bislang noch nicht fest.
Nach einer Genehmigung kann der Bau schließlich innerhalb von zwei Jahren starten. Für die Fertigstellung gilt eine Frist von sechs Jahren. Diese kann unter bestimmten Bedingungen verlängert werden.
Märkische Allee 160a (Marzahn)
Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage, Drucksache 19 / 25 555, Marzahn-Hellersdorf LIVE
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2 Kommentare
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Also, so wie ich das verstanden habe, wollen sie das Gebäude, das noch nicht einmal 20 Jahre alt ist und in dem sich ein McFit, ein KiK sowie ein Solarium befinden, abreißen. Dadurch würde den dahinter liegenden Wohngebäuden komplett die Sonne genommen werden. Auf deren Balkonen scheint bisher den ganzen Tag die Sonne, doch wenn dort ein 16-stöckiges Gebäude errichtet wird, haben die Wohnungen – egal ob die Fenster nach vorne oder nach hinten rausgehen – gar keine Sonne mehr.
Zudem macht es ökologisch überhaupt keinen Sinn, ein Gebäude abzureißen, das noch keine 20 Jahre alt ist. Vor allem ist die Gegend ohnehin schon so dicht bebaut, was man auch in den Einkaufsläden merkt. Jetzt sollen hier überall noch mehr Wohnungen hochgezogen werden, obwohl das Viertel bereits völlig überfüllt ist. Hier gibt es überwiegend Mehrfamilienhäuser mit zehn Etagen oder mehr.
Besonders problematisch finde ich zudem das geplante studentische Wohnen. Hier sollen Apartments entstehen, die wahrscheinlich noch nicht einmal 20 Quadratmeter groß sind. Letztendlich bedeutet das eine massive Verkleinerung der Wohnsituation in Berlin. Ich empfinde solche winzigen Apartments als menschenverachtend; sie werden der Würde eines Studenten absolut nicht gerecht. Ich finde diesen Standort für ein solches Vorhaben völlig unpassend und hoffe, dass die Genehmigung nicht erteilt wird.
.. und wenige Meter weiter, an der Märkischen Allee 171, quasi schräg gegenüber – bis vor wenigen Jahren Medimax-Standort, ist nach dem Abriß seitdem nur Baustelle, auf der nichts passiert ..
Wäre ein besser geigneter Standort für das viel zu hohe Gebäude, und würde keinerlei Balkonnutzung beeinträchtigen ..
Aber ohnehin braucht es auf diesem schon dicht genug besiedeltem Gebiet keine weitere Bebauung.