Für das geplante Kombibad am Kienberg in Hellersdorf ist ein wichtiger Schritt geschafft: Die Planungen sind weit genug fortgeschritten, dass die Bauarbeiten vorbereitet werden können. Die Ausschreibung soll 2027 starten, anschließend könnte der Bau beginnen.

Blick vom Kienberg über Marzahn-Hellersdorf: Im Bereich des Jelena-Šantić-Friedensparks soll das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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In Hellersdorf könnte es in absehbarer Zeit wieder ein öffentliches Freibad geben. Für das seit Jahren geplante Kombibad am Kienberg ist inzwischen die formelle Planreife erreicht. Nach aktuellem Stand soll die Ausschreibung 2027 beginnen, anschließend könnte der Bau starten. Die Fertigstellung ist spätestens für 2030 vorgesehen.
Damit kommt ein Projekt voran, das den Bezirk bereits seit Jahren beschäftigt. Das geplante „Multifunktionsbad Kienberg“ soll eine neue Schwimmhalle mit einem Freibadangebot verbinden und am Rand des Jelena-Šantić-Friedensparks entstehen. Für die Umsetzung stehen nach Angaben des Landes Berlin rund 35 Millionen Euro zur Verfügung.
35 Mio. Euro: Schwimmhalle und Außenbecken am Kienberg geplant
Vorgesehen ist eine Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Becken sowie einem Lehrschwimmbecken für Schulen und Vereine. Hinzu kommt ein Außenbecken mit Liegewiese und einem Spielbereich für Kinder. Auch ein gastronomisches Angebot, Fahrradstellplätze und barrierefreie Ausstattungen gehören zur Planung.
Für das Funktionsbad werden derzeit rund 25,1 Millionen Euro veranschlagt, weitere etwa 10,3 Millionen Euro sind für das Außenbecken vorgesehen. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA) und des Bundes. Die Berliner Bäder-Betriebe sollen das Bad als Bauherr umsetzen.
Der Standort an der Hellersdorfer Straße liegt am Rand des Wuhletals, unweit von Kienbergpark, Gärten der Welt, Seilbahn und U-Bahnhof Kienberg. Seit der Schließung des Wernerbads im Jahr 2002 gibt es in Marzahn-Hellersdorf kein öffentliches Freibad mehr. Das neue Kombibad könnte diese Lücke nach mehr als zwei Jahrzehnten schließen.

Der rot markierte Geltungsbereich des Bebauungsplans 10-118 umfasst die Flächen für das Kombibad „Multifunktionsbad Kienberg“ in Marzahn-Hellersdorf. / © Grafik: BA Marzahn-Hellersdorf
Bebauungsplan schafft Grundlage für das Vorhaben am Kienberg
Ein wichtiger Schritt im Planungsverfahren wurde bereits im Sommer vollzogen. Zwischen dem 17. Juni und dem 17. Juli 2026 konnten Bürgerinnen und Bürger den Entwurf des Bebauungsplans 10-118 einsehen und Stellungnahmen abgeben. Mit dem Verfahren sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Multifunktionsbad geschaffen werden.
Die Planung des Projekts war in den vergangenen Jahren mehrfach verändert worden. Zwischenzeitlich stand nach Kürzungen im Berliner Haushalt auch eine einfachere Typenschwimmhalle im Raum. Inzwischen verfolgen die Berliner Bäder-Betriebe wieder das Konzept eines Kombibads mit Hallen- und Freibadbereich.
Baubeginn nach Ausschreibung möglich – Fertigstellung frühestens 2030
Mit der erreichten Planreife rückt nun die nächste Phase näher. Nach derzeitiger Planung soll die Ausschreibung 2027 auf den Weg gebracht werden. Unmittelbar nach deren Abschluss könnte der Baubeginn folgen. Bis spätestens 2030 soll das neue Schwimmbad fertiggestellt sein.
Über den aktuellen Stand informiert künftig auch eine neue Tafel direkt am vorgesehenen Standort im Jelena-Šantić-Friedenspark. Sie wird am 4. September vorgestellt und soll Anwohnerinnen und Anwohner über das Vorhaben und die geplanten Angebote informieren. Die Information vor Ort ist damit vor allem eine Begleitmaßnahme zu einem Projekt, das nun nach einer langen Planungsphase in die nächste konkrete Umsetzungsstufe eintritt.
Kombibad Marzahn-Hellersdorf
Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Verfahren Bebauungsplan 10-118 „Multifunktionsbad Kienberg“, Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/23887
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