Der Randbezirk Marzahn-Hellersdorf verändert sich rasant. Zwischen Kaulsdorf, Biesdorf und der Hellen Mitte entstehen neue Quartiere, Plätze werden umgebaut und ganze Straßenzüge erhalten ein neues Gesicht. Besonders der Wohnungsbau treibt den Wandel voran und schafft hunderte neue Wohnungen in kurzer Zeit. Fünf aktuelle Projekte zeigen, wie dynamisch sich der Bezirk bis 2026 weiterentwickelt.
STADT UND LAND Wohnungen
Biesdorf Wohnungen
Großprojekt Marzahn
Alice-Salomon-Platz
Wohnungen am Theaterplatz
© Foto Titelbild: STADT UND LAND
Marzahn-Hellersdorf, der zehntgrößte Berliner Bezirk mit rund 283.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, gehört zu den am stärksten wachsenden Randlagen der Hauptstadt. Der Bezirk, der 2001 aus Marzahn und Hellersdorf hervorging, ist bis heute geprägt von weitläufigen Neubaugebieten und einer kleinteiligen Siedlungsstruktur in Kaulsdorf und Mahlsdorf. Gleichzeitig entstehen in vielen Ortsteilen neue Wohnquartiere, Nachverdichtungen und städtebauliche Projekte, die den Bezirk spürbar verändern sollen. Besonders der Wohnungsbau gewinnt an Bedeutung, da Marzahn-Hellersdorf zunehmend eine zentrale Rolle bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Berlin übernimmt.
Kaulsdorf: 154 neue Wohnungen an der Lily-Braun-Straße ab 2026 bezugsfertig
In Kaulsdorf startet die Vermietung von 154 neuen Wohnungen an der Lily-Braun-Straße, die im März 2026 bezugsfertig sein sollen. Die STADT UND LAND errichtet dort ein siebengeschossiges Wohnensemble, das funktionale Grundrisse, barrierefreie Zugänge und private Außenbereiche wie Terrassen, Balkone und Dachterrassen kombiniert. Ergänzend entstehen Wege, Grünflächen und ein Spielplatz, wodurch die Anlage stärker in das bestehende Wohngebiet eingebunden wird. Dank kurzer Wege zu U5, Buslinien, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten bietet der Standort eine ruhige Wohnlage mit guter Infrastruktur.
Biesdorf wächst: Auf dem Frostkauf-Gelände entstehen 88 neue Wohnungen bis 2026
Auf dem ehemaligen Frostkauf-Gelände in Biesdorf entstehen bis 2026 insgesamt 88 Wohnungen sowie neue Gewerbeflächen. Die Rohbauten wachsen sichtbar in die Höhe, da die Arbeiten nach einem verzögerten Start nun deutlich voranschreiten. Vier Gebäude bilden das neue Quartier, ergänzt durch eine Tiefgarage mit 67 Stellplätzen und dem später zurückkehrenden Frostkauf-Markt im Erdgeschoss. So fügt sich das Projekt Schritt für Schritt in das bestehende Stadtbild ein und stärkt die Nahversorgung im Umfeld der Weißenhöher Straße.
Jan-Petersen-Straße: Neubauprojekt in Marzahn startet 2026 mit 444 Wohnungen
In Marzahn entsteht an der Jan-Petersen-Straße ein neues Wohnquartier mit 444 Mietwohnungen, das 2026 in den Bau gehen und bis 2028 fertig werden soll. Nach dem Verkauf des Grundstücks rücken Greystar und Ten Brinke nun die Planung voran und setzen auf ein Konzept, das Wohnen und wohnortnahe Versorgung kombiniert. Zwei Gebäude, ein elfgeschossiges Hochhaus und ein sechsgeschossiger Baukörper, sollen das neue Ensemble bilden und den Standort städtebaulich verdichten. Da das Projekt Haushalte mit mittlerem Einkommen adressiert, soll es zugleich zur Entspannung des Wohnungsmarktes in Marzahn beitragen.
Hellersdorf gestaltet neu: Umbau des Alice-Salomon-Platzes beginnt 2026

© Visualisierung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen / Bruun & Möllers GmbH & Co.
In der Hellen Mitte soll der Alice-Salomon-Platz ab 2026 umfassend umgebaut werden, damit der stark versiegelte Stadtraum mehr Grün, Schatten und Aufenthaltsqualität erhält. Nach einem Wettbewerbsverfahren setzt der Bezirk auf den Entwurf von Bruun & Möllers, der neue Sitzbereiche, bepflanzte Flächen und klimaangepasste Gestaltung vorsieht. Da die Finanzierung nun über verschiedene Förderprogramme gesichert ist, kann der Umbau trotz früherer Verzögerungen starten. So soll ein lebendiger Platz entstehen, der die Helle Mitte stärkt und den Bedürfnissen einer wachsenden Nachbarschaft besser entspricht.
Theaterplatz Hellersdorf: 167 neue Wohnungen sollen 2026 fertig sein
In Hellersdorf entsteht am Theaterplatz ein Neubau mit 167 Wohnungen, der im zweiten Quartal 2026 fertig werden soll. Nach dem Richtfest zeigt der Rohbau deutliche Fortschritte, sodass das Projekt wie geplant vorankommt. Die HOWOGE setzt auf modulare Bauweise und ein reines Stromhaus-Konzept mit Wärmepumpe und Photovoltaik, wodurch der Wohnkomplex energieeffizient betrieben werden kann. Ergänzend entstehen Spiel- und Grünflächen sowie zahlreiche Fahrrad- und Pkw-Stellplätze, sodass das Quartier sowohl familienfreundlich als auch mobilitätsgerecht gestaltet wird.
Quellen: Immobilienmanager, Periskop Development, Ten Brinke, Greystar, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, HOWOGE, Laborgh, Goldbeck. Pascal Grothe, H+L® Baustoff GmbH, Architektur Urbanistik Berlin, STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft, Kondor Wessels, Architektur Urbanistik Berlin
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