In Marzahn-Hellersdorf wird an zahlreichen Stellen neuer Wohnraum geschaffen. Fünf aktuelle Projekte zeigen exemplarisch, wie sich der Bezirk baulich weiterentwickelt. Dabei reicht das Spektrum von großen Wohnquartieren bis hin zu Hochhäusern.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Arne Müseler, CC BY-SA 3.0 DE
1. DEGEWO Neubauquartier in Mahlsdorf: 248 Wohnungen auf einem ehemaligen Brachgelände

Visualisierung des neuen Wohnquartiers an der Bisamstraße in Mahlsdorf mit 248 geplanten Mietwohnungen, nachhaltiger Bauweise und ergänzender Infrastruktur wie Kita und Grünflächen. / © Foto: DEGEWO
In Mahlsdorf baut die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft DEGEWO auf einem rund zehn Hektar großen Gelände zwischen der Bisamstraße und der Stralsunder Straße ein neues Wohnquartier. Seit dem Frühjahr 2025 sind auf der Fläche, die zuvor ungenutzt war, die ersten Erdarbeiten sichtbar. Mehrere Baugruben wurden bereits ausgehoben, erste Materialien wie Dämmstoffe wurden geliefert und Baumaschinen sind im Einsatz. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Sommer 2027 geplant.
Geplant sind insgesamt 35 Mehrfamilienhäuser mit 248 Wohnungen. Diese richten sich an unterschiedliche Zielgruppen wie Familien, Paare, Alleinlebende und ältere Menschen. Die Größen der Wohnungen variieren zwischen 52 und 141 Quadratmetern. Mehr als die Hälfte der Einheiten wird öffentlich gefördert und 108 Wohnungen sollen barrierefrei zugänglich sein. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon oder eine Terrasse.
2. BUWOG-Hochhausprojekt: 168 Wohnungen in zwei neue Wohntürmen in Kaulsdorf

Die beiden zwölfgeschossigen Wohntürme der BUWOG an der Ludwigsluster Straße in Kaulsdorf stehen kurz vor der Fertigstellung und bieten insgesamt 168 Wohnungen mit großzügigen Balkonen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Ludwigsluster Straße 100 in Kaulsdorf realisiert die BUWOG zwei zwölfgeschossige Wohntürme mit insgesamt 168 Wohnungen. Die Gebäude zeichnen sich durch eine abgeschrägte Architektur aus und setzen damit einen deutlichen städtebaulichen Akzent in einem bislang von niedrigeren Bauten geprägten Umfeld.
Der Bau begann auf dem Gelände eines ehemaligen Gewerbebaus. Inzwischen sind die Rohbauten weitgehend fertiggestellt. Die Wohnungen verfügen über ein bis vier Zimmer und sind so konzipiert, dass viele von ihnen großzügige Balkone mit Westausrichtung erhalten. Beide Häuser sind mit Aufzügen ausgestattet. Der Einzug ist für Sommer 2025 vorgesehen.
3. Marzahner Promenade: 140 neue Mietwohnungen in achtgeschossiger Bauweise

Geplantes Bauvorhaben der DEGEWO an der Marzahner Promenade mit zwei achtgeschossigen Gebäuden, 140 Wohnungen und energieeffizienter Bauweise. / © Visualisierung: Arnold und Gladisch Objektplanung Generalplanung GmbH
Direkt an der Marzahner Promenade, in unmittelbarer Nähe zum Einkaufszentrum Eastgate und zum S-Bahnhof, baut die DEGEWO zwei achtgeschossige Wohnhäuser mit insgesamt 140 Wohnungen. Seit Sommer 2025 werden auf dem rund 9.800 Quadratmeter großen Grundstück die Erdarbeiten durchgeführt. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Die Wohnungen variieren zwischen 42 und 99 Quadratmetern und decken ein breites Spektrum ab, von Ein-Zimmer-Apartments bis hin zu Vier-Zimmer-Wohnungen. Über 100 Wohnungen werden barrierefrei ausgeführt. Darüber hinaus entstehen im Erdgeschoss drei Gewerbeeinheiten. Etwa die Hälfte der Wohnungen wird öffentlich gefördert, mit Einstiegsmieten ab sieben Euro pro Quadratmeter nettokalt.
4. Elfstöckiges Wohnhaus von STADT UND LAND: 137 Mietwohnungen vorzeitig fertiggestellt

Neubau der STADT UND LAND in der Rabensteiner Straße in Marzahn mit 137 Mietwohnungen, davon rund 90 Prozent als Sozialwohnungen mit einem hohem Anteil barrierefreier Einheiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
An der Rabensteiner Straße in Marzahn hat die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft ein neues elfstöckiges Wohnhaus mit 137 Mietwohnungen errichtet. Der Bau wurde mehrere Monate früher als geplant abgeschlossen. Zuvor wurde die Fläche als Parkplatz genutzt. Die oberste Etage des Gebäudes ist als Staffelgeschoss ausgeführt. Die Wohnungen verfügen über ein bis vier Zimmer, etwa die Hälfte ist barrierefrei gestaltet.
Rund 90 Prozent der Wohnungen werden im sozialen Wohnungsbau vermietet. Die Nettokaltmiete liegt dort bei 6,60 Euro pro Quadratmeter. Für die frei finanzierten Einheiten werden etwa 11,50 Euro verlangt. 55 Pkw-Stellplätze stehen auf dem Grundstück zur Verfügung.
5. „Lion Feuchtwanger 61“ in Kaulsdorf-Nord: Experimenteller Wohnkomplex mit serieller Bauweise

Der Wohnkomplex „Lion Feuchtwanger 61“ in Kaulsdorf mit serieller Bauweise, 124 Mietwohnungen und gemeinschaftlich gestalteten Außenflächen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Wohnprojekt „Lion Feuchtwanger 61“ wurde an der gleichnamigen Straße zwischen dem Wuhletal und dem Clara-Zetkin-Platz in Kaulsdorf-Nord errichtet. Das Architekturbüro FAR frohn und rojas entwickelte ein Konzept, das serielle Bauweise mit flexiblen Grundrissen und gemeinschaftlich genutzten Freiflächen verbindet. Zur Straßenseite zeigt sich die Fassade funktional und schlicht, während die Hofseite durch Laubengänge und private Loggien geprägt ist.
Der Komplex besteht aus zwei parallelen, sechsgeschossigen Baukörpern, die auf einem Sockelgeschoss ruhen. Insgesamt entstanden 124 Mietwohnungen, ergänzt durch 59 Tiefgaragenstellplätze. Das Rastermaß von 1,25 Metern erlaubt eine hohe Flexibilität im Innenausbau. Dadurch konnten mehr als 30 unterschiedliche Wohnungstypen realisiert werden, von kleinen Studios bis zu Maisonette-Wohnungen.
Quellen: DEGEWO, BUWOG, Hirsch & Lorenz, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Kondor Wessels Holding GmbH, STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, BauNetz, DEAL Magazin
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