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Auf dem ehemaligen Gelände des Mariendorfer Güterbahnhofs in Berlin-Tempelhof hat die Grundsteinlegung für das neue Stadtquartier „Marienhöfe“ stattgefunden. In den kommenden Jahren soll hier eines der größten und nachhaltigsten Wohnbauprojekte der Hauptstadt mit rund 900 Wohnungen und umfangreicher sozialer Infrastruktur entstehen.

Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

Geplant ist ein vielfältig nutzbares Quartier im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mit Gewerbeflächen, Mietwohnungen, Kitas, einer Flüchtlingsunterkunft und großzügigen Freiräumen. / © Visualisierung: Goldbeck GmbH

© Visualisierung Titelbild: Goldbeck GmbH
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am 12. November 2025 wurde in Tempelhof der Grundstein für das Stadtquartier „Marienhöfe“ gelegt. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen) betonte bei der Veranstaltung, das Projekt zeige beispielhaft, wie in Berlin neuer Wohnraum entstehen könne, der soziale und ökologische Ansprüche gleichermaßen berücksichtigt. Insgesamt entstehen auf dem zehn Hektar großen Areal an der Attilastraße rund 900 Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und Gastronomie.

Das Bauunternehmen Goldbeck, der Investmentmanager Hines und die Eigentümerfamilie Semer realisieren das Quartier gemeinsam. Ursprünglich hatte die Familie Semer das Grundstück bereits 2008 erworben. Nach über acht Jahren Planungszeit und einem mehrjährigen Bebauungsplanverfahren markiert die Grundsteinlegung nun den offiziellen Beginn der Bauphase.

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Attilastraße in Tempelhof: Stadtquartier „Marienhöfe“ entsteht in serieller Bauweise

Das Gelände des ehemaligen Mariendorfer Güterbahnhofs wird zu einem modernen Stadtquartier umgestaltet. Geplant sind elf Wohn- und Geschäftsgebäude sowie ein zentrales Quartiershaus. Goldbeck errichtet die Gebäude in serieller Bauweise, wodurch sich der Baufortschritt deutlich beschleunigen lässt. Die ersten Wohnungen sollen bereits zwei Jahre nach Baubeginn bezugsfertig sein.

Entstehen wird ein sozial durchmischtes Quartier mit frei finanzierten, geförderten und seniorengerechten Wohnungen. Etwa 300 Einheiten sind als geförderter Wohnraum vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot durch betreutes Wohnen, eine Kita, ein Ärztehaus sowie einen Drogeriemarkt und mehrere Restaurants.

Nachhaltiges Energiekonzept:  Regenerative Wärmeversorgung für die „Marienhöfe“ Tempelhof

Ein zentrales Element der „Marienhöfe“ ist das nachhaltige Energiekonzept. Die Gasag Solution Plus sorgt gemeinsam mit dem benachbarten Rechenzentrum Berlin 2 Data Center des Unternehmens NTT für eine vollständig regenerative Wärmeversorgung. Abwärme aus dem Rechenzentrum wird über eine neu errichtete Wärmetrasse in das Quartier eingespeist.

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Ergänzend kommen Solaranlagen und ein Regenwassermanagementsystem zum Einsatz. Das Quartier soll außerdem fossilfrei betrieben werden und strebt eine DGNB-Zertifizierung in Gold sowie eine Well-Zertifizierung in Silber an.

„Marienhöfe“: Fahrradstraße, Tiefgarage und grüne Innenhöfe

Für die Mobilität innerhalb des Quartiers entsteht eine zentrale Fahrradstraße, die das Gelände von Nord nach Süd durchzieht. Unterirdisch verbindet eine Tiefgarage mit über 22.000 Quadratmetern Fläche und 527 Stellplätzen das Stadtquartier. Davon sind 186 Plätze mit E-Ladepunkten ausgestattet. Der zentrale Anger wird autofrei gestaltet, um die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhöhen.

Das Freiraumkonzept sieht zahlreiche Treffpunkte, Spiel- und Freizeitflächen vor. Plastisch gegliederte Innenhöfe und Grünzonen sollen den Bewohnerinnen und Bewohnern Raum für Erholung und Begegnung bieten. Verantwortlich für die architektonische Planung ist das Büro collignonarchitektur. 

„Marienhöfe“ Berlin-Tempelhof: 17 Jahren nach Grundstückserwerb startet die Bauphase

Mit der Entwicklung der „Marienhöfe“ wird ein lange brachliegendes Areal in Tempelhof neu belebt. Investor Hines bezeichnet das Projekt als die bislang größte Wohninvestition des Unternehmens in Deutschland. Man wolle hier ein zukunftsweisendes Quartier schaffen, das städtebauliche Qualität, soziale Vielfalt und ökologische Verantwortung vereint.

Reinhold Semer erklärte, das Projekt verbinde die Geschichte des Grundstücks mit der Zukunft Berlins. Nach 17 Jahren von der Grundstücksübernahme bis zur Grundsteinlegung entsteht nun ein neues Stadtquartier, das Wohnraum, soziale Infrastruktur und nachhaltige Energieversorgung miteinander kombiniert. Bezirksbürgermeister Oltmann betonte abschließend, dass die „Marienhöfe“ zeigen, wie nachhaltiger Städtebau in Berlin funktionieren könne.

Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

Das neue Stadtquartier entsteht auf einem rund zehn Hektar großen Areal zwischen der Attilastraße und dem Marienpark. / © Visualisierung: Goldbeck GmbH

Baustelle, Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

Auf dem Gelände der künftigen „Marienhöfe“ in Tempelhof prägen inzwischen Baukräne und schwere Maschinen das Bild. Mit der Grundsteinlegung hat das Stadtquartier seine sichtbare Entstehungsphase begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baustelle, Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

Der Blick auf das weitreichende Gelände der „Marienhöfe“, wo die Bauarbeiten aktuell auf Hochtouren laufen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baustelle, Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baustelle, Marienhöfe, Attilastraße Tempelhof

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Goldbeck GmbH, Gasag Solution Plus, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, collignonarchitektur

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