Die Marienfelder Feldmark gehört zu den letzten großen unbebauten Landschaftsräumen im Süden Berlins. Mit der Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet soll verhindert werden, dass Gebäude und andere Eingriffe den offenen Charakter des Gebiets verändern.
Marienfelder Feldmarck
© Titelbild: Wikimedia Commons, JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0
Am südlichen Berliner Stadtrand bleibt eine der letzten größeren zusammenhängenden Freiflächen erhalten: Die Marienfelder Feldmark ist offiziell als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen worden. Damit soll die landwirtschaftlich geprägte Landschaft langfristig vor Bebauung und anderen Eingriffen geschützt werden.
Das Schutzgebiet umfasst Äcker, Wiesen, Feldgehölze, Hecken und Gewässer. Die neue Schutzverordnung begrenzt unter anderem die Errichtung von Gebäuden und Bodenabgrabungen. Gleichzeitig bleibt die Landwirtschaft ausdrücklich Bestandteil der Feldmark.
Marienfelder Feldmark: Freiraum am Stadtrand bleibt erhalten
Die Unterschutzstellung war bereits im November 2025 mit einem förmlichen Verfahren und Öffentlichkeitsbeteiligung vorbereitet worden. Für die Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“ geht damit ein jahrzehntelanges Engagement zu Ende. Nach eigenen Angaben setzt sie sich seit mehr als 40 Jahren für den Erhalt des Gebiets ein.
Neben dem Schutz vor baulichen Eingriffen spielt auch die ökologische Bedeutung eine Rolle. In der Feldmark wurden mehr als 80 Vogelarten nachgewiesen. Bei einem Wildbienenmonitoring kamen 2023 zudem 113 Arten zusammen. Auch der historische Königsgraben, der im 18. Jahrhundert zur Entwässerung der Flächen angelegt wurde, gehört zur geschützten Kulturlandschaft.
Naherholungsraum in Tempelhof-Schöneberg sorgt für klimatische Entlastung
Für die Menschen in Tempelhof-Schöneberg ist die Feldmark zugleich ein wichtiger Naherholungsraum. Die offenen Flächen bilden einen deutlichen Kontrast zu den dicht bebauten Stadtteilen und tragen nach Angaben des Bezirksamts auch zur klimatischen Entlastung der angrenzenden Wohngebiete bei.
Die neue Schutzgebietskategorie soll damit vor allem eines sicherstellen: Die Marienfelder Feldmark bleibt eine offene, landwirtschaftlich geprägte Landschaft – und wird nicht zum neuen Baugebiet am Berliner Stadtrand.
Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bürgerinitiative „Rettet die Marienfelder Feldmark“
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