In der Eisenacher Straße in Berlin-Tempelhof-Schöneberg ist ein neuer Schulstandort offiziell an den Bezirk übergeben worden. Die Minna-Cauer-Schule bietet Platz für rund 600 Schülerinnen und Schüler. Der Neubau setzt auf ein offenes Campuskonzept mit starker Anbindung an das Quartier.

Die Innenarchitektur der neuen Schule an der Eisenacher Straße in Berlin-Mariendorf folgt dem Compartment-Prinzip und ermöglicht flexible Lernzonen für den Schulbetrieb in Tempelhof-Schöneberg. / © Foto: Harry Schnitger / HOWOGE
© Fotos: Harry Schnitger / HOWOGE
Pünktlich zum anstehenden Schuljahr 2026/2027 ist in der Eisenacher Straße ein neuer Schulbau offiziell an den Bezirk Tempelhof-Schöneberg übergeben worden. Die landeseigene HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH hat die Minna-Cauer-Schule fertiggestellt und an die öffentliche Hand übergeben. Der Neubau ist Teil der Berliner Schulbauoffensive und schafft zusätzliche Kapazitäten für rund 600 Schülerinnen und Schüler im Berliner Süden.
Bei der feierlichen Übergabe waren unter anderem Katharina Günther-Wünsch, Dr. Torsten Kühne sowie Tobias Dollase vor Ort. Sie begleiteten die symbolische Übergabe an den Bezirk, der den Schulbetrieb zum kommenden Schuljahr aufnimmt.
Mariendorf: Moderner Campus mit Lernhäusern und Sportinfrastruktur
Der viergeschossige Neubau folgt dem Konzept der Berliner Lern- und Teamhäuser. Sechs sogenannte Compartments bilden flexible Lernlandschaften für eine sechszügige Integrierte Sekundarschule. Im Erdgeschoss sind unter anderem Mensa, Fachräume und Mehrzweckflächen untergebracht, während die oberen Etagen den Lernbereichen sowie naturwissenschaftlichen Räumen vorbehalten sind.
Ein zentrales Merkmal des Standorts ist die Doppelsporthalle mit mehreren Hallenteilen sowie die weitläufigen Außenanlagen. Teile der Infrastruktur werden gemeinsam mit der benachbarten Schätzelberg-Grundschule genutzt. Auch Vereine und die Volkshochschule sollen außerhalb des Unterrichts Zugang zu ausgewählten Bereichen erhalten, wodurch der Standort über den Schulbetrieb hinaus in das Quartier wirkt.

Der Neubau in Berlin-Mariendorf setzt mit seiner Doppelsporthalle an der Eisenacher Straße einen deutlichen Schwerpunkt auf den Schul- und Vereinssport. / © Foto: Harry Schnitger / HOWOGE
Beteiligung der Schulgemeinschaft und nachhaltiges Konzept
Bereits während der Bauphase war die zukünftige Schulgemeinschaft in den Prozess eingebunden. Baustellenbesuche und ein Kunst-am-Bau-Verfahren begleiteten die Entstehung des neuen Standorts. Das Kunstwerk „Random Conversations“ der Künstlerin Birte Endrejat prägt den Eingangsbereich: Ein mechanisches Fallblatt-Display zeigt wechselnde Fragen an Schule und Lernen, entwickelt aus Beiträgen der Schulgemeinschaft.
Auch in technischer Hinsicht setzt der Neubau auf langfristige Konzepte. Eine Photovoltaikanlage sowie ein Geothermie-System mit rund 70 Erdsonden versorgen das Gebäude mit Energie und Wärme. Vertreter der HOWOGE betonten dabei die zügige Umsetzung innerhalb von rund zweieinhalb Jahren Bauzeit sowie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Architekten und Projektpartner beschrieben die Übergabe als Abschluss einer intensiven Planungs- und Bauphase – und zugleich als Beginn der Nutzung durch die Schulgemeinschaft.

Der Campus verfügt über großzügig begrünte Außenflächen und Aufenthaltsbereiche. / © Foto: Harry Schnitger / HOWOGE

Am Standort Eisenacher Straße in Tempelhof-Schöneberg ist mit der Minna-Cauer-Schule ein Bildungsbau entstanden, der Sport-, Lern- und Aufenthaltsbereiche räumlich eng miteinander verbindet und so einen offenen Schulcampus in Mariendorf schafft. / © Foto: Harry Schnitger / HOWOGE
Quellen: HOWOGE, Random Conversations
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