Der Senat hat ein neues Regelwerk zur Gestaltung des Straßenraums der Berliner Mitte entwickelt. Es setzt auf eine nachhaltige Stadtgestaltung bei gleichzeitiger Erhaltung der historischen Struktur. Das sagen unsere Leserinnen und Leser zu den neuen Leitlinien.

So könnte der Straßenraum in den Stadtteilen Friedrichswerder, Friedrichstadt und Dorotheenstadt künftig aussehen. / © Visualisierung Titelbild: GRUPPE PLANWERK, GP Planwerk GmbH, Berlin
© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / envato
Um auch die historischen Berliner Stadtteile Friedrichswerder, Friedrichstadt und Dorotheenstadt fit für die Zukunft zu machen, hat der Senat ein neues Regelwerk zur Gestaltung des Straßenraums entwickelt. Es setzt auf eine nachhaltige Entwicklung der Straßen, die Klimaanpassungen und neue Vorgaben zur Mobilitätswende aufnimmt. Gleichzeitig soll die historische Struktur der Innenstadt erhalten bleiben.
Inhaltlich rücken in dem neuen Regelwerk zukunftsgerichtete Faktoren in den Mittelpunkt, darunter Klimaanpassung und nachhaltige Mobilität. Das bedeutet in der Praxis: mehr Grün und Versickerungsflächen, mehr Aufenthaltsbereiche und Raum für Fahrradstellplätze. Dafür sollen mehr Stadtbäume gepflanzt und Rasenflächen angelegt werden. Außerdem soll ein sogenannter Multifunktionsstreifen am Straßenrand eingerichtet werden.
Auch unsere Leserinnen und Leser hat das Thema diese Woche besonders beschäftigt. Das waren ihre Reaktionen.
„Mal richtig in die Zukunft gedacht“
Super Ansatz! Mal richtig in die Zukunft und auch alle Interessengruppen umgreifend gedacht. Berlin auf dem Weg zu einer echten modernen Metropole – werden hätte es gedacht.
– Anwohnerin Leipziger
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„Gras-Inseln statt 100 Prozent Parkplatznutzung sind gut“
Das Modell im Titelbild gefällt mir gut mit den Gras-Inseln anstelle von 100 Prozent Parkplatznutzung. Nur wenn ich mir die meisten Grünflächen im Straßenbild so ansehe, gibt es da noch einiges an Optimierungsbedarf.
– Löwe
„Der Vorschlag sorgt für mehr Grün in den Straßen“
Richtig cooler Vorschlag aus den Hause Kahlfeldt! Er sorgt für ansprechende Straßengestaltung und für mehr Grün in den Straßen, und wenn die üblichen Verdächtigen […] nicht aufpassen, verschwinden dafür auch Parkplätze. Wäre toll, wenn daraus was wird.
ANZEIGE– Ewald
„Die Historie sollte mehr nach vorne gestellt werden“
Mal ein schöner Ansatz. Es scheint so, als sei die CDU nach ein paar Jahren an der Regierung auch mal drauf gekommen, dass das Auto nicht die Zukunft, sondern die Vergangenheit ist. Es wäre aber dennoch zu wünschen, dass die Historie mehr nach vorne gestellt wird. Warum auch immer wird das hier als Widerspruch dargestellt, obwohl historische Stadträume viel Klimafreundlicher waren (siehe Gendarmenmarkt). […]
– Robur
„Der Leipziger Park im Sinne der Multifunktionsfläche wäre sinnvoll“
Ich fände den Leipziger Park im Sinne der Multifunktionsflächen sinnvoll – mehr Grün, Versickerungsfläche, Aufenthaltsbereiche und vieles mehr. Auch die Tram über die Leipziger bis zur Nationalgalerie wäre toll. Eine notwendige Ergänzung zu den vorhandenen überfüllten U-Bahnen und insbesondere für Touristen attraktiv. Die Tramspur könnte befahrbar ausgestaltetet sein und als „ÖPNV-Spur – Einsatzfahrzeuge frei“ auch von Bussen und Einsatzkräften genutzt werden. […]
– Chris
Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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Das Straßenprofil ist eines aus der Gründerzeitbebauung und nicht ein typisches der Friedrichstadt, Menschen und Fahrräder haben keine Schatten und die Bäume werden diese Größe erst erreichen, wenn wir alle schon tot sind.
Nehmt doch mal das ganze „Baummenschfahrrad- Getümmel“ aus dem Bild und ihr werdet eine Horrorstraße finden – und das soll neu sein? Widerlich…
Und hört endlich auf mit den bestellten Beifall-Klatschern in den Kommentaren.