Direkt neben dem Porta-Möbelhaus in Mahlsdorf liegt seit Jahren eine große unbebaute Fläche brach. Mehrfach gab es Ideen für das Grundstück, doch keine davon wurde umgesetzt. Nun nimmt ein neues Wohnprojekt konkrete Formen an.

Ein Straßenschild zeigt die Pilgramer Straße in Berlin-Mahlsdorf, an der das neue Wohnquartier geplant ist.

Die Pilgramer Straße in Mahlsdorf soll künftig die Adresse eines neuen Wohnquartiers mit Reihenhäusern und Geschosswohnungsbau werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf der Brache an der Pilgramer Straße 304–310 soll ein neues Wohnquartier entstehen. Ein positiver Bauvorbescheid liegt bereits vor. Interessant ist auch die Vorgeschichte des Grundstücks: Noch vor wenigen Jahren sollte hier ein Bildungscampus mit Schule entstehen.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Adresse: Pilgramer Straße 304–310, 12623 Berlin
  • Grundstücksgröße: rund 25.423 Quadratmeter
  • Nutzung: Wohnen
  • Projektstatus: positiver Bauvorbescheid liegt vor

Die große Fläche südlich des Porta-Möbelhauses ist heute weiterhin unbebaut. Das Bezirksamt führt sie als Grundstück Pilgramer Straße 304–310 beziehungsweise Flurstück 1344. Historisch gehörte das Gebiet zu den landwirtschaftlich geprägten Flächen östlich der Pilgramer Straße. Direkt nördlich entstand bis 2017 der Fachmarktstandort mit Porta und weiteren Handelsflächen. Südlich schließen Gewerbenutzungen und weiter entfernt die kleinteilige Wohnbebauung von Mahlsdorf-Süd an.

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Die unbebaute Fläche an der Pilgramer Straße 304–310 in Mahlsdorf liegt direkt neben dem Porta-Möbelhaus.

Auf der bislang unbebauten Fläche südlich des Porta-Möbelhauses an der Pilgramer Straße 304–310 in Mahlsdorf soll ein neues Wohnquartier entstehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Pilgramer Straße 304–310: Reihenhäuser und Geschosswohnungen geplant

Nun verfolgt die COSIMO Investment Group dort ein Wohnprojekt. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Grundstück rund 25.423 Quadratmeter. Vorgesehen sind rund 22.948 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Im Mittelpunkt sollen Reihenhäuser stehen; an der Pilgramer Straße ist zusätzlich Geschosswohnungsbau geplant. Eine konkrete Zahl der Wohnungen nennt COSIMO bislang nicht.

Das Konzept unterscheidet sich damit deutlich von größeren Wohnungsprojekten, die derzeit an anderen Stellen im Berliner Osten entstehen. Im selben Ortsteil werden beispielsweise an der Bisamstraße 248 Wohnungen in 35 Gebäuden gebaut. Nicht weit entfernt soll zudem das heutige Roller-Areal in Mahlsdorf langfristig zu einem gemischten Quartier werden. Die Pilgramer Straße soll dagegen eine aufgelockerte Struktur erhalten.

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COSIMO sieht außerdem ein Gemeinschaftshaus am Eingang des neuen Quartiers vor. Hinzu kommen Grünflächen, Spielbereiche sowie private und gemeinschaftlich nutzbare Freiräume. Das Konzept greift nach Angaben des Projektentwicklers den Grünzug vom Berliner Balkon über den Gutspark Mahlsdorf auf. Dieser soll bis zum Projektgebiet weitergedacht und dort durch Flächen für Spiel, Bewegung und Erholung ergänzt werden.

Die Visualisierung zeigt die geplante Wohnbebauung an der Pilgramer Straße 304–310 in Berlin-Mahlsdorf mit Backsteinfassaden und begrünten Freiflächen.

So soll das neue Wohnquartier an der Pilgramer Straße 304–310 in Mahlsdorf aussehen. Die Visualisierung zeigt die geplante kleinteilige Wohnbebauung mit begrünten privaten und gemeinschaftlichen Freiräumen. / © Visualisierung: COSIMO Investment Group

Auf Grundstück neben Porta war ein Bildungscampus vorgesehen

Die Wohnungsbaupläne sind bereits die nächste Entwicklungsstufe für das Grundstück. Noch 2021 sollte südlich des Porta-Möbelhauses ein Bildungscampus mit Schule und Internat entstehen. Schon in der Kita-Entwicklungsplanung des Bezirks von 2020 war an der Pilgramer Straße 304 außerdem eine Kita mit 30 Plätzen als Teil eines Bildungscampus aufgeführt.

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Im Mai 2022 erfuhr der Bezirk jedoch, dass der damalige Vorhabenträger das Projekt nicht umsetzen könne. Anschließend diskutierten Eigentümer und Verwaltung unterschiedliche Nutzungen. Dazu gehörten ausdrücklich Wohnungsbau und erneut ein Bildungscampus. Doch auch der zweite Campus-Anlauf scheiterte: Nach Angaben des Bezirks wurde das Projekt 2024 erneut storniert. Noch im Februar 2025 erklärte das Bezirksamt, die aktuellen Entwicklungsziele der privaten Eigentümer seien ihm nicht bekannt.

Positiver Bauvorbescheid für neues Wohnquartier in Mahlsdorf

Seitdem hat sich die Situation verändert. COSIMO veröffentlichte Ende August 2026 erstmals die neuen Wohnungsbaupläne und teilte zugleich mit, dass bereits ein positiver Bauvorbescheid vorliegt. Nach Unternehmensangaben richtet sich die Bebaubarkeit nach § 34 Baugesetzbuch. Ein konkreter Termin für einen Bauantrag, den Baustart oder die Fertigstellung wurde bislang nicht genannt.

Damit steht für die seit Jahren unbebaute Fläche nun erneut eine konkrete Entwicklung im Raum. Anders als beim gescheiterten Bildungscampus liegt für das Wohnprojekt bereits ein positiver Bauvorbescheid vor. Bis aus der Brache tatsächlich ein Wohnquartier wird, fehlen allerdings noch entscheidende Schritte.

Neues Wohnquartier Pilgramer Straße 304–310
Auf der Brache südlich des Porta-Möbelhauses in Mahlsdorf plant COSIMO ein neues Wohnquartier mit Reihenhäusern, Geschosswohnungsbau, Gemeinschaftshaus und Grünflächen.

 

Quellen: COSIMO Investment Group, Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage 19/16258, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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3 Kommentare

  1. Harald Schmidt 1. Oktober 2026 at 08:35 - Reply

    Es entstehen so viele neue Wohnungen in Mahlsdorf, damit kann die Infrastruktur aber schon lange nicht mehr mithalten.
    Egal ob öffentlicher Nahverkehr, S-Bahn, Ärzte, Supermärkte, es fehlt hier an allen und trotzdem wollen die immer weiter bauen. Unfassbar.

    • Philipp 1. Oktober 2026 at 12:44 - Reply

      Eigentlich gäbe es entlang der B1 genügende Gewerbestandort bis in Richtung Biesdorf hinein. Die Frage ist: Warum siedelt sich dort so wenig Gewerbe an? Auch entlagen dem Hultschiner Damm gäbe es durchaus noch Platz für gemischtes Gewerbe/Wohnen.

  2. Sabine Huth 1. Oktober 2026 at 10:27 - Reply

    Klasse Idee,da es ja genau dort auch keine Probleme mit dem Verkehr gibt. Seit Jahrzehnten wird über eine Entlasstung gesprochen und nichts.

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