Die Kreuzung Hultschiner Damm, Akazienallee und Bergedorfer Straße in Mahlsdorf gilt als Unfallschwerpunkt. Der Berliner Senat sieht zwar Handlungsbedarf, eine Idee für eine Lösung gibt es aber nicht.

Die Kreuzung von Hultschiner Damm und Bergedorfer Straße in Mahlsdorf steht wegen wiederholter Unfälle seit Jahren im Fokus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die Kreuzung Hultschiner Damm, Akazienallee und Bergedorfer Straße in Mahlsdorf gehört seit Jahren zu den problematischsten Verkehrsknoten im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Eine aktuelle Antwort des Berliner Senats bestätigt, dass es sich um eine Unfallhäufungsstelle handelt.
Doch trotz wiederholter Unfälle und des anerkannten Handlungsbedarfs ist eine Ampel nach aktuellem Stand nicht umsetzbar. Andere Maßnahmen werden zwar geprüft, konkrete Lösungen stehen jedoch weiter aus.
- Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
- Adresse: Hultschiner Damm / Akazienallee / Bergedorfer Straße
- Status: keine Lösung in Sicht
Die Kreuzung am Hultschiner Damm gehört weiter zu den schwierigsten Verkehrspunkten in Mahlsdorf. Anlass der aktuellen Debatte ist ein Unfall vom 20. Mai 2026. Nach Angaben in der Schriftlichen Anfrage wurde dort erneut eine Radfahrerin von einem Auto verletzt. Der Abgeordnete Stefan Ziller fragte daraufhin den Berliner Senat nach der Verkehrssicherheit an diesem Knotenpunkt.

Der Hultschiner Damm trifft an dieser Stelle auf die Bergedorfer Straße. Für die als Unfallhäufungsstelle eingestufte Kreuzung ist derzeit keine Ampel vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Hultschiner Damm: Ampel an Kreuzung bleibt nicht realisierbar
Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt fällt eindeutig aus. Der Bereich Hultschiner Damm, Ecke Akazienallee ist eine sogenannte Unfallhäufungsstelle.
In der berlinweiten Rangliste liegt sie nach Auswertung der vergangenen drei Jahre auf Rang 468, wohlgemerkt von 25.000 Kreuzungen im gesamten Stadtgebiet. Das entspricht den obersten 1,9 Prozent der Berliner Knotenpunkte mit der höchsten Unfallbelastung. Auch deshalb sieht der Senat Bedarf, die Verkehrssicherheit dort zu erhöhen.
Hultschiner Damm, Ecke Akazienallee: Einer der gefährlichsten Verkehrsknotenpunkte Berlins
Eine schnelle bauliche Lösung ist aber nicht absehbar. Bezirk und Senat stimmen derzeit eine Planung ab, um die Führung des Radverkehrs zu verbessern. Der Umbau gilt jedoch als schwierig. Als Gründe nennt die Verwaltung die örtlichen Verhältnisse und unterirdische Leitungen.
Eine Ampelanlage bleibt nach der Senatsantwort vorerst ausgeschlossen. Bezirk und Senat seien zu dem Ergebnis gekommen, dass ohne deutliche Veränderung des Knotenpunkts keine Ampel und keine größeren baulichen Maßnahmen möglich seien.
Dafür müsste die Bergedorfer Straße verlegt werden, damit sie direkter auf Akazienallee und Hultschiner Damm bezogen werden kann. Wegen betroffener Grundstücke hält der Senat diese Lösung absehbar nicht für realistisch.

Die Kreuzung Hultschiner Damm und Akazienallee in Mahlsdorf gilt nach Angaben des Berliner Senats als Unfallhäufungsstelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Radverkehr am Hultschiner Damm ohne fertigen Zeitplan
Als weiteres Ziel nennt das Bezirksamt eine Fahrradstraße parallel zum Hultschiner Damm. Sie soll Radfahrenden eine verkehrsberuhigte Alternative bieten. Ob und wann diese Lösung kommt, bleibt in der Antwort offen. Einen konkreten Zeitplan nennt der Senat nicht.
Noch klarer fällt die Antwort zur Akazienallee aus. Für einen fahrradgerechten Ausbau dieser Straße gibt es derzeit keine Planung. Damit bleibt die Gefahr an der Kreuzung in Mahlsdorf offiziell bestätigt, ohne dass eine umfassende Lösung in Sicht ist.
Der Handlungsbedarf ist erkannt. Die Umsetzung scheitert bislang an Leitungen, Grundstücksfragen und fehlenden konkreten Ausbauplänen.
Hultschiner Damm, Akazienallee und Bergedorfer Straße
Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19/26276
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


