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In Mahlsdorf nimmt ein Pilotprojekt des Berliner Schulbaus konkrete Formen an. Eine neue Holz-Compartmentschule steht kurz vor der Fertigstellung. Auch im übrigen Marzahn-Hellersdorf geht der Ausbau moderner Bildungsinfrastruktur voran – mit weiteren Projekten im gleichen Baustil.
Schulneubau in Marzahn-Hellersdorf, mit vielen, großen, quadratischen Fenstern. Im Vordergrund der Bauzaun, Außenflächen noch in Bearbeitung

Die berlinweit erste „HOCOMP“-Schule steht baulich kurz vor der Fertigstellung. Lediglich an den Außenanlagen wird derzeit noch sichtbar gearbeitet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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An der Landsberger Straße 178 in Mahlsdorf steht ein ungewöhnlicher Schulbau kurz vor der Fertigstellung. Der Neubau, der als erste Holz-Compartmentschule Berlins gilt, ist äußerlich weitgehend fertiggestellt, auch die Sporthalle ist bereits errichtet. Vor allem an den Außenflächen wird derzeit noch gearbeitet: Steine werden verlegt, Beete bepflanzt und letzte Bauzäune sichern das Gelände.

Damit entsteht ein Schulkomplex mit Platz für 625 Schülerinnen und Schüler, verteilt auf eine vierzügige Sekundarstufe I und eine dreizügige Sekundarstufe II. Auch Sport- und Freizeitflächen gehören zum Ensemble. Noch in diesem Jahr soll die Schule in Betrieb gehen.

Neue Schule entsteht an der Landsberger Straße: Holz als Baustoff  und offene Raumkonzepte

Der Bau ist Teil des Programms „HOCOMP“, mit dem der Berliner Senat neue Wege im Bildungsbau beschreiten möchte. Besonderheit dieses Modells ist die Kombination aus nachhaltiger Holzbauweise und einem offenen Raumkonzept. Die Architektur setzt auf sogenannte Compartments – flexibel nutzbare Einheiten, die unterschiedliche Lernformen ermöglichen sollen.

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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hebt insbesondere die ökologischen Vorteile des Bauens mit Holz hervor. Dieses ermögliche ein angenehmes Raumklima und sei dabei pflegeleicht. Die Entscheidung für Holz ist aber auch mit Herausforderungen verbunden: So mahnen Fachleute an, dass der steigende Bedarf an Bauholz sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Konsequenzen mit sich bringt.

Grundsteinlegung: Weitere „HOCOMP“-Schule in der Bruno-Baum-Straße bis Ende 2028

Die Schule in Mahlsdorf wird als Pilotprojekt verstanden, dessen Ergebnisse künftige Bauvorhaben beeinflussen könnten. Inwieweit das Modell der Holz-Compartmentschule langfristig tragfähig ist, bleibt bislang zwar offen, doch der Bedarf an neuen Schulplätzen im Bezirk ist groß.

Am 22. Juli wird in der Bruno-Baum-Straße der Grundstein für eine weitere „HOCOMP“-Schule im Bezirk gelegt. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Sporthalle, das bis 2028 Platz für 468 Schülerinnen und Schüler bieten soll.

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Schulbau in Marzahn-Hellersdorf: Mehrere „HOCOMP“-Schulen sollen dem Beispiel folgen

Bis zu zehn Schulen dieser Bauweise könnten in den kommenden drei Jahren in Berlin entstehen, heißt es seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Ob das Konzept sich flächendeckend durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Neben der baulichen Gestaltung spielen auch strukturelle Fragen wie die Lehrergewinnung eine zentrale Rolle.

Für Marzahn-Hellersdorf bedeutet das Projekt einen deutlichen Schritt in Richtung einer zeitgemäßen Bildungsinfrastruktur. Mit dem Fortschritt in Mahlsdorf und dem Start neuer Vorhaben entwickelt sich der Bezirk zunehmend zu einem Schauplatz innovativer Schulbaukonzepte.

Schulneubau in Marzahn-Hellersdorf. Weißes Gebäude mit vielen Fenstern, links der Anbau mit Holzfassade, im Vordergrund der Bauzaun

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Holzneubau der Sporthalle, im Vordergrund noch eine wilde Wiese mit Baustellenfahrzeug und Materialien, links ein Bauwagen

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Schulneubau in Marzahn-Hellersdorf. Sportgelände, links der Holzneubau, rechts der neue Sportplatz mit grünem Belag. Im Vordergrund der Bauzaun

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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