Die Treskowallee bleibt eine der bekanntesten Dauerbaustellen Berlins. Nun wurden bei den Bauarbeiten Mängel festgestellt, die für neue Unsicherheit sorgen. Das Bezirksamt hält dennoch am offiziellen Fertigstellungstermin fest, trotz jahrelanger Verzögerungen.

Auf der Treskowallee sind die alten Leitungen freigelegt, um Schächte und Straßenabläufe zu erneuern, die durch jahrzehntelange Belastung stark beschädigt wurden. Die Berliner Wasserbetriebe und das Bezirksamt lassen die Anlagen instand setzen, da die Verkehrssicherheit in ihrem bisherigen Zustand nicht mehr gewährleistet war. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Treskowallee zwischen Lichtenberg und Treptow-Köpenick ist seit Jahren von Bauarbeiten geprägt. Autofahrer und Autofahrerinnen sowie Anwohnende erleben hier eine endlose Abfolge von Sperrungen, Verzögerungen und Terminverschiebungen. Nun wurde bekannt, dass bei der Abnahme der jüngsten Arbeiten weitere Mängel festgestellt wurden.
Laut Bezirksamt Lichtenberg gegenüber der Berliner Morgenpost, habe es nach Abschluss der Arbeiten der Berliner Wasserbetriebe im August 2025 eine gemeinsame Begehung mit den beteiligten Firmen gegeben. Dabei seien Defizite festgestellt worden, die seit Mitte September behoben würden. Dass die Baustelle zwischenzeitlich stillstand, sei auf die Phase zwischen Abnahme und Beginn der Mängelbeseitigung zurückzuführen.
Trotz Verzögerungen und zusätzlicher Bauzeit hält das Bezirksamt am Fertigstellungstermin der Treskowallee fest
Die neuerliche Verzögerung reiht sich ein in eine lange Liste von Problemen, die das Projekt bereits ausgebremst haben. So mussten die erneuerten Leitungen der Wasserbetriebe nicht wie geplant direkt in Asphalt eingebettet, sondern mit einer Betoneinhüllung geschützt werden. Diese Bauweise verlangte zusätzliche Zeit, da der Beton erst aushärten musste.
Trotz dieser Schwierigkeiten sieht das Bezirksamt derzeit keine Gefahr für die Fertigstellung. Offiziell soll die östliche Fahrbahn der Treskowallee im vierten Quartal 2025 für den Verkehr freigegeben werden. In einer Mitteilung betonte die Verwaltung, dass der Baufortschritt zwar gebremst, der Terminplan jedoch nicht grundsätzlich gefährdet sei.
Alte Leitungen und neue Schäden verlängern die Bauzeit auf der Treskowallee
Die Liste der Herausforderungen auf der Treskowallee ist lang. Neben den Abwasserleitungen waren es vor allem stark verschlissene Gullys, Schächte und Druckleitungen, die in den vergangenen Jahren saniert werden mussten. Viele dieser Anlagen stammten noch aus den 1970er-Jahren und wiesen eine so starke Abnutzung auf, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war.
Erst während der Bauarbeiten traten weitere Schäden zutage, darunter Risse in großen Druckleitungen. Diese mussten aus Grauguss gegen widerstandsfähigere Materialien ausgetauscht werden. Solche zusätzlichen Eingriffe führten zu neuen Verzögerungen und erschwerten den ohnehin engen Zeitplan.
Baustelle Treskowallee: Unsicherheit über den Zeitplan bleibt bestehen
Für Anwohnende und Pendler hat sich die Treskowallee längst zum Symbol einer Dauerbaustelle entwickelt. Rund 40.000 Fahrzeuge nutzen die Straße täglich, seit Beginn der Arbeiten aber oft nur über Umleitungen und Engpässe. Während die Tramlinien mittlerweile wieder in neuen Gleisen fahren, stockt der Straßenbau weiterhin.
Ob der aktuelle Terminplan eingehalten wird, ist weiterhin offen. In der Vergangenheit mussten die Fristen mehrfach angepasst werden, zuletzt von Anfang 2024 bis weit in das Jahr 2025 hinein. Nun bleibt abzuwarten, ob die Fertigstellung trotz der festgestellten Mängel wie vorgesehen umgesetzt werden kann.
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Bezirksamt Lichtenberg, Verkehrszentrale, Berliner Morgenpost
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