Am Berliner Ostbahnhof wächst derzeit eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte der Hauptstadt. Der „LXK Campus“, entworfen vom niederländischen Architekturbüro MVRDV, kombiniert Arbeiten, Wohnen und urbane Freiräume in einem nachhaltigen Gesamtkonzept. Der Rohbau ist bereits weit fortgeschritten, und erste Fassadenelemente werden verglast.

Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin

In Friedrichshain wächst der „LXK Campus“ sichtbar empor: Der Rohbau ist weit fortgeschritten und erste Fassadenteile sind verglast. Bis 2026 entsteht hier ein Mixed-Use-Quartier mit Büros, Wohnungen und Grünflächen im Herzen des „Bands der Bahn“. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

In Friedrichshain, an der Kreuzung von Lange Straße und Krautstraße, nimmt der neue „LXK Campus“ weiter Gestalt an. Der Rohbau des groß angelegten Mixed-Use-Projekts ist weit fortgeschritten, die ersten Fassadenelemente werden bereits verglast. Das Bauvorhaben gilt als wichtiger Baustein in der städtebaulichen Entwicklung des Areals zwischen Alexanderplatz und Warschauer Straße, wo das sogenannte „Band der Bahn“ künftig zu einem der dynamischsten Quartiere Berlins heranwachsen soll.

Das Projekt, entwickelt von einem Joint Venture aus Tishman Speyer, RB RealBerlin Group und der CESA Group, vereint auf rund 65.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche zwei Baukörper in markanter L-Form. Sie rahmen einen neuen begrünten Stadtplatz ein, der öffentlich zugänglich sein wird. Das Entwurfskonzept von MVRDV sieht flexible Raumstrukturen vor, die auf zukünftige Arbeits- und Lebensformen reagieren können, mit Flächen für Büros, Gastronomie, Sport, Einzelhandel und 150 Apartments.

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Nachhaltiges Energiekonzept angestrebt: „LXK Campus“ wird als Net-Zero Building nach dem Prinzip der „Schwammstadt Berlin“ realisiert

Der „LXK Campus“ soll als Net-Zero Building betrieben werden und gilt als Vorzeigeprojekt nachhaltiger Stadtentwicklung. Wärme und Kälte werden vollelektrisch erzeugt, durch eine Kombination aus Abwasserwärmetauschern, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Energierückgewinnung. Ergänzt wird das Konzept durch 2.500 Quadratmeter Photovoltaikfläche auf dem Dach. Das Gebäude verzichtet vollständig auf fossile Brennstoffe im Betrieb.

Auch das Regenwassermanagement folgt dem Prinzip der „Schwammstadt Berlin“: Wasser wird vor Ort gespeichert, genutzt und versickert. Begrünte Dächer und Innenhöfe schaffen rund 6.000 Quadratmeter Grünflächen, die zur Kühlung beitragen und Lebensraum für Pflanzen und Insekten bieten.

Gemischte Nutzung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit: Der „LXK Campus“ soll den Standort am Ostbahnhof beleben

Das Konzept des „LXK“ setzt auf Durchmischung: Im Erdgeschoss entstehen öffentliche Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel und ein Fitnessbereich, darüber flexible Büroflächen mit bis zu 3.000 Quadratmetern pro Etage. Die 150 Wohnungen im oberen Gebäudeteil sollen langfristig zur Belebung des Standorts beitragen. Auf den begrünten Dachterrassen entstehen Gemeinschaftszonen mit Blick auf den Berliner Osten.

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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner betonte bei der Grundsteinlegung, der Campus schaffe „Raum zum Leben und Arbeiten in einem dynamischen Kiez“ und sei ein Beispiel dafür, „wie moderne Stadtentwicklung aussehen kann“. Auch Tishman Speyer-Direktor Florian Reiff hob hervor, dass das Projekt „gerade in der aktuellen Marktphase ein Zeichen für das Vertrauen in die Zukunft Berlins“ setze.

Baufortschritt am Ostbahnhof: „LXK Campus“ wächst sichtbar und soll Ende 2026 bezugsfertig sein

Mit seiner Lage im CBD Ost positioniert sich der „LXK Campus“ in einem der zentralen Wachstumsfelder der Stadt. In unmittelbarer Nähe zu S- und Regionalbahn bietet der Standort eine Anbindung an den Flughafen BER und das Berliner Stadtzentrum. Der Bau des „LXK Campus“ schreitet sichtbar voran.

Der Rohbau wächst stetig in die Höhe, während an mehreren Gebäudeteilen bereits mit der Verglasung der Fassade begonnen wurde. An anderen Abschnitten lässt sich noch in die offenen Rohbauflächen blicken, ein deutliches Zeichen dafür, dass die Arbeiten zügig voranschreiten. Bis Ende des kommenden Jahres soll das Ensemble vollständig ausgebaut und bezugsfertig sein.

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Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Rohbau und Fassadenarbeiten am LXK Campus in Berlin, von weiter weg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bauverlag BV GmbH, Cesa-Group, LXK-Berlin

 

 

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3 Kommentare

  1. Kjell Reiter 8. November 2025 at 09:02 - Reply

    Eine gigantische Betonbude, die sich so aggressiv mit dem Emblem „Nachhaltigkeit” schmückt, ist mir auch noch nicht untergekommen…

  2. Schönlon 10. November 2025 at 11:58 - Reply

    wer braucht schon wohnungen in friedrichshain?

    danke florian schmidt für diese geniale vorausschauende planung, oder halt arbeitsverweigerung, je nach blickwinkel.

  3. Hans-Joachim Pahl 10. November 2025 at 21:38 - Reply

    Ich wohne direkt an der Baustelle in der Krautstraße. Ich habe von Anfang an, den Bau bis heute mit Spannung verfolgt. Alleine die Schadstoff – Beseitigungen auf dem ehemaligen Faga Gelände (ehemals VEB Fahrzeugausrüstung) hat fast drei Jahre gedauert. Der Boden im Industriebereich war mit so vielen Schadstoffen aus DDR Produktionszeiten versehen. Hochachtung an den Bauherren, der nicht nur den Mut, sondern auch die finanziellen hohen Mittel für die Beseitigung der Bodenschadstoffen aufgebracht hatte. Bis heute käst es sich erahnen, dass es ein außergewöhnlicher „Bau“ sein wird. Kleines Problem für die neuen Mieter wird es schon geben, denn die Bahntrasse mit Bahnhof (Ostbahnhof) befindet sich wenige Meter vom neuen Campus entfernt. Sogar ich höre in der Krautstraße das quitschen der S und Bundesbahn. Trotzdem sind wir froh, dass endlich etwas positives geschieht in der Langestraße, Geschäfte, Gastronomie und hoffentlich Ärzte einziehen im Campus.
    Hans-Joachim Pahl
    Stellv. Vorsitzender (Sprecher)
    Mieterbeirat „Andreaskiez“ mit tausenden Wohnungen

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