Nach neun Jahren am Ausweichstandort ist das Luise-Henriette-Gymnasium zurück in Tempelhof. Im sanierten Altbau läuft inzwischen wieder regulärer Schulbetrieb. Rund um die Gebäude ist das lange Bauprojekt jedoch offenbar noch nicht ganz fertig.

Auch nach der Rückkehr der Schulgemeinschaft sind Teile der Außenanlagen noch durch Bauzäune und gelagertes Material geprägt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Das Luise-Henriette-Gymnasium hat seinen alten Standort in der Germaniastraße wieder bezogen. Damit ist eine jahrelange Auslagerung beendet, die von mehreren Verschiebungen des Rückkehrtermins geprägt war. Wer das Gelände derzeit besucht, sieht allerdings zwei sehr unterschiedliche Bilder: In den Gebäuden läuft der Schulalltag, während draußen weiterhin Baumaschinen, Absperrungen und Baumaterial das Bild prägen.
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Adresse: Germaniastraße 4–6, 12099 Berlin
- Baubeginn: März 2019
- Schulbetrieb am sanierten Standort: seit dem Schuljahr 2026/27
- Kosten: 39,25 Millionen Euro
- Kapazität: 700 Schulplätze
Seit 2017 war das Gymnasium an die Kurfürstenstraße in Mariendorf ausgelagert. Die Sanierung des Luise-Henriette-Gymnasiums hatte sich mehrfach verzögert. Im Frühjahr 2026 konkretisierte die Schule schließlich den Umzug für den Sommer.

Auf den Außenflächen des Luise-Henriette-Gymnasiums laufen sichtbar noch Arbeiten an Wegen und Freiflächen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Unterricht läuft – im Außenbereich sind die Bauarbeiten noch sichtbar
Aktuell laufen die Nutzung des Gebäudekomplexes und weitere Bauarbeiten auf dem Gelände jedoch parallel. Zu sehen sind unter anderem Bauzäune, Bagger und Rüttelplatten sowie Pflastersteine, Rohre und weitere Baumaterialien. Teile der Wege sind bereits hergestellt, andere Flächen befinden sich sichtbar noch in Bearbeitung.
Der Schulbetrieb selbst scheint davon nicht grundsätzlich betroffen zu sein: Die Schule begrüßt zum Schuljahr 2026/27 vier neue siebte Klassen und nennt unter anderem neu ausgestattete naturwissenschaftliche Fachräume, digitale Boards, eine neue Mensa sowie zwei jeweils rund 130 Quadratmeter große Kunst-Ateliers unter dem Dach.

Am Luise-Henriette-Gymnasium läuft wieder der Schulbetrieb, während entlang des historischen Schulgebäudes noch Bauarbeiten stattfinden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Kosten des Schulprojekts sind inzwischen deutlich höher angesetzt
Dabei hat sich das Projekt finanziell während der langen Bauzeit verändert. Zum Richtfest im April 2024 nannte das Bezirksamt auf Grundlage der geprüften Bauplanungsunterlagen noch Baukosten von 20,7 Millionen Euro. Damals war die Fertigstellung der einzelnen Bauteile noch für Dezember 2024 beziehungsweise März 2025 vorgesehen.
Das inzwischen veröffentlichte Investitionsprogramm des Landes Berlin 2025 bis 2029 weist für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung des Luise-Henriette-Gymnasiums dagegen Gesamtkosten von 39,25 Millionen Euro aus. Damit liegt die aktuelle offizielle Finanzplanung deutlich über dem früheren Ansatz.
Nun ist die Sanierung abgeschlossen, die Schulhofgestaltung befindet sich in den Endzügen: Das historische Schulhaus dient wieder seinem ursprünglichen Zweck.
Luise-Henriette-Gymnasium
Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Senatsverwaltung für Finanzen, Berliner Schulbauoffensive, Luise-Henriette-Gymnasium
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