Nach jahrelanger Sanierung und wiederholten Verzögerungen zeichnet sich für das Luise-Henriette-Gymnasium in Tempelhof nun ein konkreter Rückkehrtermin ab. Die Schulgemeinschaft soll im Sommer 2026 in das grundlegend modernisierte Gebäude an der Germaniastraße zurückziehen. Damit endet eine lange Phase der Auslagerung.

Vor Ort an der Germaniastraße 4–6 in Tempelhof ist das Schulgelände weiterhin klar von der laufenden Baustelle geprägt.

Die Bauphase an der Germaniastraße ist von wiederkehrenden Anpassungen im Zeitplan und einem langjährigen Planungs- und Umsetzungsprozess geprägt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Das Luise-Henriette-Gymnasium in Tempelhof steht vor der Rückkehr an seinen traditionsreichen Standort in der Germaniastraße 4–6. Wie die Schulleitung auf ihrer Homepage verkündet, soll der Umzug zwischen dem 22. Juni und dem 3. Juli 2026 erfolgen. Damit würde eine rund neun Jahre andauernde Auslagerung enden, die durch Verzögerungen im Bauablauf mehrfach verlängert wurde. Der Unterricht findet derzeit weiterhin in der ehemaligen Hermann-Köhl-Schule in Mariendorf statt.

Die umfassende Modernisierung des denkmalgeschützten Altbaus wurde bereits 2013 geplant, begann jedoch erst 2019 mit den Bauarbeiten. Das Projekt umfasst sowohl die grundlegende Instandsetzung des historischen Schulgebäudes als auch einen ergänzenden Neubau. Insgesamt wurden die Maßnahmen mit rund 21 Millionen Euro veranschlagt. Im Zuge der Arbeiten mussten unter anderem nachträgliche Anbauten aus den 1950er-Jahren entfernt werden, da sie statisch nicht mehr tragfähig waren.

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Denkmalpflege und Neubauentwicklung: Wann kehrt das Gymnasium an die Germaniastraße zurück?

An der Germaniastraße in Tempelhof zeigt sich das Areal derzeit noch als aktive Baustelle mit sichtbaren Bauzäunen und Containern.

Sofern der Zeitplan eingehalten wird, kann das Luise-Henriette-Gymnasium nach den Sommerferien 2026 wieder am historischen Standort starten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das historische Schulhaus wurde im Laufe der Sanierung strukturell gesichert und umfassend überarbeitet. Dazu gehörten die Erneuerung beschädigter Dach- und Deckenkonstruktionen sowie die Sanierung der Grundmauern. Auch das äußere Erscheinungsbild wurde rekonstruiert: Klinkerfassade, Fenster und der charakteristische Turm wurden nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Ergänzend ist ein Neubau entstanden, der künftig moderne Fachräume, eine Mensa, eine Aula sowie zusätzliche Unterrichtsflächen bietet.

Noch ist das Gelände deutlich von der Bauphase geprägt. Zäune, Container und teilweise verhüllte Fassaden bestimmen weiterhin das Bild vor Ort, auch wenn der Neubau bereits Fenster erhalten hat. Laut Planung soll die Schule nach dem Umzug über deutlich erweiterte Kapazitäten verfügen und künftig bis zu 664 Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Zusätzlich ist vorgesehen, wieder mehr Klassen pro Jahrgang einzurichten. Der Unterricht soll nach den Sommerferien 2026 vollständig am sanierten Standort starten – sofern der Zeitplan gehalten wird.

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Luise-Henriette-Schule

Quellen: Luise-Henriette-Gymnasium, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Architektur Urbanistik Berlin, Wikipedia

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